Kinder werden regelmäßig durch die Medien mit Themen wie Rassismus,
neonazistische Ausschreitungen, Drittes Reich und Krieg
konfrontiert. Ergebnissen der Sozialisationsforschung zufolge
bilden sich Vorurteile bereits im Vor- und Grundschulalter aus. Das
Buch Der überaus starke Willibald behandelt wichtige Aspekte, wie
z. B. den Aufbau autoritärer Strukturen durch die Erziehung zu
autoritätshörigen, unkritischen und abhängigen Menschen. Die
inhaltlich und sprachlich anspruchsvolle Geschichte eines
Mäuserudels eignet sich in besonderer Weise, bereits mit
Grundschulkindern die Problematik der Ausgrenzung und des
Machtmissbrauchs zu thematisieren. Dabei kann dieses Thema auch
angesprochen werden, ohne explizit das Dritte Reich zu behandeln.
Das Literaturprojekt enthält lesebegleitende Aufträge, die eine
fächerübergreifende und handelnd-produktive Auseinandersetzung mit
dem Kinderbuch ermöglichen. Den Schülern werden neue Welten und
Rollen angeboten, mit denen sie sich identifizieren bzw. von denen
sie sich distanzieren können. Probleme können gemeinsam betrachtet
und Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden. Darüber hinaus gibt es
Anstöße zur Lektüre ähnlicher Texte und Bücher. Infokarten bieten
Sachinformationen zum Dritten Reich. Im Sinne eines integrativen
Deutschunterrichtes werden außerdem Arbeitsblätter zum kreativen
Schreiben, zur Rechtschreibung und zur Grammatik angeboten.
Ausstattung/Bilder: 72 S. m. Noten u. zahlr. Zeichn.
Seitenzahl: 72
Best.Nr. des Verlages: LP25
Deutsch
Abmessung: 296mm x 208mm x 20mm
Gewicht: 278g
ISBN-13: 9783936577518
ISBN-10: 393657751X
Best.Nr.: 12568355
Willi Fährmann, geb. 1929 in Duisburg, lebt heute in Xanten am Niederrhein. Er ist nach seinen Auszeichnungen für sein Gesamtwerk mit dem 'Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugenliteratur' und dem 'Deutschen Jugendbuchpreis' sowie zahlreichen Einzelauszeichnungen einer der profilierten Autoren der Kinder- und Jugenbuchliteratur.
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