Sehen als Praxis - Schürmann, Eva

Eva Schürmann 

Sehen als Praxis

Ethisch-ästhetische Studien zum Verhältnis von Sicht und Einsicht

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Sehen als Praxis

Das Interesse der europäischen Philosophie am Gesichtssinn hatte zumeist eine objektivistische oder eine subjektivistische Schlagseite. Beiden, dem sehenden Subjekt und dem "objektiv" Sichtbaren, wird dabei einerseits zu viel und andererseits zu wenig zugetraut: Die objektivistische Interpretation kann die Selektivität des Sehvermögens nicht erklären, in der subjektivistischen Konzeption bleibt unklar, wie die Beziehung von Wahrnehmung und Welt zustande kommt. Die vorliegende, mit zahlreichen Abbildungen ausgestattete Studie entwickelt an der Schnittstelle von Philosophie und Kunstwissenschaft einen neuen Deutungsrahmen, indem sie sich von der Annahme leiten läßt, daß Sehen eine performative Tätigkeit ist, mit deren Hilfe wir uns die Welt epistemisch, ethisch und ästhetisch erschließen.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 274 S. m. Farbtaf.
  • Seitenzahl: 274
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Bd.1890
  • Best.Nr. des Verlages: 29490
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 109mm x 20mm
  • Gewicht: 182g
  • ISBN-13: 9783518294901
  • ISBN-10: 3518294903
  • Best.Nr.: 23312288
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.09.2008

Ich sehe was, was du nicht siehst
Wenn Blicke schweifen: Eva Schürmann verknüpft Sicht und Einsicht

Es ist sehr schön, dass Eva Schürmann von der Universität Darmstadt dem Sehen ein ganzes Buch gewidmet hat. Neu ist das innerhalb der Philosophie, die sich ja auch mit dem Körper insgesamt zu beschäftigen weiß, nicht, man erinnere sich nur an Sartres Interpretation des Blickes oder an Merleau-Pontys Interesse am Auge. Auch macht die gesamte Philosophiegeschichte für die Fokussierung aufs Sehen eine gute Vorgabe, weil Philosophen doch gerne über innere Bilder, Vorstellungen und Anschauungen nachdenken. Was passiert, wenn man sieht? Biologen schauen sich an, was im Auge und im Gehirn vor sich geht. Die Philosophen fragen lieber, was es bedeutet zu sehen. Das Sehen wird damit aus einer Perspektive betrachtet, in der das Sehen wie gesprochen ausschaut. Aus einem Sprechakt wird ein Sehakt. Das Gesehen-wie-gesprochen-Wesen erinnert an Doktor Doolittles Stoß-mich-zieh-mich, ein afrikanisches Tier, mit dem er in England großes Aufsehen erregte.

Am Ende ihrer Studie unterscheidet die Darmstädter Philosophin zwei Künstler danach, ob sie …

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Eva Schürmann ist Privatdozentin für Philosophie an der TU Darmstadt.

3 Marktplatz-Angebote für "Sehen als Praxis" ab EUR 8,50

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