Das alte Pfarrhaus - Hawthorne, Nathaniel

Nathaniel Hawthorne 

Das alte Pfarrhaus

Übersetzt und mit einem Nachwort von Karl-Heinz Ott
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Das alte Pfarrhaus

Nathaniel Hawthorne schrieb diesen Text ursprünglich als Vorwort für einen Band mit Erzählungen. Autobiographische Gedankenreise und beeindruckende Landschaftsbeschreibungen gehen in dem virtuosen und erstaunlich modern anmutenden Erzählessay Hand in Hand. Eine bemerkenswerte literarische Wiederentdeckung, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Karl-Heinz Ott.


Produktinformation

  • Abmessung: 193mm x 123mm x 12mm
  • Gewicht: 150g
  • ISBN-13: 9783455403190
  • ISBN-10: 3455403190
  • Best.Nr.: 32534324

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Höchst beschwingt und tief bewegt bespricht der bekannte Anglist Werner von Koppenfels zwei kleine Neuübersetzungen von Texten Hawthornes, die an ganz unterschiedlichen Stellen herauskommen und doch zusammenzugehören scheinen. Überdies sind beide gut übersetzt und kundig eingeführt, versichert der Rezensent. Das eine ist das bei Hoffmann und Campe erschienene "Alte Pfarrhaus" eine dichte Skizeze über ein Pfarrhaus in der Nähe Bostons, in dem einst die großen Emersons wohnten und das für Hawthorne für drei Jahre Domizil war. Die ganze große frühe amerikanische Literatur ist präsent, Thoreau, Emerson und Melville - und auch der amerikanische Bürgerkrieg. Das andere Buch ist "Zwanzig Tage mit Julian und Little Bunny", ebenfalls eine laut Koppenfels höchst dicht gestrickte, stille und präzise Idylle, ein Tagebuch von drei Wochen, die Hawthorne mit seinem Sohn Julian und dessen Kaninchen und übrigens ab und an auch Melville verbrachte, während der Rest der Familie auf Reisen war. In den USA hat Paul Auster dieses Buch wiederentdeckt. Beide Bücher legt Koppenfels uns als "Überraschungsgeschenke" ans Herz.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.05.2011

Paradiesäpfel aus Neuengland

Zwei kleine amerikanische Schätze sind nun auch bei uns gehoben: Der große Nathaniel Hawthorne stöbert im puritanischen Pfarrhaus und übt sich als alleinerziehender Vater.

Von Werner von Koppenfels

Doch, es gibt sie noch, die etwas anderen Bücher, die sich leise an ihre Leser heranpirschen, um ihnen ein paar Stunden ungetrübten Lektüreglücks zu schenken. In dieser Saison gelingt dies beispielsweise dem als Melancholiker der menschlichen Abgründe verdächtigen Nathaniel Hawthorne gleich mit zwei sehr schlanken, höchst humanen, dabei recht unterschiedlichen Texten. Es sind späte, gut übersetzte und liebevoll eingeführte Überraschungsgeschenke vom Autor des "Scharlachroten Buchstabens" an die deutschen Leser.

Sie entstanden um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, in jener heroischen Jugendzeit der amerikanischen Literatur, als sich in Boston und Umgebung die schöpferischen Geister des neuen Aufbruchs in loser Formation zusammenfanden: darunter Emerson und Thoreau, Hawthorne und Melville. Es sind kostbare Bruchstücke einer Autobiographie, die freilich mehr von Eigensinn als von Gruppengeist …

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Nathaniel Hawthorne (1804-1864) stammte aus einer puritanischen Neuengland-Familie. Er war Journalist, arbeitete als Zollinspektor und wurde Konsul in Liverpool. Nach einer mehrjährigen Europa-Reise in die Heimat zurückgekehrt, starb er, erschüttert über den amerikanischen Bürgerkrieg. Hawthorne gilt als Begründer des psychologischen Romans in den USA.

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