Das 20. Jahrhundert - Ottmann, Henning

Henning Ottmann 

Das 20. Jahrhundert

Von den Anfängen bei den Griechen bis auf unsere Zeit. Der Totalitarismus und seine Überwindung

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Das 20. Jahrhundert

Anschaulicher und kompakter Überblick
Ausführliche Bibliografien der Primär- und Sekundärliteratur
Mit Kurzbiografien, Zeittafeln, Sach- und Personenregister

Politische Strömungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Band stellt die einzelnen Denkrichtungen und ihre wichtigsten Vertreter vor. Dazu gehören u. a.: Aldous Huxleys und George Orwells Dystopien, die Ideen Max Webers und Carl Schmitts, die neoklassische politische Philosophie von Hannah Arendt und Leo Strauss. Umfangreiche Kapitel beleuchten außerdem das politische Denken in Russland und China, die Konservative Revolution sowie den italienischen Faschismus und Nationalsozialismus.


Produktinformation

  • Geschichte des politischen Denkens
  • Bd.4/1, Tl.1
  • Verlag: Metzler
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. XII, 540 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 232mm x 156mm x 32mm
  • Gewicht: 885g
  • ISBN-13: 9783476016331
  • ISBN-10: 3476016331
  • Best.Nr.: 07654421
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.12.2001

Alte Freunde
Politisches Denken der Antike
Moderne demokratische Gesellschaften bewegen sich im Spannungsgefüge von Freiheit und Gleichheit, von Gemeinwohl und Eigeninteresse. Zunehmend schnelle Veränderungen der Produktionstechniken und der Kommunikation erfordern eine umfassende Identifikation mit den Voraussetzungen und Grundlagen unserer Kultur. Henning Ottmanns Werk über das politische Denken der Griechen ist eine elementare Übung in dieser Selbstvergewisserungspraxis. Beispielsweise lehrt uns das griechische Denken, das Gleichheit und Partizipation einerseits, Könnerschaft und Leistung andererseits in der Demokratie zu einer inneren Einheit kommen können. Ottmanns grandioses Unternehmen einer Bestandsaufnahme des für den Westen bedeutsamen politischen Denkens dient der Erkundung und Vergewisserung unserer Herkunft.
Anders als bisherige Standardwerke, wie die von George H. Sabine, Strauss/Cropsey oder die Cambridge History of Greek and Roman Political Thought, hat Ottmann die ganze Breite politisch bedeutsamer Institutionen im Blick. Er schreibt eine Geschichte der politischen Ideen und Kulturen. Selbstverständlich geht es in dieser Geschichte auch um …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.10.2002

Wer will Letztes von Vorletztem trennen?
Henning Ottmanns provokante Geschichte des politischen Denkens / Von Friedrich Wilhelm Graf

Henning Ottmanns Konzept des "politischen Denkens" umfaßt alle folgenreichen Gedanken über die Ordnung des Gemeinwesens, die im Abendland entwickelt wurden. So stellt der Münchner Politikwissenschaftler in seiner "Geschichte des politischen Denkens" von den Griechen bis ins zwanzigste Jahrhundert nicht allein die klassische politische Philosophie dar. Programmatisch bezieht er die Ordnungsentwürfe von Dichtern und Historikern, Juristen und Theologen, Ökonomen und Künstlern ein. Der konventionelle Klassikerkanon der politischen Wissenschaften wird entgrenzt. Mit der Cambridge School Quentin Skinners betont Ottmann kontextuelle Perspektiven, die zeitliche Prägungen der Theoriebildung erschließen. Zugleich weiß er um ein elementares Eigengewicht gedachter Ordnungen, die sich niemals auf soziale Interessen reduzieren ließen. Politische Ethik und gelebtes Ethos, theoretische Entwürfe und überkommene Institutionen des Gemeinwesens werden aufeinander bezogen. Ottmann sieht im westlichen politischen Denken ein Erbe, das …

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"Für die wissenschaftliche Arbeit bestens geeignet, aber letztlich für jeden politisch interessierten Menschen ein Gewinn zum Verständnis der breiteren Zusammenhänge weltweiter Entwicklungen." -- www.buchinformationen.de

Für die wissenschaftliche Arbeit bestens geeignet, aber letztlich für jeden politisch interessierten Menschen ein Gewinn zum Verständnis der breiteren Zusammenhänge weltweiter Entwicklungen. www.buchinformationen.de Henning Ottmanns Opus magnum ist im 20. Jahrhundert angekommen. Mit diesem ersten Teilband eröffnet er den vierten Band über die Geschichte des politischen Denkens und rückt systematisch betrachtet den Totalitarismus und seine Überwindungen in den Mittelpunkt, formuliert dabei aber unter den Hand zugleich auch einen großen Entwurf zum Thema soziale Utopien und Dystopien. pw-portal.de, portal für politikwissenschaft Aufgrund der autonomen Struktur jedes Kapitels - mit guten Zusammenfassungen und Literaturverweisen - ist das Buch gleichzeitig ein übersichtliches Nachschlagewerk. Selbst Fachleute werden hier neue Zusammenhänge oder unbekannte Details entdecken. www.e-politik.de Sehr verdienstvoll ist es, dass Ottmann jenseits des üblichen Eurozentrismus einen eigenen Abschnitt dem politischen Denken der chinesischen Revolution widmet und dabei auch die politischen Implikationen der klassischen Philosophie (Konfuzius, Menzius u.a.) einbezieht. ekz.bibliotheksservice Ottmann sagt immer alles sehr direkt, und das ist einer der ganz großen Vorzüge des Buches. Fachbuchjournal Wie schon in den vorherigen Bänden zeichnet sich auch dieser durch eine auf detaillierten Recherchen beruhende, weitreichende Kenntnis der Primärquellen sowie der Forschungsliteratur aus. Widerspruch Henning Ottmanns Standardwerk bewährt sich also auch in diesem Band wieder als bestes und umfassenstes Lehr- und Einführungsbuch Politischen Denkens, das es auf weiteres geben dürfte. Phil. Jahrbuch

Für die wissenschaftliche Arbeit bestens geeignet, aber letztlich für jeden politisch interessierten Menschen ein Gewinn zum Verständnis der breiteren Zusammenhänge weltweiter Entwicklungen. www.buchinformationen.de Henning Ottmanns Opus magnum ist im 20. Jahrhundert angekommen. Mit diesem ersten Teilband eröffnet er den vierten Band über die Geschichte des politischen Denkens und rückt systematisch betrachtet den Totalitarismus und seine Überwindungen in den Mittelpunkt, formuliert dabei aber unter den Hand zugleich auch einen großen Entwurf zum Thema soziale Utopien und Dystopien. pw-portal.de, portal für politikwissenschaft Aufgrund der autonomen Struktur jedes Kapitels - mit guten Zusammenfassungen und Literaturverweisen - ist das Buch gleichzeitig ein übersichtliches Nachschlagewerk. Selbst Fachleute werden hier neue Zusammenhänge oder unbekannte Details entdecken. www.e-politik.de Sehr verdienstvoll ist es, dass Ottmann jenseits des üblichen Eurozentrismus einen eigenen Abschnitt dem politischen Denken der chinesischen Revolution widmet und dabei auch die politischen Implikationen der klassischen Philosophie (Konfuzius, Menzius u.a.) einbezieht. ekz.bibliotheksservice Ottmann sagt immer alles sehr direkt, und das ist einer der ganz großen Vorzüge des Buches. Fachbuchjournal Wie schon in den vorherigen Bänden zeichnet sich auch dieser durch eine auf detaillierten Recherchen beruhende, weitreichende Kenntnis der Primärquellen sowie der Forschungsliteratur aus. Widerspruch
Professor für Philosophie und Politische Theorie an den Universitäten Augsburg und Basel, seit 1996 Professor für Politische Wissenschaft an der Universität München. Mitherausgeber des Jahrbuchs "Politisches Denken", der "Zeitschrift für Politik" und des "Philosophischen Jahrbuchs".

Inhaltsangabe

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Bewertung von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn am 03.01.2011 ***** ausgezeichnet
Das Opus Magnum des emeritierten Professor Henning Ottmann ist die mehrbändige "Geschichte des politischen Denkens". Davon liegt hier Band IV/1: Das 20. Jahrhundert. Der Totalitarismus und seine Überwindung vor, Band IV/2 folgt noch.
Der Band IV/1 legt den Schwerpunkt auf die erste Hälfte des 20. Jhdts. Er gliedert sich im Wesentlichen in acht Teile:
I. Dystopien (Wells, Capek, Samjatin, Huxley, Orwell)
II. Max Weber (1864-1920) oder Standhalten im »Gehäuse der Hörigkeit«
III. Politisches Denken in Rußland vor, während und nach der Oktoberrevolution
IV. Die Konservative Revolution (Arthur Moeller van den Bruck, Thomas Mann, Oswald Spengler, Ernst Jünger)
V. Carl Schmitt (1888-1995) oder Politisches Denken für alle Fälle
VI. Faschismus und Nationalsozialismus
VII. Politisches Denken in China vor und nach der Revolution (KangYouwei, SunYat-sen, Mao, die ältere chinesische Philosophie und ihre aktuelle Bedeutung)
VIII. Neoklassische politische Philosophie (Arendt, Voegelin, Strauss)
Der Beginn mit einem ausführlichen Teil zu den literarischen Dystopien ist einerseits ungewöhnlich, andrerseits signalgebend für die kommenden totalitären Regime. Max Weber veranlasst zur Erörterung einer der vielen Kontroversen, die das gesamte Jahrhundert durchzogen: den Streit um die Wertfreiheitsthese. Der Schwerpunkt liegt dann auf den totalitären Regimen in Russland, Deutschland, Italien und China. Der achte Teil behandelt die große Intellektuelle Hannah Arendt, den Politologen Eric Voegelin und den politischen Philosoph Leo Strauss. Unter deren Schirm werden zahlreiche Themen, wie Zionismus und Naturrecht abgehandelt. Von großer Sachkenntnis getragen ergeben sich zahlreiche Rückbezüge in frühere Jahrhunderte, so dass ein enges Gewebe entsteht.
Dabei versucht Ottmann immer ein differenziertes Urteil abzugeben. Die grossen Verbrecher der Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, allen voran Hitler, Mao und Stalin (alphabetisch) werden ausführlich diskutiert. Aufschlussreich ist beispielsweise die Diskussion, in wie weit die Totalitarismen als politische Religionen einzustufen sind oder warum die westliche Doktrin des Marxismus gerade in Russland und China auf so grosse Resonanz stieß.
Vieles aus dem 20. Jahrhundert fehlt, jedoch (hoffentlich) nur, weil es im Band 4/2 behandelt werden wird.
Durch den Detail- und Bezugsreichtum und den verständlichen Stil eignet sich dieser Band sowohl für den Experten als auch die Studierenden der einschlägigen Richtungen als auch für alle an der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts interessierten Laien. Unbedingt zuschlagen!

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