Totenbuch / Kay-Scarpetta-Roman Bd.15 - Cornwell, Patricia

Patricia Cornwell 

Totenbuch / Kay-Scarpetta-Roman Bd.15

Ausgezeichnet mit dem Crime Thriller of the Year 2008

Aus d. Amerikan. v. Karin Dufner
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Produktbeschreibung zu Totenbuch / Kay-Scarpetta-Roman Bd.15

"Patricia Cornwell versetzt uns mit ihrer Kultfigur Kay Scarpetta immer wieder in Entsetzen und hypnotische Spannung." -- Cosmopolitan

"Der Roman gehört zu den mit Abstand besten der Scarpetta-Reihe." -- Lübecker Nachrichten

Scarpettas bisher bedrohlichster Fall: Der Sandmann, ein grausamer Killer, geht um

Die 16-jährige Drew Martin, Shooting-Star am Tennishimmel, fällt in Rom einem abscheulichen Verbrechen zum Opfer. Nachdem er sie grausam gefoltert hat, füllt der Mörder Drews leere Augenhöhlen mit Sand, bevor er ihre Lider für immer verschließt. Die italienischen Carabinieri sind überfordert und bitten Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta um Hilfe. Der Sandmann kommt aus den USA. Und der Tennisstar ist nicht sein letztes Opfer ...

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 508 S.
  • Seitenzahl: 512
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46101
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 119mm x 35mm
  • Gewicht: 415g
  • ISBN-13: 9783442461011
  • ISBN-10: 3442461014
  • Best.Nr.: 26256800
"Patricia Cornwell versetzt uns mit ihrer Kultfigur Kay Scarpetta immer wieder in Entsetzen und hypnotische Spannung." Cosmopolitan

"Der Roman gehört zu den mit Abstand besten der Scarpetta-Reihe."
Patricia Cornwell, geboren 1956 in Miami, arbeitete als Gerichtsreporterin und Computerspezialistin in der forensischen Medizin, bevor sie mit ihren Thrillern um Kay Scarpetta internationale Erfolge feierte und mit hohen literarischen Auszeichnungen bedacht wurde. Die Autorin lebt derzeit in New York und Florida.

Leseprobe zu "Totenbuch / Kay-Scarpetta-Roman Bd.15"

Rom

Wasser plätschert. Eine Wanne aus grauen Mosaikfliesen, tief im Terrakottaboden versenkt.

Langsam rinnt das Wasser aus dem alten Messinghahn; durch ein Fenster dringt Dunkelheit herein. Auf der anderen Seite der schmutzigen Glasscheibe liegen die piazza, der Brunnen, die Nacht.

Reglos sitzt sie im Wasser. Das Wasser ist sehr kalt, Eiswürfel schwimmen darin. Inzwischen ist ihr Blick stumpf. Fast alles Leben scheint aus ihren Augen gewichen. Anfangs waren ihre Augen noch wie Hände, die sich ihm entgegenstreckten und ihn um Gnade anflehten. Nun aber haben sie einen schmutzig-trüben Blauton angenommen. Was einst in ihnen gewesen war, ist nahezu verschwunden. Bald wird sie eingeschlafen sein.

"Hier." Er reicht ihr einen Cognacschwenker aus mundgeblasenem Muranoglas. Wodka.

Ihn faszinieren die Teile ihres Körpers, die noch nie die Sonne gesehen haben. Sie sind bleich wie Kalkstein. Er dreht den Hahn fast ganz zu, aus dem Rinnsal werden einzelne Tropfen, und beobachtet, wie ihr Atem immer schneller geht und ihre Zähne klappern. Ihre hellen Brüste, zart wie weiße Blüten, treiben dicht unter der Wasseroberfläche. Ihre von der Kälte steifen Brustwarzen sind feste, rosige Knospen. Er muss an die Bleistifte mit dem rosafarbenen Radiergummistummel denken, die er als Schüler abgekaut hat. Seinem Vater - und manchmal auch seiner Mutter - erklärte er, er brauche keine Radiergummis, er mache sowieso keine Fehler.

Aber in Wahrheit kaute er nun mal gern drauf herum. Dagegen war er einfach machtlos.

"Du wirst dich an meinen Namen erinnern", sagt er zu ihr.

"Nein, bestimmt nicht", erwidert sie. "Ich kann ihn wieder vergessen." Ihre Zähne klappern.

Er weiß, warum sie das sagt. Wenn sie seinen Namen vergisst, könnte er vielleicht ihr Schicksal neu überdenken wie in einem Schlachtplan, der an eine veränderte Lage angepasst werden muss.

"Wie heiße ich?", fragt er. "Sag mir meinen Namen."

"Ich kann mich nicht erinnern." Sie zittert und schluchzt.

"Sag ihn mir", herrscht er sie an und betrachtet dabei ihre sonnengebräunten, von Gänsehaut bedeckten Arme mit den blonden aufgestellten Härchen, ihre jungen Brüste und die dunkle Stelle im Wasser zwischen ihren Beinen.

"Will."

"Und wie weiter?" "Rambo."

"Du findest diesen Namen komisch", sagt er und lässt sich nackt auf dem Toilettensitz nieder. Sie schüttelt heftig den Kopf.

Lügnerin. Sie hat sich über ihn lustig gemacht, als er ihr seinen Namen sagte, und gelacht, das sei doch ein erfundener Name, ein Name aus einem Film. Nein, sagte er, der Name ist schwedisch. Unsinn, das ist kein schwedischer Name. Doch, es ist ein schwedischer Name. Oder woher soll er denn sonst stammen? Es gibt diesen Namen wirklich. Na klar, so wie Rocky. Sie kicherte. Schau doch im Internet nach, den Namen gibt es wirklich. Es gefiel ihm nicht, sich wegen seines Namens rechtfertigen zu müssen. Das war vor zwei Tagen. Er hat es ihr zwar nicht übel genommen, es sich jedoch gemerkt. Aber er verzeiht ihr. Schließlich leidet sie sehr. Ihr Leid ist geradezu unerträglich.

"Meinen Namen zu kennen ist wie ein Echo", sagt er. "Eigentlich spielt er keine Rolle. Er ist nur ein Geräusch, das ausgesprochen wird."

"Ich würde ihn niemals aussprechen." Panik.

Ihre Lippen und ihre Nägel sind blau, und sie zittert am ganzen Leib. Sie starrt ihn an. Er fordert sie auf, noch mehr zu trinken. Sie wagt nicht, sich zu weigern. Sie weiß genau, was ihr blüht, wenn sie auch nur im Ansatz Widerstand leistet. Ein kleiner Schrei genügt, das ist ihr klar. Ruhig sitzt er auf der Toilette, die Beine gespreizt, damit sie sieht, wie erregt er ist, und sich davor fürchtet. Inzwischen fleht sie ihn nicht mehr an, doch mit ihr zu machen, was er will, falls das der Grund sein sollte, warum er sie gefangen hält. Sie hat es aufgegeben, denn sie weiß, was geschieht, wenn sie ihn beleidigt, indem sie auch nur andeutet, dass er überhaupt etwas von ihr wollen könnte. Und nicht sie es will und sich ihm bereitwillig hingibt.

"Du weißt, ich habe dich nur freundlich gebeten", sagt er.

"Ich weiß nicht." Ihre Zähne klappern.

"Du weißt es sehr gut. Ich habe dich gebeten, dich bei mir zu bedanken. Mehr verlange ich nicht, und ich war nett zu dir. Ich habe dich ganz freundlich gefragt, aber du wolltest es ja so. Du hast mich dazu gezwungen. Siehst du" - er steht auf und betrachtet seine Nacktheit im Spiegel über dem glatten Waschbecken aus Marmor -, "ich muss es tun, weil du so leidest. Eigentlich will ich das ja gar nicht. Du hast mir wehgetan. Ist dir klar, wie sehr es mich quält, von dir dazu gezwungen zu werden?", sagt sein nacktes Spiegelbild.

Sie sagt, sie habe verstanden. Ihre Augen irren durch den Raum wie fliegende Glasscherben, als er den Werkzeugkasten öffnet und ihr Blick auf die Teppichcutter, Messer und Sägen fällt. Er nimmt einen kleinen Beutel mit Sand heraus und stellt ihn auf den Waschbeckenrand. Es folgen einige Ampullen mit lavendelfarbenem Klebstoff.

"Ich mache alles, was du willst. Du kannst von mir haben, was du willst." Jetzt fängt sie schon wieder damit an.

Sie kann es einfach nicht lassen, obwohl er es ihr streng verboten hat.

Als seine Hände ins Wasser tauchen, spürt er die beißende Kälte. Er packt ihre nassen, sonnengebräunten Knöchel, reißt sie hoch und umklammert ihre kalten weißen Füße. Dabei spürt er, wie sich vor Angst ihre Muskeln verkrampfen. Als er sie so ein bisschen länger festhält als beim letzten Mal, sträubt sie sich und rudert wild mit den Armen. Das eisige Wasser spritzt umher. Schließlich lässt er los. Sie hustet, schnappt gierig nach Luft, wimmert leise. Aber sie beschwert sich nicht. Sie hat gelernt, sich nicht zu beschweren - es hat eine Zeitlang gedauert, aber sie hat es gelernt. Das war nur zu ihrem Besten, denn nun ist sie dankbar dafür, ein Opfer zu bringen, das sein Leben - nicht ihres, seines - verändern wird. Wenn auch nicht zum Guten. Aber er hatte ja nie ein gutes Leben. Wird auch nie eines haben. Sie sollte sich über dieses Geschenk freuen.

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Kundenbewertungen zu "Totenbuch / Kay-Scarpetta-Roman Bd.15"

Durchschnittliche Kundenbewertung 2.9 von 5 Sterne bei 10 Bewertungen ***** gut
(aus 10 Bewertungen)
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Bewertung von drachenfutter am 10.08.2010 ***** schlecht
verwirrende, langatmige handlung und die spannung bleibt aus. dies wird eins der wenigen bücher sein, welches ich mit sicherheit nicht noch einmal lese. bin von den kay-scarpetta-romanen besseres gewöhnt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Canis am 09.08.2010 ***** ausgezeichnet
Dieser Roman ist wie jeder andere Roman von Patricia Cornwell mit viel Spannung bestückt.
Man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, sondern muss immer zu weiter lesen!

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 12.07.2010 ***** gut
Der Sandmann, ein grausamer Killer, geht um
Die 16-jährige Drew Martin, Shooting-Star am Tennishimmel, fällt in Rom einem abscheulichen Verbrechen zum Opfer. Nachdem er sie grausam gefoltert hat, füllt der Mörder Drews leere Augenhöhlen mit Sand, bevor er ihre Lider für immer verschließt. Die italienischen Carabinieri sind überfordert und bitten Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta um Hilfe. Der Sandmann kommt aus den USA. Und der Tennisstar ist nicht sein letztes Opfer

Wieder ein spannender Fall für Kay Scarpetta, bei dem das Totenbuch eine wichtige Rolle spielt.
Auch Pete Marino hat in diesem Fall eine entscheidende Rolle.
Spannend bis zum Schluss, wobei am Ende doch noch etwas offenbleibt (obwohl der Fall selbst geklärt ist)

Reihenfolge derKay-Scarpetta-Romane

1. Ein Fall für Kay Scarpetta
2. Ein Mord für Kay Scarpetta
3. Das fünfte Paar (Herzbube)
4. Vergebliche Entwarnung / Phantom
5. Body Farm
6. Die Tote ohne Namen
7. Trübe Wasser sind kalt
8. Der Keim des Verderbens
9. Brandherd
10. Blinder Passagier
11. Das letzte Revier rezension
12. Die Dämonen ruhen nicht
13. Staub
14. Defekt
15. Totenbuch Rezension
16. Scarpetta

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 12.07.2010 ***** gut
Der Sandmann, ein grausamer Killer, geht um
Die 16-jährige Drew Martin, Shooting-Star am Tennishimmel, fällt in Rom einem abscheulichen Verbrechen zum Opfer. Nachdem er sie grausam gefoltert hat, füllt der Mörder Drews leere Augenhöhlen mit Sand, bevor er ihre Lider für immer verschließt. Die italienischen Carabinieri sind überfordert und bitten Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta um Hilfe. Der Sandmann kommt aus den USA. Und der Tennisstar ist nicht sein letztes Opfer

Wieder ein spannender Fall für Kay Scarpetta, bei dem das Totenbuch eine wichtige Rolle spielt.
Auch Pete Marino hat in diesem Fall eine entscheidende Rolle.
Spannend bis zum Schluss, wobei am Ende doch noch etwas offenbleibt (obwohl der Fall selbst geklärt ist)

Reihenfolge derKay-Scarpetta-Romane

1. Ein Fall für Kay Scarpetta
2. Ein Mord für Kay Scarpetta
3. Das fünfte Paar (Herzbube)
4. Vergebliche Entwarnung / Phantom
5. Body Farm
6. Die Tote ohne Namen
7. Trübe Wasser sind kalt
8. Der Keim des Verderbens
9. Brandherd
10. Blinder Passagier
11. Das letzte Revier rezension
12. Die Dämonen ruhen nicht
13. Staub
14. Defekt
15. Totenbuch Rezension
16. Scarpetta

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Bewertung von hobben am 06.02.2010 ***** schlecht
Leider ist dieses Buch meilenweit von einem Thriller entfernt. Die Handlung ist teilweise verwirrend und auf die Spannung wartet man leider bis zum Schluß vergeblich. Die Figuren bleiben blass und ich musste mich regelrecht zwingen, das Buch zu Ende zu lesen.

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Bewertung von schildi aus Augsburg am 16.10.2009 ***** weniger gut
Ich bin eigentlich ein Fan von Kay Scarpetta und habe die Bücher bis jetzt immer verschlungen, aber bei diesem Band bin ich desöfteren hängen geblieben. Es ging mehr um die Beziehungen und die persönlichen Probleme der Personen als dass es ein Thriller oder Krimi ist. Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie ausgerechnet dieses Buch einen Preis bekommen hat, weil die Handlung und die Spannung sehr flach sind und das lesen deswegen nur zäh voran geht. Irgendwie wird man bei dem Buch eher depressiv, als dass sich Spannung aufbaut und man unbedingt weiter lesen möchte. Ich hoffe das nächste Buch wird wieder besser.

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Bewertung von Koppenhöfer aus Schifferstadt am 09.05.2008 ***** gut
Es gibt definitiv bessere Kay Scarpetta Bände, aber wer die Reihe vom Anfang an mitgelesen hat . der sollte sich auch dieses Buch nicht entgehen lassen....
Wie es mit Pete Marino weitergeht bleibt total offen und auch die Beziehung Kay und Benton wird immer verworrener ..... Fakt ist es wird wohl noch einen Teil von Kay Scarpetta geben - und den kauf ich mir natürlich auch wieder.

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Bewertung von Janina aus Iserlohn am 24.03.2008 ***** weniger gut
Leider hat mich dieses Buch ein wenig enttäuscht. Die letzten Bücher waren immer super, nur in diesem fehlt so richtig der Grund und die Handlung.
Werde Sie aber trotzdem weiterlesen :-)

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 30.11.2007 ***** sehr gut
Wie immer gut, allerdings meiner Meinung nach doch nicht ganz so spannend wie die letzten Bände der Reihe. Es hätte irgendwie etwas "mehr" sein können. Nichts desto trotz warte ich gespannt auf den nächsten. ;)

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Bewertung von S.B. aus Berlin am 27.11.2007 ***** ausgezeichnet
War wieder ein Genuss mit Kay Scarpetta. Das Ende um Pete Marino bleibt offen, macht neugierig auf den nächsten Band.

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