Lasst Knochen sprechen / Tempe Brennan Bd.3 - Reichs, Kathy

Kathy Reichs 

Lasst Knochen sprechen / Tempe Brennan Bd.3

Roman

Übersetzung: Berr, Klaus
Broschiertes Buch
 
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Lasst Knochen sprechen / Tempe Brennan Bd.3

Die erfolgreichste Forensikerin der Welt

Ein ermordetes Mädchen, die Überreste zweier Motorradfahrer und der ausgegrabene Schädel einer jungen Frau - damit hat die forensische Anthropologin Tempe Brennan im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Doch als sie einen brisanten Zusammenhang zwischen den Toten und zwei verfeindeten Motorrad-Banden erahnt, gerät nicht nur Tempe in Lebensgefahr. Leider entwickelt auch ihr Neffe Kit ein verhängnisvolles Faible für Motorräder ...


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 352 S. 187 mm
  • Seitenzahl: 345
  • Heyne Bücher Nr.43657
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 116mm x 30mm
  • Gewicht: 290g
  • ISBN-13: 9783453436572
  • ISBN-10: 3453436571
  • Best.Nr.: 34504672
Zwei Leichen in Dutzenden Plastiksäcken
Kathy Reichs ist das außergewöhnliche Kunststück gelungen, mit ihren Thrillern eine Kultfigur zu schaffen, deren hauptsächliche Tätigkeit äußerst unappetitlich ist: Dr. Temperance Brennan ist - wie die Autorin übrigens auch - forensische Anthropologin. Als solche ist ihre Aufgabe, Leichen oder auch Leichenteile zu identifizieren. In den meisten Fällen belässt es Dr. Brennan jedoch nicht bei postmortalen Röntgenaufnahmen oder DNS-Analysen, sondern schaltet sich - wie in den Siebzigerjahren der legendäre Gerichtsmediziner Quincy in der gleichnamigen TV-Serie - gerne in die Ermittlungen ein. Geleitet wird sie dabei von ihrem inneren Gerechtigkeitskompass.
Bikerkrieg in Montreal
In Montreal ist ein Bikerkrieg ausgebrochen. Rivalisierende Motorradgangs - von den Hell´s Angels über die Bandidos bis zu den Heathens - tragen einen blutigen Kampf aus um die Hoheit und den Drogenhandel in der kanadischen Metropole. Tempe Brennan wird zu diesem Fall hinzugezogen, weil zwei Biker bei einer Explosion ums Leben gekommen sind und in Dutzenden kleinen Plastiksäcken in der Gerichtsmedizin angeliefert werden. Normalerweise kein Fall, bei dem Brennans Gerechtigkeitskompass ausschlagen würde. Doch bei einem neuerlichen Anschlag wird auch ein neunjähriges Mädchen unschuldig getötet. Neben einer Spezialeinheit ermittelt jetzt auch Tempe Brennan. Gemeinsam mit dem Leser wird sie in der Welt der Biker gezogen, lernt ihre Rituale kennen und die Gangs zu unterscheiden. Wer für den Tod der kleinen Emily verantwortlich ist, bekommt Brennan zunächst nicht heraus. Es gibt immer neue Opfer. Die Geschichte droht zu eskalieren, als sich Tempes 19-jähriger motorradverrückter Neffe Kit, der gerade in Montreal seine Tante besucht, mit einer Motorradgang einlässt.
Temporeicher Thriller auf gewohnt hohem Niveau
Auch mit Lasst Knochen sprechen gelingt Kathy Reichs ein dichter, temporeicher Thriller, in dem der Leser nicht nur den verzwickten Ermittlungssträngen folgen muss, sondern gleichzeitig auch - wie immer bei der akribisch recherchierenden und erzählenden Kathy Reichs - jede Menge über forensische Anthropologie und die Welt der Motorradgangs lernt. Ein Spannungserlebnis auf gewohnt hohem Niveau. (al/Andre Lorenz. Medien)
Kathy Reichs, geboren in Chicago, ist Professorin für Soziologie und Anthropologie und unter anderem als forensische Anthropologin für das gerichtsmedizinische Institut der Provinz Quebec tätig. Romanveröffentlichungen. Die Autorin lebt in Charlotte und Montreal.

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Ihr Name war Emily Anne. Sie war neun Jahre alt, hatte schwarze Locken, lange Wimpern und eine karamellfarbene Haut. Ihre Ohren waren von winzigen goldenen Ringen durchlöchert. Ihre Stirn war durchlöchert von zwei Kugeln aus einer Cobray 9-mm-Halbautomatik.
Es war Samstag, und ich arbeitete, weil mein Chef, Pierre LaManche, mich extra darum gebeten hatte. Seit vier Stunden stand ich im Labor und sortierte Gewebefetzen, als die Tür des großen Autopsiesaals aufging und Sergeant-Detective Luc Claudel hereinmarschiert kam. Claudel und ich hatten schon öfter zusammengearbeitet, und obwohl er mich inzwischen tolerierte, ja vielleicht sogar schätzte, war das an seiner barschen Art nicht zu erkennen.
»Wo ist LaManche?«, fragte er, warf einen kurzen Blick auf den Untersuchungstisch vor mir und wandte sich dann schnell wieder ab.
Ich sagte nichts. Wenn Claudel schlechte Laune hatte, ignorierte ich ihn einfach.
»Ist Dr. LaManche schon angekommen?« Der Detective vermied es, meine schmierigen Handschuhe anzusehen.
»Heute ist Samstag, Monsieur Claudel. Er arbeitet ni-« In diesem Augenblick streckte Michel Charbonneau den Kopf zur Tür herein. Durch den Spalt konnte ich das Surren und Scheppern der elektrischen Tür im hinteren Teil des Gebäudes hören.
»Le cadavre est arrivé«, sagte Charbonneau zu seinem Partner.
Cadavre? Was für eine Leiche? Was hatten zwei Detectives der Mordkommission an einem Samstagnachmittag im Leichenschauhaus zu suchen? Charbonneau begrüßte mich auf Englisch. Er war ein großer Mann mit stacheligen Haaren, die ein bisschen an einen Igel erinnerten.
»Hey, Doc.« »Was ist denn los?«, fragte ich, pulte die Handschuhe herunter und zog mir die Maske vom Gesicht.
Claudel antwortete mit angespanntem Gesicht und Augen, die im grellen Neonlicht freudlos wirkten.
»Dr. LaManche wird gleich hier sein. Er kann es Ihnen erklären.«
Schon jetzt glitzerte Schweiß auf seiner Stirn, und sein Mund war zu einer schmalen Linie zusammengekniffen. Claudel hasste Autopsien, und er mied das Leichenschauhaus, wann immer es ging. Ohne ein weiteres Wort zog er die Tür ganz auf und schob sich an seinem Partner vorbei. Charbonneau sah ihm nach und wandte sich dann wieder mir zu.
»Das ist schwer für ihn. Er hat Kinder.«
»Kinder?« Ich spürte etwas Kaltes in meiner Brust.
»Die Heathens haben heute Morgen zugeschlagen. Schon mal was von Richard Marcotte gehört?«
Der Name kam mir irgendwie bekannt vor.
»Vielleicht kennen Sie ihn als Araignée. Spinne.« Er bewegte die Finger wie Spinnenbeine. »Klasse Kerl. Und ein gewählter Offizieller der Outlaw Biker, der kriminellen Motorradbanden. Die Spinne ist der Spieß der Vipers, aber heute hatte er einen wirklich schlechten Tag. Als er am Morgen auf dem Weg zum Fitness-Center war, haben die Heathens aus einem fahrenden Auto heraus auf ihn geschossen. Seine werte Begleiterin konnte sich mit einem Sprung in einen Fliederbusch gerade noch retten.«
Charbonneau fuhr sich durch die Haare und schluckte. Ich wartete.
»Dabei wurde allerdings ein Kind getötet.«
»O Gott.« Meine Finger umklammerten die Handschuhe.
»Ein kleines Mädchen. Man brachte die Kleine ins Kinderkrankenhaus von Montreal, aber sie kam nicht durch. Sie ist jetzt unterwegs hierher. Marcotte war bereits tot, als er im Krankenhaus eintraf. Er liegt da draußen.«
»LaManche kommt?«
Charbonneau nickte. Die fünf Pathologen im Labor wechseln sich mit der Rufbereitschaft ab. Es kommt zwar selten vor, wenn aber einmal eine Autopsie außerhalb der regulären Dienststunden für notwendig erachtet wird, dann ist immer jemand verfügbar. An diesem Tag war LaManche an der Reihe. Ein Kind. Ich spürte ein vertrautes Gefühl in mir aufsteigen und musste hier raus. Auf meiner Uhr war es zwölf Uhr vierzig. Ich riss mir die Plastikschürze herunter, knüllte sie mit der Maske und den Handschuhen zusammen und warf alles in den Behälter für biologischen Abfall. Dann wusch ich mir die Hände und fuhr mit dem Aufzug in den zwölften Stock.

Kundenbewertungen zu "Lasst Knochen sprechen / Tempe Brennan Bd.3"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.4 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Steffi von http://meinelesewelt.blogspot.com/ aus bei Trier am 22.02.2012 ***** gut
Dies ist mein erstes Buch von Kathy Reichs. Auch wenn es nicht das erste Buch der Reihe ist. Dies ist der 3. Teil von bisher 13 erschienen Teilen.
Mir hat das Buch im großen und ganzen ganz gut gefallen.
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich gerne die Hunter Reihe von Beckett gelesen habe und mich für Bücher über forensische Anthropologie interessiere. Die Geschichte gefiel mir recht gut, ich hatte allerdings Probleme mir die ganzen Namen zu merken und auch einzuprägen, die französischen, kursiv geschriebenen Sätze haben mich auch ein wenig gestört. Allerdings muss ich dazu sagen, das ich nur noch ganz wenige Französisch Kenntnisse habe. Was mich allerdings mehr störte waren die Längen und das die Geschichte lange brauchte bis sie in Fahrt kam.Auch fand ich die ganzen Einzelheiten zu den Motorrädern, Gängs stellenweise etwas zu langweilig.
Aber durch die sehr ausführlichen Erzählungen über die Arbeit von Tempe, konnte das Buch bei mir die Minuspunkte wieder wett machen und vergebe nun 3,5 Punkte für das Buch. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher aus der Reihe lesen, aber mir besser den Klappentext durchlesen.

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Bewertung von sabine aus berlin am 12.04.2011 ***** ausgezeichnet
kathy reichs macht süchtig!!!! ihre geschichten sind spannend und das ende ist meist eine überraschung und mit jedem teil werden einem die figuren vertrauter und man fiebert immer mehr mit ihnen mit. man muss schon den nächsten band lesen, weil man umbedingt wissen möchte wie es denn privat mit tempe und ihren kollegen weiter geht. wer erst einmal angefangen hat, kommt von ihr nicht mehr los!!!!

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Bewertung von Jule aus Halle am 21.05.2010 ***** sehr gut
In ihrem Autopsiesaal hat Temperance Brennan wieder alle Hände voll zu tun. Die Überreste zweier Motorradfahrer und die Leiche eines Mädchens beanspruchen ihre Aufmerksamkeit. Doch als die forensische Anthropologin Tempe einen Zusammenhang zwischen den Toten erkennt, gerät sie in Lebensgefahr. Zwei Motorradbanden führen Krieg und Tempes Neffe Kit wirde ausgerechnet jetzt in diese Szene hineingezogen.
Spannung ohne Ende verspricht "Lasst Knochen sprechen" (Krimi) von Kathy Reichs. Die Geschichte ist wahnsinnig gut konstruiert, die Konstellation der Figuren wohl überlegt und fein ausgearbeitet. Ein absolutes Muss für jeden Kathy Reichs Fan und für jeden, der sich für Forensik interessiert. Sehr empfehlenswert!

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Bewertung von R.Blankenberger aus Dessau am 07.01.2007 ***** sehr gut
Wieder ein sehr gutes Buch von Kathy Reichs. da hat man gleich wieder appetit auf den nächsten krimi bekommen.

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Bewertung von Andrea F. aus Kiel am 11.06.2006 ***** ausgezeichnet
Auch ich konnte dieses Buch von Kathy Reichs nicht aus der Hand legen. Das Ende ist zwar wie immer am spannensten, aber ich habe das ganze Buch mit Freude gelesen. Ich empfehle es auf jeden Fall alle Kathy Reichs Fans weiter!!

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Bewertung von Ingrid Noack aus Berlin am 07.03.2004 ***** sehr gut
Wieder ein gelungenes Werk von Kathy Reichs. Diesmal ein bischen zu viel Szene- und Ortsbeschreibungen, aber gute Handlung. Frau Reichs versteht es, Appetit auf das nächste Buch zu machen.

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Bewertung von Stefanie Klett aus VS-Schwenningen am 28.04.2003 ***** ausgezeichnet
Ich habe diese Buch gelesen und ich bin von Kathy Reichs begeistert. Ihr Schreibstil und die Art wie sie alles beschreibt ist wunderbar. Nach wenigen Tagen hatte ich schon die Hälfte gelesen. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch!

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Bewertung von Reisner Christa aus 85293 Lausham am 13.02.2003 ***** ausgezeichnet
Bisher kann ich nur eine Zwischenbilanz abgeben,
aber das was ich bisher gelesen habe von diesem
Buch ist außerordentlich spannend und schwer aus der Hand zu legen. Wie fast alle Ihre Bücher.

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