Jahrtausende haben die Kulturen rings um das Mittelmeer ihre
Tempel, Theater und Städte mit dem Goldenen Schnitt geplant. Mit
ihm kann man auf geometrische Weise und durch bestimmte
Zahlenfolgen konstante Maßverhältnisse erzeugen. Anfangs wurden
diese Zahlen als göttliches Geschenk an die Menschen interpretiert.
Durch die griechischen Philosophen begann die rationale
Auseinandersetzung mit der Geometrie des Goldenen Schnitts und mit
seinen Zahlen. Gebilde mit seinen Proportionen galten als besonders
ästhetisch und spiegelten die Verwandtschaft des Menschen mit den
Göttern wider. Auch die gesamte Kunst gehorchte diesem Prinzip.
Nachfolgende Kulturen betrachten die griechisch-römische Kunst als
vollkommen und nahmen sie immer wieder zum Vorbild. Die moderne
Naturwissenschaft konnte schließlich zeigen, dass der Goldene
Schnitt auch in Biologie, Astronomie und Festkörperphysik als
natürliche Ordnung vorkommt. Das reichillustrierte Werk beschreibt
diese Aspekte; es eignet sich zur selbstständigen Lektüre für
neugierige Leser, die an Ordnung, Harmonie und Maß in der Welt
interessiert sind.