Erkenntnis und Interesse - Habermas, Jürgen

Erkenntnis und Interesse

Im Anhang: "Nach dreißig Jahren. Bemerkungen zu "Erkenntnis und Interesse"". Mit e. Nachw. v. Anke Thyen

Jürgen Habermas 

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Erkenntnis und Interesse

Die Wirkung der Schrift "Erkenntnis und Interesse" ging weit über die akademische Debatte hinaus und hatte auch unmittelbaren Einfluß auf den politischen Diskurs in den 70er Jahren. Denn die kritische Reflexion auf die vorgängig leitenden Interessen, die den Erkenntnisprozessen ihre Richtung geben, entzog der Kantischen Vorstellung den Boden, alle Erkenntnis beruhe allein auf der Selbstbestimmtheit des erkennenden Subjekts. "Ich verspüre keine große Neigung, Gegenstand einer nostalgischen Veranstaltung zu sein." J.H.

Die neu aufgefundene Nachschrift zu Hegels 1819/20 gehaltener Vorlesung zur Philosophie der Natur stammt von Johann Rudolf Ringier (1797-1879) aus Lenzburg/Schweiz, der 1816-1818 in Göttingen, 1818-1820 in Berlin Rechtswissenschaften studiert und daneben Vorlesungen in Philosophie und Naturwissenschaften besucht hat. Als direkte Mitschrift bietet sie eine wertvolle Ergänzung zu der als Ausarbeitung einzustufenden und wesentlich kürzeren Nachschrift zum selben Kolleg, die 1980 von M. Gies herausgegeben worden ist. In konzeptioneller Hinsicht verdeutlicht sie, daß Hegel 1819/20 noch an den Paragraphenziffern der Heidelberger Enzyklopädie (1817) festhielt, jedoch bereits, und dies signifikanter als bisher angenommen, die Einteilung der Berliner Enzyklopädie (1827, 1830) vorwegnahm. Inhaltlich besticht sie durch eine ausgeprägt "dialektische" Darstellung von Raum, Zeit und Materie. Sie verrät unter anderem, daß sich Hegels kritische Auseinandersetzung mit evolutionären Naturmodellen auch auf die Idee einer Naturentwicklung aus dem "Chaos" erstreckte.


Produktinformation

  • Verlag: Meiner
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 422 S.
  • Seitenzahl: 422
  • Philosophische Bibliothek Bd.589
  • Deutsch
  • Abmessung: 196mm x 134mm x 26mm
  • Gewicht: 420g
  • ISBN-13: 9783787318629
  • ISBN-10: 3787318623
  • Best.Nr.: 23508891
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 30.12.2008

Herrschaftliche Gespräche
Ungestillter Theoriehunger: Nicht alle neuen Publikationen tragen zur Erkenntnis von Jürgen Habermas bei
Als Jürgen Habermas nach dreißig Jahren seine alte Programmschrift „Erkenntnis und Interesse” aus dem Jahre 1968 noch einmal zur Hand nahm, stolperte er über den Ausdruck „herrschaftliche Diskussion”. Wie von neokonservativer Geisterhand geführt, hatte eine verräterische Begriffsallianz heimlich Einzug in seinen alten Text gehalten. Für einen Moment schien hinter der Maske des ewigen deliberativen Gespräches der strategische und herrschaftsbewusste Intellektuelle aufzutauchen. Was ist das ideologische Interesse der Diskursethik? Ausnahmsweise trägt diese hintergründige Frage hier aber wenig zur Erkenntnis bei – ein schlichter Druckfehler hatte dem Theoretiker des herrschaftsfreien Diskurses einen Streich gespielt.
„Erkenntnis und Interesse” war Jürgen Habermas’ erster Bestseller. Mit ihm startete Suhrkamp 1968 seine stw-Reihe, die Generationen von Studenten an die Theoriekette legte. Schon fünf Jahre später war das 67. Tausend der Taschenbuchauflage weggedruckt. Das ist eine erstaunliche Auflagenzahl für …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Als ersten "Bestseller" des Philosophen Jürgen Habermas stellt Rezensent Stephan Schlak dessen Arbeit "Erkenntnis und Interesse" vor, die nun in einer "schmucken" Neuauflage in der Philosophischen Bibliothek des Felix Meiner Verlags vorliegt. Neben der alten Replik ("Nach dreißig Jahren") des Denkers bietet der Band auch ein eingehendes Nachwort von Anke Thyen. Schlak hebt hervor, dass Habermas damit als "erster zeitgenössischer Philosoph" in das "grüne Meiner-Pantheon" einzieht. Eine Ehre, die seines Erachtens auch ihre Tücken hat. So lese man Habermas' "kritische Gesellschaftstheorie" nun selbst als "historisches Dokument einer versunkenen Zeit". Schlak erinnert an den Anspruch des Philosophen, mit seinem Buch aus der Tradition der großen philosophischen Texte auszubrechen. Vierzig Jahre später werde deutlich, dass Habermas inzwischen "selbst philosophisch museal" geworden ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
Jürgen Habermas, 1929 in Düsseldorf geboren, Philosoph und Soziologe, studierte Philosophie, Geschichte und Psychologie in Göttingen, Zürich und Bonn, wo er 1954 promovierte. Von 1956 bis 1959 war er Assistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main und nahm dort wesentliche Impulse der Frankfurter Schule auf. Aus ihrer Tradition hat er die seine weiteren Arbeiten strukturierende Fragestellung entwickelt, wie eine kritische Theorie der Gesellschaft beschaffen zu sein habe, die eine dem erreichten Stand sozialwissenschaftlicher Erkenntnis wie historischer Erfahrung angemessene Theorie der Demokratie darstelle. 1961 habilitierte er in Marburg und wurde auf ein Extraordinariat für Sozialphilosophie nach Heidelberg berufen. 1964 erhielt er eine Professur für Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main. 1971 wurde er, gemeinsam mit Carl-Friedrich von Weizsäcker, Direktor des "Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt" in Starnberg. 1982 folgte Habermas dem Ruf nach Frankfurt am Main auf eine Professur für Soziologie und Philosophie. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" (2001), den "Kyoto-Preis" (2004) und den "Heine-Preis" (2012) "... für sein Lebenswerk, das durch freiheitliche Ideen der Aufklärung, seinen unermüdlichen Einsatz für ein demokratisch verfasstes Deutschland sowie seine streitbaren Beiträge zu den gesellschaftspolitischen Debatten Europas geprägt ist", so die Begründung der Jury. 2013 wurde Jürgen Habermas mit dem "Kulturellen Ehrenpreis" der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Außerdem wurde Jürgen Habermas mit dem Erasmus-Preis 2013 ausgezeichnet.
Aus dem Inhalt:
Die Krise der Erkenntniskritik - Hegels Kantkritik: Radikalisierung oder Aufhebung der Erkenntnistheorie - Marxens Metakritik an Hegel: Synthesis durch gesellschaftliche Arbeit - Die Idee einer Erkenntnistheorie als Gesellschaftstheorie - Positivismus, Pragmatismus, Historismus - Comte und Mach: Die Intention des älteren Positivismus - Ch. S. Peirce' Logik der Forschung: Die Aporie eines sprachlogisch erneuerten Universalienrealismus - Selbstreflexion der Naturwissenschaften: Die pragmatistische Sinnkritik Diltheys Theorie des Ausdrucksverstehens: Ich-Identität und sprachliche Kommunikation - Selbstreflexion der Geisteswissenschaften: Die historische Sinnkritik - Kritik als Einheit von Erkenntnis und Interesse - Vernunft und Interesse: Rückblick auf Kant und Fichte - Selbstreflexion als Wissenschaft: Freuds psychoanalytische Sinnkritik
Das szientistische Selbstmissverständnis der Metapsychologie - Zur Logik allgemeiner Interpretation - Psychoanalyse und Gesellschaftstheorie. Nietzsches Reduktion der Erkenntnisinteressen

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