Melancholie und Gesellschaft - Lepenies, Wolf

Wolf Lepenies 

Melancholie und Gesellschaft

Mit e. neuen Einl. 'Das Ende d. Utopie u. d. Wiederkehr d. Melancholie.

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Produktbeschreibung zu Melancholie und Gesellschaft

Der Intellektuelle klagt über die Welt, und aus dieser Klage entsteht das utopische Denken, das eine bessere Welt entwirft und damit die Melancholie vertreiben soll. Deswegen ist aus den Utopien Melancholie verschwunden. Mehr noch: in Utopia herrscht ein rigoroses Melancholieverbot. Dieser Zusammenhang bildet den Kern von Melancholie und Gesellschaft.

Produktinformation


  • Verlag: Suhrkamp
  • 2006
  • Nachdr.
  • Ausstattung/Bilder: Nachdr. 2006. XXVIII, 336 S.
  • Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft Nr.967
  • Best.Nr. des Verlages: 28567
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 108mm x 25mm
  • Gewicht: 221g
  • ISBN-13: 9783518285671
  • ISBN-10: 351828567X
  • Best.Nr.: 04178976
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.03.1998

Wertschöpfung ex nihilo
Das Räderwerk der Denkgewohnheiten: Wie Wolf Lepenies der Wissenschaft das Benehmen beibringen will

Als Benehmen noch Glückssache war, fiel es leicht, sich danebenzubenehmen. Nun aber, da - wie man so sagt - die großen Rahmenerzählungen des Lebens zerbrochen sind, lastet auf dem Benehmen eine existentielle Bedeutung. Statt zur Glückssache erklärt man es zur Hauptsache. Benimm dich und und alles wird gut - das ist die Philosophie dessen, der im Wald zu pfeifen versteht. Je dunkler es nach dem Tode Gottes und dem Ende der Utopien geworden ist, desto wichtiger ist die Sekundärtugend des Sichzusammenreißens. "Benimm und Erkenntnis", so der Titel des jüngsten Werkes von Wolf Lepenies, stehen deshalb in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis.

Lepenies legt ein Buch mit Eingreifcharakter vor, eine Art Knigge des Denkens. Es entstand auf der Grundlage von zwei Vorträgen, die er vor dem Potsdamer "Einstein Forum" gehalten hat, einem aufs Bilanzieren spezialisierten Haus. Der Autor spricht in eine Zeit hinein, in der es angeblich nichts mehr zu finden, dafür um so mehr zu erfinden gibt. Erstaunlich ist daher, daß …

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Wolf Lepenies ist seit 1986 Rektor des Wissenschaftskollegs und Professor für Soziologie an der FU Berlin. 2006 erhält er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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