Das Standardwerk "Die Geschichte der
Fußball-Weltmeisterschaft" ist um ein weiteres Kapitel
reicher: In der jetzt erschienenen neuesten Auflage beschäftigt es
sich auf 80 zusätzlichen Seiten mit dem Turnier 2010 in Südafrika,
der ersten Fußball-WM auf dem afrikanischen Kontinent. Noch einmal
erlebt der Leser in den ausführlichen Darstellungen von
Qualifikation und Endrunde das überraschend spritzige Auftreten der
jüngsten deutschen WM-Mannschaft seit 1934, das Vorrunden-Aus der
WM-Finalisten von 2006, Italien und Frankreich, und schließlich den
Sieg des schönen Fußballs in Form des spanischen Tiki-Taka. Neben
spannenden Spielberichten und der ausführlichen Statistik gibt es
zahlreiche Spieler-Porträts und Exkurse, etwa zur Situation des
afrikanischen Fußballs. So bietet dieses empfehlenswerte Werk
beides: Schwelgereien in Erinnerungen ebenso wie kritische Analyse
des Geschehens - und damit wohl die beste Art, dieses Ereignis in
einem Geschichtsbuch festzuhalten. Doch natürlich geht es nicht nur
um die WM 2010. Auch die vorherigen 18 Turniere werden in
aufschlussreichen Texten und vielen Fotos berücksichtigt. Dabei
belassen es die Autoren nicht bei bloßen Spielberichten, sondern
thematisieren auch gesellschaftliche Zeitumstände, taktische
Entwicklungen im Spielgeschehen sowie die zuweilen nicht
unproblematische Politik der FIFA. So entstand zugleich eine
Geschichte des Weltfußballs von den ersten Anfängen bis heute.
Südafrika lädt ein zur ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem
schwarzen Kontinent. Vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 treten dort die
besten Nationalmannschaften der Welt an darunter natürlich auch das
deutsche Team.
Allerorten wird wochenlang das Fußball-Fieber grassieren. Und
natürlich will man hinterher nachlesen, was und wie alles so
passiert ist. Wir werden daher unser bewährtes Geschichtsbuch zur
Fußball-Weltmeisterschaft in nunmehr fünfter Auflage fortschreiben:
Infos, Fotos und Anekdoten rund um das Turnier von Südafrika. Das
Prädikat Standardwerk , das (nicht nur) die taz dem Buch verliehen
hat, soll schließlich erhalten bleiben.