Das lyrische Stenogrammheft; Kleines Lesebuch für Große
Diese "lyrischen Stenogramme" aus der welt des
Acht-Stunden-Alltags, der Großstadt und der Liebenden haben seit
ihrem ersten Erscheinen nichts von ihrer romantischen Ironie und
politischen Schärfe eingebüßt. Mascha Kaléko, die ihren
literarischen Ruhm im Berlin der dreißiger Jahre errang, erinnert
mit ihren eigentümlich-zärtlichen Rythmen an Erich Kästner, von
Alfred Polgar, Hermann Hesse und Thomas Mann wurde sie als
Dichterin der Großstadt gefeiert.
Mascha Kalékos Gedichte von Liebe, Abschied und Alleinsein und von
der Sehnsucht sind von jener "aufgeräumten Melancholie",
die Thomas Mann an ihnen rühmte. Ihre volksliedhaften Verse sind
Großstadtmärchen, die sich zu einem Lesebuch vom Leben summieren.
Mascha Kaleko, geb. am 7.6.1907 als Tochter jüdischer Eltern in Galizien, fand in den zwanziger Jahren in Berlin Anschluss an die literarische Boheme vor allem des Romanischen Cafes und hatte 1933 mit dem 'Lyrischen Stenogrammheft' ihren ersten großen Erfolg. 1938 emigrierte sie in die USA, von wo sie 1966 nach Israel übersiedelte. Sie starb am 21.1.1975 in Zürich.
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