Gilgamesh - Schrott, Raoul

Raoul Schrott 

Gilgamesh

Epos. Mit e. wiss. Anh. v. Robert Rollinger u. Manfred Schretter

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Produktbeschreibung zu Gilgamesh

Das Epos von Gilgamesh in neuer, lesbarer Fassung: Raoul Schrott hat zusammen mit führenden Assyrologen eine wortgetreue, philologische Übersetzung angefertigt. Und daneben steht eine zweite, dichterische Fassung voll jener sprachlichen Frische und Lebendigkeit, für die Schrott bekannt ist. Das älteste Stück Literatur, das wir kennen, wird damit endlich einer breiten Leserschicht zugänglich gemacht.

Das Epos von Gilgamesh ist das älteste Stück Literatur, das wir kennen: es geht auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Nur bruchstückhaft überliefert, konnte die Forschung erst in den letzten Jahrzehnten in mühevoller Arbeit die meisten Lücken schließen.

Auf Basis der Ergebnisse der letzten Gilgamesh-Funde und in Zusammenarbeit mit führenden Assyrologen hat Raoul Schrott nun eine wortgetreue, philologische Übersetzung angefertigt. Ihr zur Seite stellt er in diesem Band jedoch eine dichterische Fassung, die den Stoff mit jener sprachlichen Frische und Lebendigkeit ausgestaltet, für die Raoul Schrott sich einen Namen gemacht hat.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2008
  • 7. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 341 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 344
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20060
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 156mm x 31mm
  • Gewicht: 695g
  • ISBN-13: 9783446200609
  • ISBN-10: 3446200606
  • Best.Nr.: 09812074
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.11.2001

Armer Waldmensch Enkidu
Damals, vor der großen Flut: Raoul Schrott poliert das Gilgamesch-Epos / Von Hans-Martin Gauger

Gibt es Langweiligeres als die Ilias?" fragte einst in einem Gespräch mit André Gide Paul Valéry. Gide antwortete: "Ja, das Rolandslied!" Auch vom Gilgamesch erwartet man Eindrucksvolles, aber auch ein gewisses Maß an Langeweile. Man hat davon gehört - da ist offenbar, in komplexer und fragmentarischer Überlieferung, ein gewaltiges Werk, älter als Homer, älter auch als die ältesten Teile der Bibel. Zu dem gebietenden Monument hat Raoul Schrott jetzt einen neuen Zugang geschaffen, und siehe: Es bewegt sich, es schwebt.

Man betritt da eine bei den ersten Schritten sehr fremde Welt, die sich schon in den Namen zeigt: Enkidu, Humbaba, Ut-napihti, Ishtar (die ist uns als Astarte freilich schon weniger unvertraut - sumerisch, denn es geht zunächst um Sumer, heißt diese Göttin der Liebe und des Kriegs aber noch schöner, nämlich Innana), dann etwa Ereshkigal, ihre Schwester, Shamhat, die Hure, Aruru oder Belet-Ili, Göttin der Geburt, und so fort - Schrott präsentiert zur besseren Orientierung für all diese Namen zwei …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Dafür, dass der Autor eine dermaßen undankbare Aufgabe übernimmt, meint unser Rezensent großzügig, müsse man ihm einfach dankbar sein. Dabei lässt Stefan Weidner keinen Zweifel daran: Dieses Projekt kann gar nicht funktionieren. Es wäre geradeso, als bauten die Griechen ihre Tempel wieder auf und ließen Vestalinnen aufziehen, ein Disneyland, ganz fürchterlich. Weshalb sich Weidner drauf verlegt, uns die Fakten und, im Kern, das Epos selbst zu vermitteln, um schließlich wieder zur aktuellen Übertragung zurückzukehren. Die nun krankt laut Rezensent an dem Versuch des Autors, die, zunächst mit aller Gewissenhaftigkeit und Transparenz, wie Weidner betont, rekonstruierte Fassung einigermaßen willkürlich zu ergänzen. Das wird dann eine "Hochglanzfassung" der altbabylonischen Überlieferungen, ein "psychologisierender Kostümfilm", eine "schwüle Klamotte," und die "archaische Wucht," die sich für Weidner gerade in den Trümmern und Textlücken des uralten Epos' eingelagert hat, verpufft. Dass Weidner dennoch prophezeit, um diese Übertragung werde niemand herumkommen, der sich für Gilgamesh auf Deutsch interessiere, verweist am Ende nochmals auf die Undankbarkeit einer Aufgabe, an die sich seit 1934 niemand mehr rangetraut hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.05.2006

DAS HÖRBUCH
Unsterblich
Klaus Buhlert inszeniert „Gilgamesh”
Das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit ist die Ursache aller Kultur. Darum nimmt es nicht wunder, dass der Tod auch das Hauptthema von „Gilgamesh” bildet. In diesem ersten aller Epen terrorisiert König Gilgamesh sein Reich, die Stadt Uruk in Mesopotamien. Darum erschaffen die Götter Enkidu, der Gilgameshs Kräfte bindet und auf andere Ziele lenkt.
Gemeinsam bestehen Gilgamesh und Enkidu einige Abenteuer, besiegen Humbaba, den Wächter des Zedernwalds, und erlegen den Himmelsstier, den ihnen die Göttin Ischtar auf den Hals gehetzt hat. Zur Strafe muss Enkidu sterben. Ein schweres Fieber rafft ihn dahin. Der Tod seines Freundes macht Gilgamesh erstmals die Endlichkeit des Daseins bewusst. Zu Tode erschrocken macht er sich auf die Suche nach Uta-Napitschti, dem einzigen Menschen, dem die Götter Unsterblichkeit verliehen haben.
Regisseur Klaus Buhlert hat sich in seiner Hörspielversion von „Gilgamesh” - die auf Raoul Schrotts Fassung des Epos beruht - auf beängstigend überzeugende Weise der Todesthematik angenommen. Wie mit einem akustischen …

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"Regisseur Klaus Buhlert hat sich in seiner Hörspielversion von "Gilgamesh" - die auf Raoul Schrotts Fassung des Epos beruht - auf beängstigend überzeugende Weise der Todesthematik angenommen. Wie mit einem akustischen Verstärker rückt Buhlert die Fragen, von denen die Erzählung angetrieben wird, näher und versetzt sie in Schwingung." Süddeutsche Zeitung

"Die Besetzung ist großartig, ein Who is Who der Hörspielkunst: Jennifer Minetti und Thomas Holtzmann, Kathrin Angerer und Felix von Manteuffel. Größten Applaus aber verdient die Idee, Martin Wuttke, der den Gilgamesh spielt, Josef Bierbichler in der Rolle des Enkidu an die Seite zu stellen."
Raoul Schrott, Jg. 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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  • Verlag: Hanser
  • 2008
  • 7. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 341 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 344
  • Best.Nr. des Verlages: 505/20060
  • Deutsch
  • Abmessung: 236mm x 156mm x 31mm
  • Gewicht: 695g
  • ISBN-13: 9783446200609
  • ISBN-10: 3446200606
  • Best.Nr.: 09812074

Produktbeschreibung zu "Gilgamesh"

Kurzbeschreibung

Das Epos von Gilgamesh in neuer, lesbarer Fassung: Raoul Schrott hat zusammen mit führenden Assyrologen eine wortgetreue, philologische Übersetzung angefertigt. Und daneben steht eine zweite, dichterische Fassung voll jener sprachlichen Frische und Lebendigkeit, für die Schrott bekannt ist. Das älteste Stück Literatur, das wir kennen, wird damit endlich einer breiten Leserschicht zugänglich gemacht.

Beschreibung

Das Epos von Gilgamesh ist das älteste Stück Literatur, das wir kennen: es geht auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurück. Nur bruchstückhaft überliefert, konnte die Forschung erst in den letzten Jahrzehnten in mühevoller Arbeit die meisten Lücken schließen.

Auf Basis der Ergebnisse der letzten Gilgamesh-Funde und in Zusammenarbeit mit führenden Assyrologen hat Raoul Schrott nun eine wortgetreue, philologische Übersetzung angefertigt. Ihr zur Seite stellt er in diesem Band jedoch eine dichterische Fassung, die den Stoff mit jener sprachlichen Frische und Lebendigkeit ausgestaltet, für die Raoul Schrott sich einen Namen gemacht hat.

06.11.2001

Armer Waldmensch Enkidu
Damals, vor der großen Flut: Raoul Schrott poliert das Gilgamesch-Epos / Von Hans-Martin Gauger

Gibt es Langweiligeres als die Ilias?" fragte einst in einem Gespräch mit André Gide Paul Valéry. Gide antwortete: "Ja, das Rolandslied!" Auch vom Gilgamesch erwartet man Eindrucksvolles, aber auch ein gewisses Maß an Langeweile. Man hat davon gehört - da ist offenbar, in komplexer und fragmentarischer Überlieferung, ein gewaltiges Werk, älter als Homer, älter auch als die ältesten Teile der Bibel. Zu dem gebietenden Monument hat Raoul Schrott jetzt einen neuen Zugang geschaffen, und siehe: Es bewegt sich, es schwebt.

Man betritt da eine bei den ersten Schritten sehr fremde Welt, die sich schon in den Namen zeigt: Enkidu, Humbaba, Ut-napihti, Ishtar (die ist uns als Astarte freilich schon weniger unvertraut - sumerisch, denn es geht zunächst um Sumer, heißt diese Göttin der Liebe und des Kriegs aber noch schöner, nämlich Innana), dann etwa Ereshkigal, ihre Schwester, Shamhat, die Hure, Aruru oder Belet-Ili, Göttin der Geburt, und so fort - Schrott präsentiert zur besseren Orientierung für all diese Namen zwei …

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27.05.2006

DAS HÖRBUCH
Unsterblich
Klaus Buhlert inszeniert „Gilgamesh”
Das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit ist die Ursache aller Kultur. Darum nimmt es nicht wunder, dass der Tod auch das Hauptthema von „Gilgamesh” bildet. In diesem ersten aller Epen terrorisiert König Gilgamesh sein Reich, die Stadt Uruk in Mesopotamien. Darum erschaffen die Götter Enkidu, der Gilgameshs Kräfte bindet und auf andere Ziele lenkt.
Gemeinsam bestehen Gilgamesh und Enkidu einige Abenteuer, besiegen Humbaba, den Wächter des Zedernwalds, und erlegen den Himmelsstier, den ihnen die Göttin Ischtar auf den Hals gehetzt hat. Zur Strafe muss Enkidu sterben. Ein schweres Fieber rafft ihn dahin. Der Tod seines Freundes macht Gilgamesh erstmals die Endlichkeit des Daseins bewusst. Zu Tode erschrocken macht er sich auf die Suche nach Uta-Napitschti, dem einzigen Menschen, dem die Götter Unsterblichkeit verliehen haben.
Regisseur Klaus Buhlert hat sich in seiner Hörspielversion von „Gilgamesh” - die auf Raoul Schrotts Fassung des Epos beruht - auf beängstigend überzeugende Weise der Todesthematik angenommen. Wie mit …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

31.10.2001

Dafür, dass der Autor eine dermaßen undankbare Aufgabe übernimmt, meint unser Rezensent großzügig, müsse man ihm einfach dankbar sein. Dabei lässt Stefan Weidner keinen Zweifel daran: Dieses Projekt kann gar nicht funktionieren. Es wäre geradeso, als bauten die Griechen ihre Tempel wieder auf und ließen Vestalinnen aufziehen, ein Disneyland, ganz fürchterlich. Weshalb sich Weidner drauf verlegt, uns die Fakten und, im Kern, das Epos selbst zu vermitteln, um schließlich wieder zur aktuellen Übertragung zurückzukehren. Die nun krankt laut Rezensent an dem Versuch des Autors, die, zunächst mit aller Gewissenhaftigkeit und Transparenz, wie Weidner betont, rekonstruierte Fassung einigermaßen willkürlich zu ergänzen. Das wird dann eine "Hochglanzfassung" der altbabylonischen Überlieferungen, ein "psychologisierender Kostümfilm", eine "schwüle Klamotte," und die "archaische Wucht," die sich für Weidner gerade in den Trümmern und Textlücken des uralten Epos' eingelagert hat, verpufft. Dass Weidner dennoch prophezeit, um diese Übertragung werde niemand herumkommen, der sich für Gilgamesh auf Deutsch interessiere, verweist am Ende nochmals auf die Undankbarkeit einer Aufgabe, an die sich seit 1934 niemand mehr rangetraut hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Rezensionen und Kritik

"Regisseur Klaus Buhlert hat sich in seiner Hörspielversion von "Gilgamesh" - die auf Raoul Schrotts Fassung des Epos beruht - auf beängstigend überzeugende Weise der Todesthematik angenommen. Wie mit einem akustischen Verstärker rückt Buhlert die Fragen, von denen die Erzählung angetrieben wird, näher und versetzt sie in Schwingung." Süddeutsche Zeitung

Rezensionen und Kritik

"Die Besetzung ist großartig, ein Who is Who der Hörspielkunst: Jennifer Minetti und Thomas Holtzmann, Kathrin Angerer und Felix von Manteuffel. Größten Applaus aber verdient die Idee, Martin Wuttke, der den Gilgamesh spielt, Josef Bierbichler in der Rolle des Enkidu an die Seite zu stellen."

Autorenporträt zu "Raoul Schrott"

Raoul Schrott, Jg. 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

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