Vor hundert Jahren, im Frühjahr 1911, erschien die Gedichtsammlung
"Meine Wunder". Sie begründete Else Lasker-Schülers Ruhm
als führende expressionistische Dichterin. "Es sind fabelhafte
Gedichte in dem Buch. Wirklich das Allerhöchste!", befand Karl
Kraus und meldete: "Das Gedichtbuch macht hier Aufsehen."
Unter den Gedichten finden sich solche heute berühmten wie
"Ein alter Tibetteppich" und "Mein Volk" oder
die hebräischen Balladen "Pharao und Joseph" und
"David und Jonathan", aber auch überragende unbekanntere
Verse. Das Buch wurde bis 1918 dreimal aufgelegt. Seitdem ist es
nie wieder als Einzelausgabe erschienen.
Ausstattung/Bilder: 2011. 83 S. m. d. Abb.e. illustr. Gedichthandschrift.
Seitenzahl: 83
Insel Bücherei Nr.1345
Best.Nr. des Verlages: 19345
Deutsch
Abmessung: 188mm x 122mm x 10mm
Gewicht: 170g
ISBN-13: 9783458193456
ISBN-10: 3458193456
Best.Nr.: 33396197
Else Lasker-Schüler, 11. 2. 1869 Elberfeld - 22. 1. 1945 Jerusalem. Die Tochter eines jüdischen Bankiers erhielt nach Schulabbruch Privatunterricht, heiratete 1894 den Arzt Dr. Berthold Lasker und zog nach Berlin. Hier entwickelte sich kurz vor der Jahrhundertwende eine enge Freundschaft mit P. Hille, mit dem sie zeitweise in der von den Brüdern Hart gegründeten Neuen Gemeinschaft zusammenlebte; 'Das Peter Hille-Buch', ihre erste Prosaarbeit, überhöhte die Beziehung ins Traumhaft-Mythische. Inzwischen von Lasker geschieden, heiratete sie 1903 H. Walden, den späteren Herausgeber der Zeitschrift 'Der Sturm' (Scheidung 1912). 1933 emigrierte sie in die Schweiz und reiste danach wiederholt nach Palästina. Hier wurde sie 1939 vom Ausbruch des Krieges überrascht, so dass sie nicht mehr in die Schweiz zurückkehren konnte.
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