Mit der "Phänomenologie des Geistes" erscheint 1807 eines
der bis heute bedeutendsten und wirkungsreichsten Werke der
Philosophiegeschichte. Hegel widmet sich darin den grundlegenden
Fragen der Erkenntnistheorie und dem Problem der Entstehung von
individuellem und kollektiv geschichtlichem Bewusstsein. Mit seinen
Ausführungen zu Herrschaft und Knechtschaft übte er insbesondere
maßgeblichen Einfluss auf die Philosophie von Karl Marx, doch auch
zahlreiche andere Philosophen erhielten durch Hegels Gedanken
entscheidende Impulse.
Nachdr. d. Ausg. v. 1970 (n. d. rev. Text v. 1831).
Ausstattung/Bilder: Nachdr. d. Ausg. v. 1970 (n. d. rev. Text v. 1831). 2010. 607 S.
Seitenzahl: 608
Deutsch
Abmessung: 194mm x 133mm x 38mm
Gewicht: 490g
ISBN-13: 9783866475250
ISBN-10: 386647525X
Best.Nr.: 29847644
Georg Wilhelm Friedrich Hegel wurde am 27. August 1770 in Stuttgart geboren und starb am 14. November 1831 in Berlin. Er wuchs in einem pietistischen Elternhaus auf. Vermutlich ab 1776 besuchte Hegel ein Gymnasium in Stuttgart, seit 1784 das Obergymnasium. Seine Interessen waren breit gestreut. Besonderes Augenmerk widmete er der Geschichte, insbesondere der Antike und den alten Sprachen. Ein weiteres frühes Interesse bildete die Mathematik. 1788 nahm Hegel an der Tübinger Universität das Studium der Theologie auf. Im September 1790 erhielt er den Grad eines Magisters der Philosophie, 1793 wurde ihm das theologische Lizenziat verliehen. Hegel profitierte viel von dem intellektuellen Austausch mit seinen später berühmten Zimmergenossen Hölderlin und Schelling. Sie hegten große Sympathie für die revolutionären politischen Ereignisse in Frankreich. Jedoch fand später durch das Scheitern Napoleons eine politische Umorientierung bei Hegel statt. Er wurde ein Anhänger der konstitutionellen Monarchie Preußens und söhnte sich mit den politischen Gegebenheiten aus. Hegels Philosophie erhebt den Anspruch, die gesamte Wirklichkeit in der Vielfalt ihrer Erscheinungsformen einschließlich ihrer geschichtlichen Entwicklung zusammenhängend, systematisch und definitiv zu deuten. In ihrer Wirkung auf die westliche Geistesgeschichte ist sie mit dem Werk von Platon, Aristoteles und Kant vergleichbar. Sein philosophisches Werk Phänomenologie des Geistes aus dem Jahre 1807 zählt zu den wirkmächtigsten Werken der Philosophiegeschichte überhaupt.