Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft - Safranski, Rüdiger
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Rüdiger Safranski 

Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft

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Produktbeschreibung zu Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft

Ihre Freundschaft ist eine Sternstunde des deutschen Geistes: Friedrich Schiller bringt seine Dramen mit Goethes Hilfe auf die Bühne. Johann Wolfgang von Goethe erlebt durch Schiller in Weimar seine zweite Jugend. Dennoch ist ihre gemeinsame Geschichte nicht frei von Konflikten: etwa Schillers Neid auf den bewunderten Goethe oder Goethes Angst vor dem Aufstieg Schillers. Trotz aller Gegensätze lernte Schiller in der Freundschaft, "dass es dem Vortrefflichen gegenüber keine Freiheit gibt als die Liebe". Und jeder der beiden sagte vom anderen: er sei ihm der wichtigste Mensch gewesen. Rüdiger Safranskis Buch ist die spannend erzählte Biographie dieser für die Dichtung in Deutschland so wichtigen Begegnung.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 343 S.
  • Seitenzahl: 344
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23326
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 150mm x 32mm
  • Gewicht: 574g
  • ISBN-13: 9783446233263
  • ISBN-10: 3446233261
  • Best.Nr.: 25617972
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2009

Gewisse harte Stellen müssen sein

Ein Unternehmen zur Selbststeigerung: Rüdiger Safranski erzählt souverän und unterhaltsam von der Freundschaft zwischen Goethe und Schiller.

Von Hubert Spiegel

Fünfzehn Jahre liegen zwischen ihrem ersten zufälligen Aufeinandertreffen und der ersten absichtlich herbeigeführten Begegnung. Am 14. Dezember 1779 feiert der württembergische Herzog Karl Eugen das Stiftungsfest seiner "Pflanzstätte", der Hohen Karlsschule. Er hat illustre Gäste: Der Weimarer Herzog Karl August ist anwesend, und in seiner Begleitung Goethe. Schiller, zehn Jahre jünger als Goethe, gehört zu den Zöglingen, die an diesem Tag ausgezeichnet werden sollen. Er nimmt drei Silbermedaillen und Diplome in medizinischen Fächern entgegen. Dafür muss Schiller niederknien und den Rockzipfel des Herzogs küssen, der den ungebärdigen Studenten gleich drei Dissertationen schreiben lässt. Die erste seiner Zurückweisungen begleitet der Herzog mit den Worten, es sei besser für den Zögling, noch ein weiteres Jahr auf der Akademie zu verweilen, wo "sein Feuer noch ein wenig gedämpft werden kann".

Fünfzehn Jahre später weiß …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.10.2009

Alles muss man selber machen
Wie man Klassikern die Marmorkälte austreibt: Rüdiger Safranski über die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller Von Hans-Jürgen Schings
Das Mäkeln über die Weimarer Klassik begann mit dieser selbst und fand nicht selten schrille Töne. Besonders gern hielt man sich an den Briefwechsel der beiden Weimarer „Dioskuren”, wenn es darum ging, ihre sogenannte Freundschaft zu dekonstruieren. Seine Vorgänger noch überbietend, hat namentlich Hans Mayer (Goethe. Ein Versuch über den Erfolg, 1973) der schlechten Laune und der Eitelkeit böser Pointen freien Lauf gelassen. Mit aufgepflanztem Soupçon mustert er die beiden und befindet: „Bündnis des Mangels mit dem Mangel”. Schiller bleibe für Goethe ein „schmerzhaftes Erleidnis”, Goethe für Schiller ein heimlicher Gegenstand „kalten und hochmütigen Moralisierens”. Von Liebe keine Spur. Das „glückliche Ereignis” Schiller sei in Wahrheit ein „Misserfolg in Goethes Existenz”. Was sollen da die „zierlichen Anpflanzungen” des „Harmoniedenkens”?
Rüdiger Safranski, dessen neues Buch sich dieser Freundschaft widmet, lässt den Eindruck, dass er sich auf …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rundum zufrieden ist Rezensent Hubert Spiegel mit Rüdiger Safranskis Buch über die Freundschaft von Goethe und Schiller. Die Vorgeschichte dieser Beziehung, die Wege und Karrieren der beiden Dichter, ihre Charaktere und Gegensätze findet er erhellend geschildert und analysiert. Er attestiert Safranski, die Geschichte dieser Freundschaft "souverän" und "unterhaltsam" zu erzählen. Mit Lob bedenkt Spiegel den dramaturgisch gekonnten Einsatz von Quellen, insbesondere des Briefwechsels zwischen Goethe und Schiller, sowie den Verzicht auf den "onkelhaften Ton" eines allwissenden Biografen. Nicht zuletzt hebt er hervor, wie Safranski das anekdotische Material "in Schach" hält. Manchmal allerdings, wenn es um die Gegensätze der beiden und um das Erstaunliche dieser Freundschaft geht, scheint ihm der Autor auch ein wenig zu überzeichnen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ein schönes, ein gedankenreiches Buch, das weit mehr als die Geschichte der berühmtesten Männerfreundschaft der deutschen Literaturgeschichte erzählt: Rüdiger Safranski macht aus toten Gipsheiligen lebendige Menschen und verrät ganz nebenbei, wie konkurrierende erwachsene Männer es schaffen können, das große gelbe Monster Neid zu besiegen." (Druckfrisch - Neue Bücher mit Denis Scheck, ARD)
Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller, lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer und Heidegger sowie den großen philosophischen Essay "Wieviel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare". Rüdiger Safranski erhielt 2006 den "WELT-Literaturpreis" und den "Friedrich-Hölderlin-Preis", 2009 den Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für sein Lebenswerk.

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Kundenbewertungen zu "Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 19.12.2008 ***** ausgezeichnet
Zum Schiller Jahr 2009 läßt Safranski seiner tollen Schiller-Biographie ein Buch zur Goethe-Schiller-Freundschaft folgen. Das deutsche Bildungsbürgertum harrt in gespannter Freude auf das Fest dieser Neuerscheinung.

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