Fußball als Paradoxon der Moderne - Müller, Marion

Marion Müller 

Fußball als Paradoxon der Moderne

Zur Bedeutung ethnischer, nationaler und geschlechtlicher Differenzen im Profifußball. Diss.

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Produktbeschreibung zu Fußball als Paradoxon der Moderne

Warum stört sich beim Fußball eigentlich niemand daran, wenn Franz Beckenbauer über die ?angeborene Geschmeidigkeit der Afrikaner? sinniert? Warum finden wir die Existenz von Ausländerregelungen in der Bundesliga so selbstverständlich? Und weshalb ist die Vorstellung so abwegig, dass Frauen und Männer gemeinsam Fußball spielen?
In jedem anderen Funktionssystem wären derartige partikularistische Diskriminierungen hochgradig legitimationspflichtig. Nur im Fußball bzw. im Sport werden nationale, ethnische sowie geschlechtliche Zuschreibungen unhinterfragt akzeptiert. Wieso aber gelten Ausländerbeschränkungen und Geschlechtersegregation nicht als Widerspruch zum sportlichen Leistungsprinzip und dem Inklusionspostulat funktional differenzierter Gesellschaften?
Diese Fragen werden in der vorliegenden Arbeit anhand einer historischen Analyse des Fußballsports und ethnografischer Untersuchungen in drei Bundesligaklubs beantwortet.

Produktinformation


  • Verlag: Vs Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 344 S. m. 34 Abb.
  • Seitenzahl: 344
  • Best.Nr. des Verlages: 85038850
  • Deutsch
  • Abmessung: 244mm x 172mm x 19mm
  • Gewicht: 595g
  • ISBN-13: 9783531166087
  • ISBN-10: 3531166085
  • Best.Nr.: 25834484

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Jürgen Kaube scheint die Lektüre richtig Spaß gemacht zu haben. Gelernt hat er auch eine Menge. Über chauvinistische Trainer und Sportler in der Umkleidekabine, und vor allem über ethnische und geschlechtliche Aspekte im Profifußball. Nach einer historischen Einführung geht es ans Leder. Durch die waghalsigen Feldstudien der Soziologin Marion Müller erfährt Kaube Unsägliches aus dem Innern der Mannschaftsräume. Widrige Rechercheumstände und die Ausdauer der Autorin lassen Kaube diese Dissertation empfehlenswert erscheinen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.08.2009

Soziologie in der Umkleidekabine

"Meine Herren, wir sind hier nicht bei der SPD, im Fußball spielen nur die Besten", meinte einst Otto Rehhagel. Jetzt liegt eine erste Feldforschung dieser Besten und ihrer Einstellung zur Welt der Leibesübungen vor.

Im Fußball war und ist es möglich: Ausländerregelungen, nationale Emphasen, selbst im Vereinsfußball, völkerkundliche Vokabulare ("südamerikanische Geschmeidigkeit", "deutsche Tugenden" in der Spielzerstörung, "angeborene Verspieltheit" der Afrikaner), sogar landsmannschaftliche Vereine ("Türkiyemspor Berlin"). Die Soziologin Marion Müller geht der Frage nach, warum ausgerechnet hier, im Sport, solche ethnischen Gesichtspunkte so aufdringlich sind. Und geschlechtliche.

Bis in die siebziger Jahre hinein war Frauenfußball innerhalb der Verbände untersagt, obwohl es ihn zu Beginn der Fußballgeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert schon einmal gegeben hatte. Nirgendwo anders werden in der modernen Gesellschaft Geschlechtertrennungen so rigide durchgeführt wie im Sport. Ab der C-Jugend spielen Buben und Mädchen in verschiedenen Ligen. Auch symbolisch: Als die DFB-Auswahl der Männer …

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"Dieses Buch ist auch etwas für 'Otto-normal-Fans' oder Einsteiger in die Materie Fußball. Das Werk hilft die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können. Marion Müllers Buch über die 'Paradoxe Fußballwelt' ist absolut empfehlenswert. Dieses Buch gehört definitiv in jedes gut sortierte Bücherregal zum Thema 'Fußball ist unser Leben'." (Kulturmagazin Kulan, 7-2009)

"Der Autorin gelingen interessante Einblicke in Sicht- und Verhaltensweisen im Profifußball, die Widersprüche zu gesellschaftlichen Werten zeigen [...]." ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 3-2011 "Marion Müller [die Autorin] ist mit ihrer Arbeit [...] eine überzeugende Kombination systemtheoretischer Überlegungen und forschungspraktischer Umsetzung gelungen. Die Arbeit ist äußerst transparent aufgebaut und reflektiert geschrieben." Sport und Gesellschaft, 3-2010 "Dieses Buch ist keine wissenschaftlich schwere Kost. Im Gegenteil: es ist klar verständlich und leseleicht. Das Werk hilft, die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können." Ibbenbürener Volkszeitung, 05.08.2010 "Dieses Buch ist auch etwas für 'Otto-normal-Fans' oder Einsteiger in die Materie Fußball. Das Werk hilft die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können. Marion Müllers Buch über die 'Paradoxe Fußballwelt' ist absolut empfehlenswert. Dieses Buch gehört definitiv in jedes gut sortierte Bücherregal zum Thema 'Fußball ist unser Leben'." Kulturmagazin Kulan, 7-2009

"Der Autorin gelingen interessante Einblicke in Sicht- und Verhaltensweisen im Profifußball, die Widersprüche zu gesellschaftlichen Werten zeigen [...]." ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 3-2011 "Marion Müller [die Autorin] ist mit ihrer Arbeit [...] eine überzeugende Kombination systemtheoretischer Überlegungen und forschungspraktischer Umsetzung gelungen. Die Arbeit ist äußerst transparent aufgebaut und reflektiert geschrieben." Sport und Gesellschaft, 3-2010 "Dieses Buch ist keine wissenschaftlich schwere Kost. Im Gegenteil: es ist klar verständlich und leseleicht. Das Werk hilft, die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können." Ibbenbürener Volkszeitung, 05.08.2010 "Dieses Buch ist auch etwas für 'Otto-normal-Fans' oder Einsteiger in die Materie Fußball. Das Werk hilft die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können. Marion Müllers Buch über die 'Paradoxe Fußballwelt' ist absolut empfehlenswert. Dieses Buch gehört definitiv in jedes gut sortierte Bücherregal zum Thema 'Fußball ist unser Leben'." Kulturmagazin Kulan, 7-2009
Marion Müller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Mainz.

Leseprobe zu "Fußball als Paradoxon der Moderne"

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Inhaltsangabe

- Geschichte des modernen Sports und des Fußballs

- Innenansichten des Profifußballs: Ethnografische Untersuchungen

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Marion Müller 

Fußball als Paradoxon der Moderne

Fußball als Paradoxon der Moderne - Müller, Marion

Zur Bedeutung ethnischer, nationaler und geschlechtlicher Differenzen im Profifußball. Diss.

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Produktinformation
  • Verlag: Vs Verlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 344 S. m. 34 Abb.
  • Seitenzahl: 344
  • Best.Nr. des Verlages: 85038850
  • Deutsch
  • Abmessung: 244mm x 172mm x 19mm
  • Gewicht: 595g
  • ISBN-13: 9783531166087
  • ISBN-10: 3531166085
  • Best.Nr.: 25834484

Leseprobe zu "Fußball als Paradoxon der Moderne"

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Produktbeschreibung zu "Fußball als Paradoxon der Moderne"

Beschreibung

Warum stört sich beim Fußball eigentlich niemand daran, wenn Franz Beckenbauer über die ?angeborene Geschmeidigkeit der Afrikaner? sinniert? Warum finden wir die Existenz von Ausländerregelungen in der Bundesliga so selbstverständlich? Und weshalb ist die Vorstellung so abwegig, dass Frauen und Männer gemeinsam Fußball spielen?
In jedem anderen Funktionssystem wären derartige partikularistische Diskriminierungen hochgradig legitimationspflichtig. Nur im Fußball bzw. im Sport werden nationale, ethnische sowie geschlechtliche Zuschreibungen unhinterfragt akzeptiert. Wieso aber gelten Ausländerbeschränkungen und Geschlechtersegregation nicht als Widerspruch zum sportlichen Leistungsprinzip und dem Inklusionspostulat funktional differenzierter Gesellschaften?
Diese Fragen werden in der vorliegenden Arbeit anhand einer historischen Analyse des Fußballsports und ethnografischer Untersuchungen in drei Bundesligaklubs beantwortet.

Inhaltsangabe

- Geschichte des modernen Sports und des Fußballs

- Innenansichten des Profifußballs: Ethnografische Untersuchungen

31.08.2009

Soziologie in der Umkleidekabine

"Meine Herren, wir sind hier nicht bei der SPD, im Fußball spielen nur die Besten", meinte einst Otto Rehhagel. Jetzt liegt eine erste Feldforschung dieser Besten und ihrer Einstellung zur Welt der Leibesübungen vor.

Im Fußball war und ist es möglich: Ausländerregelungen, nationale Emphasen, selbst im Vereinsfußball, völkerkundliche Vokabulare ("südamerikanische Geschmeidigkeit", "deutsche Tugenden" in der Spielzerstörung, "angeborene Verspieltheit" der Afrikaner), sogar landsmannschaftliche Vereine ("Türkiyemspor Berlin"). Die Soziologin Marion Müller geht der Frage nach, warum ausgerechnet hier, im Sport, solche ethnischen Gesichtspunkte so aufdringlich sind. Und geschlechtliche.

Bis in die siebziger Jahre hinein war Frauenfußball innerhalb der Verbände untersagt, obwohl es ihn zu Beginn der Fußballgeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert schon einmal gegeben hatte. Nirgendwo anders werden in der modernen Gesellschaft Geschlechtertrennungen so rigide durchgeführt wie im Sport. Ab der C-Jugend spielen Buben und Mädchen in verschiedenen Ligen. Auch symbolisch: Als die DFB-Auswahl der Männer …

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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

31.08.2009

Jürgen Kaube scheint die Lektüre richtig Spaß gemacht zu haben. Gelernt hat er auch eine Menge. Über chauvinistische Trainer und Sportler in der Umkleidekabine, und vor allem über ethnische und geschlechtliche Aspekte im Profifußball. Nach einer historischen Einführung geht es ans Leder. Durch die waghalsigen Feldstudien der Soziologin Marion Müller erfährt Kaube Unsägliches aus dem Innern der Mannschaftsräume. Widrige Rechercheumstände und die Ausdauer der Autorin lassen Kaube diese Dissertation empfehlenswert erscheinen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezensionen und Kritik

"Dieses Buch ist auch etwas für 'Otto-normal-Fans' oder Einsteiger in die Materie Fußball. Das Werk hilft die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können. Marion Müllers Buch über die 'Paradoxe Fußballwelt' ist absolut empfehlenswert. Dieses Buch gehört definitiv in jedes gut sortierte Bücherregal zum Thema 'Fußball ist unser Leben'." (Kulturmagazin Kulan, 7-2009)

Rezensionen und Kritik

"Der Autorin gelingen interessante Einblicke in Sicht- und Verhaltensweisen im Profifußball, die Widersprüche zu gesellschaftlichen Werten zeigen [...]." ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 3-2011 "Marion Müller [die Autorin] ist mit ihrer Arbeit [...] eine überzeugende Kombination systemtheoretischer Überlegungen und forschungspraktischer Umsetzung gelungen. Die Arbeit ist äußerst transparent aufgebaut und reflektiert geschrieben." Sport und Gesellschaft, 3-2010 "Dieses Buch ist keine wissenschaftlich schwere Kost. Im Gegenteil: es ist klar verständlich und leseleicht. Das Werk hilft, die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können." Ibbenbürener Volkszeitung, 05.08.2010 "Dieses Buch ist auch etwas für 'Otto-normal-Fans' oder Einsteiger in die Materie Fußball. Das Werk hilft die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können. Marion Müllers Buch über die 'Paradoxe Fußballwelt' ist absolut empfehlenswert. Dieses Buch gehört definitiv in jedes gut sortierte Bücherregal zum Thema 'Fußball ist unser Leben'." Kulturmagazin Kulan, 7-2009

Rezensionen und Kritik

"Der Autorin gelingen interessante Einblicke in Sicht- und Verhaltensweisen im Profifußball, die Widersprüche zu gesellschaftlichen Werten zeigen [...]." ZSE - Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 3-2011 "Marion Müller [die Autorin] ist mit ihrer Arbeit [...] eine überzeugende Kombination systemtheoretischer Überlegungen und forschungspraktischer Umsetzung gelungen. Die Arbeit ist äußerst transparent aufgebaut und reflektiert geschrieben." Sport und Gesellschaft, 3-2010 "Dieses Buch ist keine wissenschaftlich schwere Kost. Im Gegenteil: es ist klar verständlich und leseleicht. Das Werk hilft, die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können." Ibbenbürener Volkszeitung, 05.08.2010 "Dieses Buch ist auch etwas für 'Otto-normal-Fans' oder Einsteiger in die Materie Fußball. Das Werk hilft die unterschiedlichen Mechanismen im Fußball verstehen und hinterfragen zu können. Marion Müllers Buch über die 'Paradoxe Fußballwelt' ist absolut empfehlenswert. Dieses Buch gehört definitiv in jedes gut sortierte Bücherregal zum Thema 'Fußball ist unser Leben'." Kulturmagazin Kulan, 7-2009

Autorenporträt zu "Marion Müller"

Marion Müller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Mainz.

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