Ein spanisches Testament - Koestler, Arthur

Arthur Koestler 

Ein spanisches Testament

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Ein spanisches Testament

Der nach einem Putsch im Juli 1936 ausgebrochene Bürgerkrieg rief bei vielen Intellektuellen auf der ganzen Welt Solidarität mit der bedrohten Republik hervor. Arthur Koestler, zu der Zeit Journalist und Mitarbeiter der von Willy Münzenberg geleiteten Westeuropäischen Agitprop-Abteilung der Komintern, kam bereits im August 1936 nach Spanien. Im Februar 1937 erlebte er den Fall Málagas. Bevor er während seiner Gefangenschaft nach Sevilla verlegt wird, werden während der fünf Tage seiner Isolierhaft in Málaga fünftausend Menschen erschossen. "Ein spanisches Testament" gilt als der "klassische Bericht" über das Schicksal Abertausender von Inhaftierten im Spanischen Bürgerkrieg sowie als "ungewöhnliches menschliches Dokument".


Produktinformation

  • Abmessung: 216mm x 151mm x 25mm
  • Gewicht: 405g
  • ISBN-13: 9783905811360
  • ISBN-10: 3905811367
  • Best.Nr.: 34528146
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.05.2012

Glücklich ist nur, wer nicht das Glück will
Eine dankenswerte Neuausgabe von Arthur Koestlers „Spanischem Testament“ – mit kleinen Schönheitsfehlern
Malaga hat keine Chance. Es ist von jeder Hilfe abgeschnitten, und die republikanische Armee muss, da es an Gewehren fehlt, mit Spazierstöcken exerzieren, während die Gegenseite, die Rebellen, unterstützt von Deutschland und Italien, mit Schlachtschiffen, Panzern und Flugzeugen angreift. Die Stadt fällt schließlich fast ohne Gegenwehr am 8. Februar 1937 in die Hand der Faschisten unter General Franco.
Zu diesem Zeitpunkt befindet sich nur noch ein einziger westlicher Korrespondent in Malaga: Arthur Koestler. Er ist geblieben, damit es, im Unterschied zum Fall anderer spanischer Städte, wenigstens einen Zeugen von außerhalb gibt, wenn nun die unvermeidlichen Massaker beginnen. Er selbst wird verhaftet und entgeht nur knapp und zufällig der sofortigen Erschießung. Die Umstände, unter denen er tage- und wochenlang zwischen Leben und Tod schwebt, sind von einer halsbrecherischen Abenteuerlichkeit.  Das Buch, das er über diese Vorgänge geschrieben hat, „Ein Spanisches Testament“, gibt …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Beeindruckt zeigt sich Rezensent Franz Haas von Arthur Koestlers Buch "Ein spanisches Testament", das nun in einer Neuauflage vorliegt. Zwar hätte er sich eine weniger nachlässige Ausgabe des Werks gewünscht, eine, die auch auf die verworrene Editionsgeschichte eingeht. Dennoch bleibt dieses Buch, das auf Koestlers Gefängnistagebuch von 1937 basiert - der Schriftsteller war Spaniens faschistischen Putschisten in die Hände gefallen und zum Tode verurteilt worden -, für ihn höchst lesenswert. Er betrachtet das "spanische Testament" als Mischung aus autobiografischem Bericht und historischer Zeitzeugenschaft, das nicht nur den Gefängnisalltag, sondern auch die allgemeine Kriegslage eindrucksvoll schildert. Für Haas wird anhand dieses Buchs einmal mehr deutlich, dass Koestler nicht nur der berüchtigte kommunistischer Renegat war, sondern auch ein "hochkaratiger Schriftsteller".

© Perlentaucher Medien GmbH
Arthur Koestler, geb. am 5. September 1905 in Budapest, gest. am 3. März 1983 in London, war ein deutsch- und englischsprachiger Schriftsteller. 1937 wurde er von den faschistischen Putschisten in Malaga festgenommen und als Spion zum Tode verurteilt. Die Briten erreichten jedoch durch einen Gefangenenaustausch seine Freilassung. Nach dem Zweiten Weltkrieg avancierte Koestler zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller englischer Sprache und pflegte Freundschaften zu George Orwell, Simone de Beauvoir und anderen Intellektuellen seiner Zeit.

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