Max Frisch - Schütt, Julian

Julian Schütt 

Max Frisch

Biographie eines Aufstiegs. 1911-1954

Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
25 ebmiles sammeln
EUR 24,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Max Frisch

Max Frisch ist der meistgelesene Schriftsteller der Schweiz, in Deutschland verkaufen sich seine Bücher in Millionenauflage. Nun zeichnet die bisher gründlichste Biographie Frischs Aufstieg bis in die Mitte der fünfziger Jahre seines Jahrhunderts nach. Julian Schütt, einer der besten Kenner von Leben und Werk des Schweizer Autors, wertet dafür erstmals alle zugänglichen Quellen aus, darunter zahlreiche bislang unbekannte Briefe, Notate und Dokumente, und er hat mit vielen Zeitgenossen und Weggefährten des Dichters gesprochen. Lebendig und anschaulich erzählt er, wie Max Frisch zum Weltautor wurde.
Beide Weltkriege suchen ihn heim, auch wenn seine Heimat, die Schweiz, verschont bleibt. Der erste Krieg trübt die eigene Kindheit, beschädigt das Familienleben, der zweite zertrümmert sein schriftstellerisches Selbstverständnis. Fortan setzt er sich verschiedensten Realitäten aus, solange sie noch "glühende Objekte" sind: den Ruinen der kriegs versehrten Länder genauso wie der Liebe. Er holt das exakte Beobachten nach, sodaß er bald auffällt und die Beobachteten irritiert. Es entstehen längst zu Klassikern gewordene Werke wie "Graf Öderland", das "Tagebuch 1946-1949" und "Stiller". In ihnen zeigt Max Frisch auf einzigartige Weise, daß Politik und Literatur keine Gegensätze sein müssen dabei geht er, der große Identitätssucher, stets vom Ich und oft vom eigenen Ich aus, obwohl er es jedesmal als Glück empfindet, wenn er sich fremd ist.


Produktinformation

  • Verlag: Suhrkamp
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 589 S.
  • Seitenzahl: 592
  • Best.Nr. des Verlages: 42172
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 147mm x 37mm
  • Gewicht: 802g
  • ISBN-13: 9783518421727
  • ISBN-10: 3518421727
  • Best.Nr.: 31088789

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Noch eine Max-Frisch-Biografie? Weiß man nicht ohnehin schon genug von diesem dem Autobiografischen ja nun weiß Gott selbst zuneigenden Autor? Rhetorische Fragen, versichert der Rezensent Hans-Peter Kunisch nach Lektüre des nun erschienenen ersten, bis 1955 reichenden Bandes von Julian Schütts großangelegtem Projekt. Hier werden "neue Maßstäbe" gesetzt, hier geht es zugleich profunder und detaillierter zur Sache. Ausführlich dargestellt wird des jungen Frisch Verhältnis zum Vater, wird sein Schweiz-Nationalismus und weil Frisch Ingeborg Bachmann erst später kennenlernt, erfährt seine erste Frau Constanze von Meyenburg - es war keine glückliche Ehe - hier ihr biografisches Recht. Das alles wird noch dazu, freut sich der Rezensent, in bestens lesbarer Weise erzählt. Max Frisch wird, da ist Kunisch sehr sicher, in Zeiten wiedererstarkender "Bürgerlichkeit" eine Zukunft als Autor haben. Da kommt dies biografische Unternehmen gerade recht.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Zeichnet Diskretion diese Biografie aus, so gehört Schütt auch nicht zu den Autoren, die ihre Erkenntnisse wie Trophäen präsentieren. Und weil er nicht nur die Spuren dieses Lebens erforscht hat wie noch keiner zuvor, sondern auch das historische Umfeld mit grosser Kenntnis ausleuchtet, ist seine Biografie eines Aufstiegs überdies das Zeitbild einer bisweilen sehr fern und sehr fremd anmutendenen Epoche."(Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2011

In jeder Nullstunde fühlt er sich in seinem Element

Vom Aufstieg eines Frühbegabten zum Großschriftsteller: Gleich mehrere Bücher erinnern an Max Frisch, der im Mai hundert geworden wäre - und der Biographen stets misstraute.

Von Wolfgang Schneider

Biographien fixieren Lebenslinien; sie bringen das Werden und Wirken eines Menschen auf den Begriff. Niemand aber verabscheute die Festlegung so heftig wie Max Frisch. Die Sehnsucht, immer wieder ein anderer zu werden, ist sein Thema, seine Angst vor Routinen und Gewöhnung notorisch. Dem von Zuschreibungen umstellten Menschen den Ausweg aus einer Welt zu zeigen, die mit jedem Tag enger wird - das sah er als Aufgabe der Literatur. Wie Canetti manisch gegen den Tod anschrieb, so Frisch gegen die Versteinerung zu Lebzeiten.

Weil er dabei vom Autobiographischen ausging, misstraute er den Biographen zusätzlich: Das "Übelriechendste, was es unter Menschen gibt", sei jenes "köterhafte Geschnüffel nach der Privatesse, womit man die Dinge, die einer aus dem Persönlichen aufhebt, wieder dahin zurückdrückt." Schönen Dank, mag der Biograph denken. Und seine Lehre daraus ziehen. Julian Schütt …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.05.2011

Das Ende der Gemütlichkeit
Zum hundertsten Geburtstag von Max Frisch: In seiner Biographie erforscht Julian Schütt die Schweizer Wurzeln des Kritikers der Schweiz
Hat man nicht schon alles über ihn gehört? Zuerst durch ihn selbst, dank seinem Hang zum autobiographisch grundierten Schreiben, und jetzt durch die sich häufenden Biographien zu seinem 100. Geburtstag am 15. Mai? Man erinnert sich beim Wort „Geburtstag“: war da nicht die Stelle in „Montauk“, in der Max Frisch kühl anmerkt: „die schlichte Nachricht, dass ein Kind gezeugt wurde, hat mich gefreut, der Frau zuliebe“. Der Satz hat, neben vielen braven Leserinnen und Lesern, auch Frischs erste Tochter Ursula schockiert.
Jetzt liest man in einem Brief, den der junge Frisch an seinen Freund und Mäzen Werner Coninx schreibt, der ihm von der „Belastung“ geklagt hatte, Vater zu werden: „Für uns ist es eine wirkliche Freude, und wenn ich nicht annehmen müsste, dass ich Dich an eine Last erinnere, würde ich am liebsten davon erzählen! Trudy geht es immer gut, der Kleinen auch, und ich könnte sie, obschon sie noch wenig und nur ganz bescheiden in meinen Alltag eingreift, nicht mehr …

Weiter lesen

»Was macht Schütts 500-Seiten-Opus zu etwas Besonderem? Die gründliche Auswertung aller Quellen, auch der schwer zugänglichen. Die Erinnerungen von Weggefährten. Die neue, höhere Bewertung von Frischs Frühwerk. Und die leichte Lesbarkeit, der angenehme Stil.«

In bislang unerreichter Gründlichkeit hat Julian Schütt Max Frischs Biografie der ersten Lebenshälfte bis zu seinem Durchbruch als international anerkannter Schriftsteller erarbeitet und setzt damit neue Forschungsmaßstäbe, lobt Rezensent Roman Bucheli nachdrücklich. Sehr überzeugend zeichnet der Autor den jungen Frisch als zerrissen zwischen dem Wunsch nach bürgerlicher Anpassung und dem Gefühl, ein Außenseiter wie Rip van Winkle" zu sein, so der Rezensent. So ist es zwar bedauerlich, dass die Biografie nach der ersten Lebenshälfte abbricht, allerdings angesichts der schwierigen Quellenlage und dem Schwerpunkt der Lebensgeschichte Frischs durchaus nachvollziehbar, so Bucheli. Es hat ihn offensichtlich auch positiv berührt, dass sich Schütt in Werturteilen, was Werk oder bewegtes Privatleben des Schriftstellers angeht, sehr zurückhält und nicht nach Pointen schielt. Dass der Autor den historischen Kontext mit großem Sachverstand beleuchtet, macht das Buch zudem zu einem interessanten Zeitporträt, so der Rezensent anerkennend.

© Perlentaucher Medien GmbH
Julian Schütt, geb. 1964, war Literaturredakteur der Weltwoche und Redakteur der Kulturzeitschrift Du . Er konzipierte die große Max-Frisch-Ausstellung 1998 und arbeitet als freier Journalist und Autor in Zürich.

17 Marktplatz-Angebote für "Max Frisch" ab EUR 5,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 5,50 3,00 Banküberweisung Vincaminor 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 5,99 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,30 1,50 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,95 1,65 offene Rechnung, Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) rosenweg 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,95 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,9% ansehen
wie neu 11,00 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung bersuma 100,0% ansehen
sehr gut-gut 13,00 1,80 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Antiquariat Eva Mönkemöller 100,0% ansehen
14,00 2,00 Banküberweisung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Antiquariat Wolfgang Kochan 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 23,66 0,00 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung jo1u 98,4% ansehen
wie neu 23,70 0,00 Banküberweisung gregorgille 97,7% ansehen
Wie neu 23,70 0,00 Banküberweisung robo-buch 98,3% ansehen
gebraucht; wie neu 42,55 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,7% ansehen
gebraucht; wie neu 42,55 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,7% ansehen
gebraucht; wie neu 48,50 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,7% ansehen
gebraucht; wie neu 48,70 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,8% ansehen
gebraucht; wie neu 52,33 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,7% ansehen
gebraucht; wie neu 62,50 2,90 PayPal, Banküberweisung Mosakowski & Stiasny GbR 97,7% ansehen
Mehr von