"Titel und Untertitel dieses Buches lassen viele den Kopf
schütteln. Harte Männer meinen, das fehlte ihnen gerade noch, Angst
vor den "Weibern" zu haben. Und Frauen sagen, still oder
laut, umgekehrt sei es richtig: Männer machen uns Angst, Tag für
Tag. Sie geben vor, uns zu lieben, doch sie verachten uns - und
kommen doch nicht los. Wenn jemand ein Fehler der Natur ist, dann
der Mann.
Jetzt schüttle ich den Kopf und sage nein. So angepaßt sind sie
alle, daß sie nicht einmal mehr merken, wie die Dinge liegen. So
zugerichtet ist ihr Denken und Fühlen. Gewiß stimmt manches an dem,
was sie sagen. Männer jagen oft Angst ein, werden laut, schrill,
gewalttätig. Aber warum das so ist, wird weniger laut gefragt und
schon gar nicht gesagt. Das hat mich geärgert. Offensichtlich soll
etwas verdrängt werden. Aber was? Die Angst der Männer vor den
Frauen. Die Tragik, begehren zu müssen, was man verachtet (H. de
Montherlant)."
Der renommierte Autor Prof. Dr. Horst Herrmann lehrt seit über 20 Jahren als Soziologe an der Universität Münster. Er hat zahlreiche Bestseller veröffentlicht und ist PEN-Mitglied. Horst Herrmanns Betrachtung der patriarchalen Gesellschaft deckt die tiefe Angst der Männer vor dem Mehrbesitz der Frauen auf.