Ich hab die Unschuld kotzen sehen - Bernemann, Dirk
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Dirk Bernemann 

Ich hab die Unschuld kotzen sehen

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Ich hab die Unschuld kotzen sehen

"Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren."
So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinabreißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt, denn sie ist uns sehr vertraut. Es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Leben, dass fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen.

Produktinformation


  • Tl.1
  • Verlag: Ubooks
  • 2005
  • 4. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 116 S.
  • Seitenzahl: 120
  • Best.Nr. des Verlages: B00-0342
  • Deutsch
  • Abmessung: 179mm x 120mm x 13mm
  • Gewicht: 131g
  • ISBN-13: 9783937536590
  • ISBN-10: 3937536590
  • Best.Nr.: 14520393
"Was liest der Serienmörder vor dem Einschlafen? Welches Handbuch für Psychopathen gehört in die Bibliothek jeder forensischen Klinik? Die Antwort könnte dieses Buch sein. [...] Ich konnte es nicht ertragen." (Gothic)

"Sprachlich stark!" (Augsburger Allgemeine)

BUCH DES JAHRES 2006 lt. Orkus Leserumfrage «Finster, morbide und schonungslos - ein Staffellauf der kranken Gehirne!» Punkrock! «Faszinierend ... Eine interessante Gesellschaftsstudie. ... goutieren Sie den Wechsel der Erzählstile, lassen Sie sich vom Zusammenkommen der unterschiedlichen Charaktere fesseln. Das Buch lässt niemanden unberührt. Garantiert.» Schwäbische Zeitung, SZon-Blog «Etwas vom Feinsten, das man dieser Tage lesen kann.» artnoir.ch «Literatur eines noch mit Idealen bestückten Weltverbesserers mit stark resignativen Tendenzen, an dieser, seiner Welt verzweifelnd und sich trotzdem oder gerade deshalb weiter auflehnend, ist vielleicht eine der Umschreibungen von Bernemanns Ich hab die Unschuld KOTZEN sehen.» Orkus «So was rezensieren wir nicht!» Berliner Morgenpost «Was liest der Serienmörder vor dem Einschlafen? Welches Handbuch für Psychopathen gehört in die Bibliothek jeder forensischen Klinik? Die Antwort könnte dieses Buch sein. [...] Ich konnte es nicht ertragen.» Gothic «Sprachlich stark!» Augsburger Allgemeine «Genial gemacht!» gothicparadise.de «Die ungewöhnliche und prägnante Wortwahl des Autors ist mutig und zugleich fesselnd. …

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»Ein Sprachakrobat mit Hang zur Misantropie.« Galore

"Guten Tag, die Welt liegt in Trümmern. Ich sammle sie auf. Errichte daraus neue Gebäude. Konstruiere neue Städte. Kann man wohnen drin. Oder weiträumig umfahren." So begrüßt einen dieses Stück Literatur, bevor es einen hinabreißt in die Abgründe einer Welt, die in uns etwas zum Klingen bringt, denn sie ist uns sehr vertraut. Es ist unsere Welt! Wenn man Bernemanns Buch liest, kommt es einem vor, als hätte man uns endlich die rosa Brille abgenommen, ja vom Kopf geprügelt. In einer poetischen Klarheit zelebriert er ein Massaker des Leben, dass fasziniert, um gleichzeitig abzustoßen.

Leseprobe zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von Dirk Bernemann

Lydia liebt absolut!!! (S. 27)

Da vorne steht mein alter Freund Benjamin. Er ist wirklich ein alter Freund. Ich kenne ihn noch nicht lange, aber er scheint so alt zu sein wie diese Welt. Dieser Mann ist so weise.

Derzeit sehe ich ihn nur auf einem Foto. Er lacht, mein alter Freund. Wahrscheinlich liebe ich ihn unermesslich.
Ich bin kein Mann. Ich bin eine Prostituierte.
Grundsätzlich verachte ich Männer wegen ihres Verhaltens beim Sex. Gott hat Männer gemacht, damit Nutten Arbeit haben. Mein Name ist Lydia und ich glaube, ich habe mich in Benjamin verliebt.

Ich habe ihn nicht während meiner Arbeit kennen gelernt, was wahrscheinlich auch nicht zu diesen Gefühlen geführt hätte. In seiner Nähe spüre ich ihn und, wenn alles gut läuft, auch mich. Das ist aber nicht immer schön, weil ich dann viel über mich nachdenken muss.

Das tut oft weh und macht mich schlaflos in seinem Arm.
Aber es ist sein Arm, in dem ich in solchen Nächten liege. Und dann werde ich manchmal ganz ruhig, so ruhig, dass ich fast nicht mehr atme, aber doch atme und Benjamin beim Schlafen zusehe. Liebe wächst. Ich wachse mit.


Leseprobe zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen"

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Kundenbewertungen zu "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" von "Dirk Bernemann"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 11 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 11 Bewertungen)
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Bewertung von Franny95 aus Gemünden am Main am 27.05.2011 ***** ausgezeichnet
In diesem Buch wird einem einfach radikal die rosarote Brille runtergerissen. Der Autor prügelt einem knallhart die Realität ein. Dieses Buch ist grandiös,zeigt die Welt ohne den tollen Schein, mit dem wir sie kennen. Er erzählt uns von Sex und Gegensex, den Krieg und von unsere arroganten, abstößenden Gesellschaft. Einfach knallhart und abstoßend. Man sollte keine Angst vor Körperflüssigkeiten haben. Ein klasse Zitat. Wir zertrümmern unsere Welt und versuchen aus ihren Trümmern etwas neues zu schaffen. Vollgestopft mir Kraftausdrücken und der Realität repräsentiert es einfach unsere Gesellschaft, unsere Realität und unsere Welt die wir zerstören.
Dieses Buch war einfach perfekt.Knallhart und abstoßend aber einfach realitätsnah. Sensible Menschen sollten die Finger von diesem Buch lassen. Zwar ein dünnes Buch, aber das Geld rentiert sich.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 06.02.2011 ***** ausgezeichnet
Oft wird uns ein völlig falsches Bild von der Gesellschaft vermittelt. Das wird uns in dem ersten Buch von Dirk Bernemann unbarmherzig vor Augen geführt.
"Ich hab die Unschuld kotzen sehen" ist ein Kurzgeschichtenband. Die einzelnen Storys sind zwar in sich abgeschlossen, allerdings sind diese auch miteinander verknüpft. Protagonisten aus der einen Geschichte kommen in der nächsten wieder vor und haben dort eine ganz andere Rolle, die den Leser immer wieder staunen lässt.
Man merkt ganz schnell, dass alle Menschen gleich sind. Das jeder seine eigenen Leichen im Keller hat, auch der Versicherungsvertreter oder der liebende Vater... Egal welches Gehalt man verdient, welchen Beruf man ausübt oder welche Rolle man im Leben spielt, auch Menschen aus der feinen Gesellschaft haben ihre schmutzigen Geheimnisse.

Nachdem sich der Leser an die harte Wortwahl gewöhnt hat, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, kann man sich bei diesem Buch nur für eine Seite entscheiden: Entweder man hasst es oder man liebt es - ich gehöre zu den Liebenden.
Wer von dem wundervollen Schreibstil des Autors am Ende des Buches immer noch nicht genug hat, wird zum Schluss belohnt. Auf den letzten Seiten findet der Leser verschiedene Gedichte von Dirk Bernemann passend zum Thema.

Selbst das Cover ist passend gestaltet. Auf der Vorderseite sieht man ein herzallerliebstes, wunderschönes Püppchen mit großen Kulleraugen. Auf der Rückseite ist der krasse Gegensatz abgebildet. Die gleiche Figur, verweint, verwundet und zerstört...

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mal Lust auf etwas anderes hat. Der gerne provokante Geschichten liest und einfach mal wissen möchte, wie es auf der anderen Seite der lieben, feinen Gesellschaft aussieht. Ich liebe dieses Buch und es ist eines meiner absoluten Must haves im Regal!

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Bewertung von held_vom_feld aus Bad Berka am 07.09.2010 ***** weniger gut
Auf dem ersten Blick ist es nur ein kleines blondes Püppchen, welches den Einband schmückt. Unschuldig. Doch auf dem zweiten Blick erinnert der starre Blick schon fast an "Chucky - die Mörderpuppe". Die Aufmachung des Sammelbands von Dirk Bernemann erregt schon fast so viel Aufmerksamkeit wie der Titel: "Ich hab die Unschuld kotzen sehen." Auch der Inhalt der Kurzgeschichten und Geschichten ist nicht weniger brisant. Die Protagonisten leben alle in ihrer eigenen Trümmerwelt zwischen Alkohol, Sex, Gewalt und Drogen. Für Romantiker und Leute, die an das Gute im Menschen glauben, ist dies definitiv das Falsche Buch.
Doch lohnt sich der Blick hinter die Fassade dieses Buches trotzdem? Gekonnt verknüpft Bernemann die einzelnen Schicksale zu einem Gesamtwerk. Jedem Erzählabschnitt folgt eine neue Episode aus dem Leben einer Randperson. Verschiedene Ich-Erzähler berichten somit aus ihrer Existenz. Es sind bemitleidenswerte, desillusionierte Personen. Die Illusionslosigkeit ihrer Lage wird durch hochfrequentierte Verwendung von Vulgärsprache verdeutlicht. Die Sätze sind meistens sehr kurz und mit heftigen Worten geschrieben und kommen daher recht intensiv rüber. Der Ausdruck "Ficken" kommt sicher in kaum einem weiteren Buch so oft vor. Leider scheint diese Art des Erzählerns zu gewollt schockierend. Statt einer sarkastischen, unaufdringlichen Gesellschaftskritik erwartet den Leser der missglückte Versuch "Kunst" schaffen zu wollen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von MoreToLove aus Berlin am 21.08.2010 ***** ausgezeichnet
Umwerfendes Buch! Ich konnte es nicht beiseite legen und habe es sofort in einem Rutsch durchgelesen! Es regt zum Denken an, sodass man selbst anfängt, Dinge anders zu betrachten!!!

Ich kann jedem dieses Buch empfehlen!!!

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Bewertung von BerBeL baut LUFTSCHLöSSER aus Schönbach/Großbothen am 22.06.2009 ***** ausgezeichnet
Dirk Bernemann reißt einfach mit, seine Bücher berühren einfach
auf ihre ganz besondere Weise.

Der 1. Teil war schon der ziemliche Knaller, bei dem man nicht erwartete, dass es noch besser kommen kann. Doch der 2. Teil geht wohl noch tiefer unter die Haut.
Ist etwas brutaler, die Wahrheit schlägt noch tiefere Wunden.

Meiner Meinung ein Erfolgskracher.

& zu Dirk Bernemann wohl noch zu sagen:
entweder man nimmt ihn oder verreckt daran

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von Brabbelchen aus Hamburg am 28.02.2009 ***** ausgezeichnet
In seinem Debüt geht es um viele verschiedene Menschen und ihre Geschichten zueinander, die allesamt auf dramatische Weise miteinander verstrickt sind. Man hat zwischen den einzelnen Schicksalen, mal mehr, mal weniger hart, keine Zeit zum durchatmen, es sei denn man legt das Buch aus der Hand.
Die Geschichten sind echt, wie aus dem Leben gegriffen. Und trotzdem erzählt Bernemann sie wie ein Beobachter, teils auch wie selbst erlebt. Nüchtern, kalt, emotionslos und doch Hingabevoll.

Die Geschichten die er hier und in seinen beide Folgebüchern beschreibt und erzählt sind Geschichten wie einem selbst oder dem Nachbarn passieren können und auch tun.
Es sind Geschichten die überall, zu jeder Zeit passieren, aber über die stets geschwiegen wird.
Mit einer manchmal doch eher grausamen Erzählweise schockiert Bernemann und provoziert, sind es doch Erlebnisse die wir ausblenden- Tag für Tag, unser ganzes Leben. Kann uns ja nicht passieren ist die Devise.

Doch wer das denkt liegt falsch- und genau darauf scheint Bernemann irgentwie hinweisen zu wollen.

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Bewertung von Gr3mLliN aus Berlin am 06.02.2009 ***** ausgezeichnet
Ist aufjedenfall ein muss für jede leseratte!!!

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Bewertung von S. aus K. am 17.10.2008 ***** ausgezeichnet
Das buch is so geschriben das man sich wirklich drin fest liest und garnicht aufhören will zu lesen

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

1 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Dystopie aus Chemnitz am 01.03.2008 ***** sehr gut
Inhalt: Die Kurzgeschichten sind wieder irgendwie miteinander verstrickt, fast jeder Charakter erhält eine für sich zurechtgeschnittene Story, die irgendwie was mit einer Story davor zu tun hat.

Angefangen hat alles mit einer heißen, vor Sex stinkenden Nacht. Die Geschichte wird recht vulgär und pervers erzählt. Aber das sollte nur der Anfang sein von allem. Die ordentlich durchgenomme und mit ihrem leben durcheinandergekommene Frau begibt sich in ihrer Geschichte auf Arbeit, durch dicken, bedrückenden Nebel und gabelt dabei frontal ein Kind auf dem Fahrrad auf - sie selbst unter Stress stehen und nicht klar denkend, sammelt das tote Kind mit zermatschten Schädel ein. Nur was jetzt tun?!

Fazit: Dirk stochert mit einem salzüberzogenen, dicken Stamm, in der kleinen, aber tiefen Wunde der Gesellschaft wieder rum. Er reißt sie mit seiner vulgären aber direkten Art und Weise wieder ein Stück auf und zeigt uns die wahrsten Wahrheiten der Welt um uns herrum. Wie eklig, gemein und pervers sie sich selbst eigentlich befriedigt und das auch noch geil findet.

Ich mag seine Art und Weise, wie er schreibt, einfach anders und doch ist am Ende jedem klar und deutlich, worum es geht. Wer den I. Teil nicht gelesen hat, sollte es tun und anschließend auch dieses Buch sich ins Hirn brennen.

Die einen hassen Dirk - die anderen lieben ihn..

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 15.01.2007 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch ist das was den Menschen gefehlt hat. Eine andere Sicht der Dinge. Einfach genial!

2 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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