Priester werden verehrt als Männer Gottes, gleichzeitig als Relikte
einer untergehenden Welt verachtet. Ihre Lebensform wird auch
innerkirchlich kritisiert. Angesichts von Banalisierung durch die
Reduktion auf Verwaltung und Strukturen und gleichzeitiger
theologischer Verklärung geht es um rechte Unterscheidung und um
Veränderungen.
Als Praktiker in Sachen Priesterausbildung und in jesuitischer
Tradition entwickeln Medard Kehl und Stephan Kessler Perspektiven:
Aus der nüchternen Betrachtung der Situation skizzieren sie Wege,
wie die Kirche als Ganze priesterlich wird, und regen an, wie
geistliche Menschen als menschliche Geistliche überzeugender
Priester sein können.
Medard Kehl SJ, Dr. theol., geb. 1942, ist Professor für Dogmatik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen und Pfarrer der Gemeinde in Frankfurt-Oberrad.
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