Genauigkeit der Beobachtung, Reichtum der Formen und Bilder,
Motive, die ebenso überraschend wie unmittelbar einleuchtend sind,
vor allem aber eine Ironie, die das Pathos der Form bricht und
einen Gegenstand zur Klarheit bringt. Man liest, und plötzlich ist
der Augenblick alles. Thomas Steinfeld, Frankfurter Allgemeine
Zeitung
Die Gedichte von Wislawa Szymborska zeugen von Augenblicken der
Erleuchtung, der Stärke. Die große polnische Lyrikerin, die im Juli
1998 ihren 75. Geburtstag feierte, erhielt 1996 den Nobelpreis für
Literatur "Für eine Poesie, die mit ironischer Präzision den
historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten
menschlicher Wirklichkeit hervortreten läßt". Ihre Poesie ist
ihr Lebens-, Empfindungs- und Denkkommentar: Ob "Ende oder
Anfang", ob "Abschied vom Augenblick" oder die
Erkenntnis "Nichts ist geschenkt", die Wirklichkeit ist
für Wislawa Szymborska immer etwas, worüber man sprechen muß.
"Genauigkeit der Beobachtung, Reichtum der Formen und Bilder, Motive, die ebenso überraschend wie unmittelbar einleuchtend sind, vor allem aber eine Ironie, die das Pathos der Form bricht und einen Gegenstand zur Klarheit bringt. Man liest, und plötzlich ist der Augenblick alles." Thomas Steinfeld, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wislawa Szymborska, "die Erste unter den Lyrikerinnen Polens" (Julian Przybos), studierte in Krakau polnische Philologie und Soziologie. 1952 erschien ihr erster Gedichtband. Sie ist Preisträgerin der Stadt Krakau (1955). 1991 erhielt sie den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, 1995 den Herder-Preis. 1996 wurde sie mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet - für eine Poesie, die mit ironischer Präzision den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervortreten läßt. Wislawa Szymborska verstarb 2012 in Krakau.
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