Berlin, bleierne Stadt - Lutes, Jason

Jason Lutes 

Berlin, bleierne Stadt

Illustrator: Lutes, Jason
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Berlin, bleierne Stadt

Nach dem Erfolg des ersten Bandes BERLIN - STEINERNE STADT legt Jason Lutes nun die Fortsetzung der Geschichte um die junge Studentin Marthe Müller und den Journalisten Kurt Severing vor. Eindringlich, detailliert und historisch fundiert erzählt Lutes von den Ereignissen am Vorabend des Dritten Reiches. Die Kämpfe zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten werden heftiger, und die Stadt gleicht einem Pulverfass. Das Nachtleben Berlins bietet viele Möglichkeiten, die bittere Realität wenigstens zeitweise zu vergessen. Die amerikanische Jazzband Cocoa Kids wird für eine Weile einer der hellsten Sterne an Berlins Nachthimmel, doch die farbigen Musiker haben keinen leichten Stand.


Produktinformation

  • Verlag: Carlsen
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 214 S. SW-Comics.
  • Seitenzahl: 214
  • Carlsen graphic novel
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahre
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 148mm x 23mm
  • Gewicht: 306g
  • ISBN-13: 9783551766762
  • ISBN-10: 3551766762
  • Best.Nr.: 22501333

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Die hochgesteckten Erwartungen nach dem Auftaktband von Jason Lutes' Berlin-Trilogie erfüllt der vorliegende zweite Band laut Kai Schlieter leider nicht ganz. So begeistert, wie Schlieter den ersten Teil des Comics verschlungen hat, so erschöpft zeigt er sich am Ende dieser 214 Seiten, "ermüdet", schreibt er. Dabei scheint Schlieter das von Lutes in Szene gesetzte Motiv des Tanzes auf dem Vulkan zwischen dem Blutmai 1929 und den Wahlen 1930, Kommunistenkundgebungen, Nazi-Furor und Jazz inklusive, durchaus zu gefallen. Ebenso Lutes' Orientierung an Milieukennern wie Zille und Döblin. Ausschlaggebend für die Erschöpfung des Rezensenten ist die Art und Weise, wie Lutes sein schwarzweiß gezeichnetes kontrastvolles Berlin-Mosaik entwirft. Das Bilder-Stakkato nämlich ist allzu fordernd, lässt den Leser zu sehr allein mit seinen Vorstellungen, findet Schlieter. Holzschnittartige Figuren, mitunter leblos wirkende Handlungsverläufe, dann wieder unruhig und mit Details überladen. Eine Symphonie der Großstadt, denkt unser Rezensent wohl, aber ohne Dirigent.

© Perlentaucher Medien GmbH

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