Die Republik der Silberfische - Bonné, Mirko

Mirko Bonné 

Die Republik der Silberfische

Gedichte

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Die Republik der Silberfische

Die Republik der Silberfische versammelt die neuen Gedichte von Mirko Bonné, Gedichte aus den letzten sechs Jahren, aus einer Zeit, als nichts blieb, wie es war: ein Haus, ein Garten, eine ganze Landschaft lösen sich vor den Augen des Lesers ebenso auf wie die Liebe, die sie einmal zusammenhielt. Bonnés Abschiedsgedichte bilanzieren und fragen, was dennoch bleibt.


Produktinformation

  • Verlag: Schöffling
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 110 S.
  • Seitenzahl: 110
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 132mm x 15mm
  • Gewicht: 223g
  • ISBN-13: 9783895614026
  • ISBN-10: 3895614025
  • Best.Nr.: 23812457

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Martin Zingg verschafft sich mittels dreier Gedichtbände einen Überblick über neue deutsche Lyrik. Mirko Bonnes Band "Die Republik der Silberfische" ist von leiser "Trauer um Vergangenes" grundiert, lässt der Rezensent wissen. Spürbar werden Brüche in der Biografie, die gleichwohl in den Gedichten nur angedeutet und in winzigen sprachlichen Brüchen aufgehoben sind. Das führt im besten Fall zu genau gearbeiteten, rhythmisch und klanglich überzeugenden Gedichten, wie Zingg lobt. Allerdings hat er in diesem Band auch Gedichte gefunden, die ihm zu mitteilungsfreudig sind und ihm deshalb nicht ganz so gut gefallen haben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.11.2008

Farm der Tiere

Mirko Bonnés Gedichtzyklus über Tauben, Wespen und Silberfische ist eine Blaupause der Melancholie. Von ferne grüßen Caspar David Friedrich und Thomas Kling.

Von Nadja Wünsche

Der Tod ist gründlich und grundlos, wenn es darum geht, die Zeit totzuschlagen, ehe sie selbst totschlägt, und die Trauer kreuzt als "Schiff aus Tränen" manches Meer. Und überhaupt: "Was hat dich hierher verschlagen?" Großen Themen widmet sich der 1965 geborene, in Hamburg lebende Autor und Übersetzer Mirko Bonné in seinem vierten Lyrikband "Die Republik der Silberfische". Als Motto stellt er den Gedichten ein Zitat Gottfried Benns voran: "Ein Tag ohne Tränen ist ein Zufall." In diesem Sinne folgen die Verse als Blaupausen der Melancholie.

Der Band ist in vier Zyklen gegliedert, deren erster "Souvenirs aus einem gefrorenen Garten" von einer Heimat erzählt, die den Worten zum Greifen nahe kommt und doch verloren ist. Denn die Gegenwart löst in Bonnés Gedichten keine Sehnsüchte ein, sondern Erinnerungen aus, deren Unberührbarkeit den Versen eingeschrieben ist. Sie bewegen sich zwischen Vergänglichkeit und Vergangenheit, befragen das …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.11.2008

KURZKRITIK
Quakend im Dunkeln
Mirco Bonnés sehr beschauliche Silberfischrepublik-Lyrik
„Die Republik der Silberfische”, das klingt ja ganz putzig, und tatsächlich erinnert Mirco Bonnés neuer Gedichtband eher an einen beschaulichen, vielleicht etwas schmuddeligen Zwergstaat denn an eine mit allen Wassern gewaschene, silberfischfreie Lyrikgroßmacht. Dazu fehlt dem Buch auch, so der Eindruck, die Stoßrichtung. Recht disparat scheint das Material; allerlei Themen werden angeschnitten, verschiedenste Formen ausprobiert: Liebesgedichte, Landschaftsgedichte, Gedichtgedichte. Doch fügt sich die umfangreiche Sammlung nicht zu einem Ganzen. Und auch für sich genommen wirken viele der Gedichte eher dürftig. Bonnés Hang zum Kalauer und sein mitunter sehr angestrengter Wille, originelle Bilder zu finden, gehen dabei eine etwas unglückliche Mischung ein. Aus Sekunden etwa werden, lustig, lustig, „Sehkunden”, oder es heißt am Ende eines Gedichts namens „Krötenperspektive”: „Quakend liegt der Rasen im Dunkeln”.
Manchmal auch bewegt sich Bonné auf der Grenze zum Kitsch – leider auf der falschen Seite: „Man will …

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Mirko Bonné, geboren 1965 in Tegernsee, lebt in Hamburg. Neben Übersetzungen der Lyrik von u.a. John Keats, E.E. Cummings und William Butler Yeats veröffentlichte er drei Gedichtbände, zuletzt Hibiskus Code (2003). Mirko Bonné wurde u.a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Preis (2001), dem Ernst-Willner-Preis (2002) und dem Förderpreis zum Kunstpreis Berlin (2004) ausgezeichnet.

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