Schattenväter
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Schattenväter

Regie: Metz, Doris; Musik: Stockhausen, Marcus; Dannen, Funny van; Buch: Metz, Doris; Kamera: Maintigneux, Sophie;
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Schattenväter

Vor dreißig Jahren flog der DDR-Spion Günter Guillaume auf, Bundeskanzler Willy Brandt reichte seinen Rücktritt ein. Die Söhne Matthias Brandt und Pierre Guillaume verbrachten ihre Jugend in Bonn und waren zum entsprechenden Zeitpunkt unterwegs in einen gemeinsamen Urlaub in Norwegen. Die Dokumentation zeigt, wie es anschließend für Beide weiterging. Wie haben die politischen Karrieren ihrer Väter Günter Guillaume und Willy Brandt das Leben von Pierre Guillaume und Matthias Brandt geprägt - so die Frage, die Filmemacherin Doris Metz in ihrer Dokumentation zu beantworten sucht. Schauplätze sind unter anderem das Regierungsviertel mit der Villa Hammerschmidt, das Palais Schaumburg und das Rheinufer.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Zwölf und siebzehn waren Matthias Brandt und Pierre Guillaume im Jahr 1974, als Willy Brandt als Bundeskanzler zurücktreten musste, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sein engster Berater Günter Guillaume ein DDR Spion war. Fast 30 Jahre später bringt Doris Metz die beiden inzwischen erwachsenen Männer zum Sprechen, über ihre persönliche Wahrnehmung der öffentlichen Väter und vor allem ihren langen Weg der Emanzipation: Zwei Söhne in Deutschland, die durch die Geschichte dieses Landes zugleich verbunden und getrennt sind. Zwei Väter, die schattenhaft enigmatisch sind, und zugleich einen riesigen Schatten werfen, aus dem die Söhne heraustreten müssen.
Nach der filmischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der RAF wird hier ein weiteres Kapitel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts aufgeschlagen, das bis heute nachwirkt. Es geht um die universelle Auseinandersetzung von Söhnen mit ihren Vätern, ebenso wie um das spezifische Zeitgefühl in Deutschland nach der Wende. Als Spion war Günter Guillaume gezwungen, seine wahre Identität auch vor seinem Sohn zu verheimlichen. Überraschenderweise offenbart sich im Verlauf der Gespräche jedoch, dass auch der charismatische Politiker Brandt für seinen Sohn ein Rätsel geblieben ist.

Bonusmaterial

Bildergalerie, Entfallene Szenen, DVD-ROM-Teil mit Glossar


Produktinformation

  • Hersteller: good!movies
  • EAN: 4047179009386
  • Best.Nr.: 22912808
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 22. Juni 2007
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 16:9
  • Tonformat: HiFi Stereo
  • Gesamtlaufzeit: 91 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.11.2005

Die Tage des Nilpferds
Am Pool der Geschichte: "Schattenväter", eine Dokumentation über die Söhne von Willy Brandt und Günter Guillaume

Über Pierre Boom-Guillaume und Matthias Brandt gäbe es im Kino viel zu erzählen. Nicht, weil ihre Lebensläufe einander so ähnlich, sondern weil sie so verschieden sind. Pierre Boom ging nach der Enttarnung seines Vaters Günter Guillaume im Mai 1974 als Siebzehnjähriger nach Ost-Berlin. Dreizehn Jahre lang hält er das Leben unter der Aufsicht der Staatssicherheit aus, dann stellt er einen Ausreiseantrag. Zu diesem Zeitpunkt, 1988, hat Matthias, der Sohn des über die Guillaume-Affäre gestürzten deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt, gerade eine vielversprechende Schauspielerkarriere begonnen. Fünfzehn Jahre später spielt er in einem Fernsehfilm von Oliver Storz über die Kanzlerschaft seines Vaters dessen Widersacher, den DDR-Agenten Günter Guillaume. Pierre Boom schreibt zur gleichen Zeit an seinem Buch "Der fremde Vater", das im Frühjahr 2004 erscheint. So kreuzen sich ihre Biographien, ohne einander zu berühren. Eine Dokumentation, die sich auf die Dialektik von Fremdheit und Ähnlichkeit einließe, …

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Vor dreißig Jahren flog der enge Vertraute des Bundeskanzlers Günter Guillaume als ehemaliger DDR-Spion auf, und Willy Brandt musste seinen Rücktritt vom Kanzleramt einreichen. Die Söhne der beiden Staatsmänner, Matthias Brandt und Pierre Guillaume, waren damals 12 und 17 Jahre alt.

Sie verbrachten ihre Jugend in Bonn und wurden beide von den plötzlichen Ereignissen des 24. April 1974 stark geprägt. Die Dokumentation zeigt, wie es anschließend für beide weiterging, und wie sie es geschafft haben, aus dem Schatten ihrer Väter hervorzutreten.

Geprägtes Leben

Wie haben die politischen Karrieren ihrer Väter, Günter Guillaume und Willy Brandt, das Leben von Pierre Guillaume und Matthias Brandt geprägt - so lautet die Frage, die Filmemacherin Doris Metz in ihrer Dokumentation zu beantworten sucht. Schauplätze sind unter anderem das Regierungsviertel mit der Villa Hammerschmidt, das Palais Schaumburg und das Rheinufer.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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