Noch viel mehr von Sie und Er - Lippe, Jürgen von der; Cleves, Monika

Jürgen von der Lippe Monika Cleves 

Noch viel mehr von Sie und Er

Neue Botschaften aus parallelen Universen

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Noch viel mehr von Sie und Er

Â"Amüsanter Mix aus Verstand und Spott.Â" Der Spiegel Das Erfolgsgespann Jürgen von der Lippe und Monika Cleves plaudert wieder über Gott und die Welt. Komisch, ungerecht und mit einer Lust am Spott, die einem nur das Wissen um die eigene Unfehlbarkeit schenkt. Was sich mag, das neckt sich: Jürgen von der Lippes und Monika Cleves wunderbar komischer und erfrischend ungerechter Schlagabtausch über Themen wie Alter, Krankheit, Gewalt, Religion, Weihnachten und Schönheitschirurgie geht in die zweite Runde - sämtliche Katastrophen des Universums und des Alltags streng paritätisch und diätetisch aus weiblicher und männlicher Sicht. Das schenkt die Gleichstellungsbeauftragte ihrer Gynäkologin, und die Presse jubelt: Â"Komisch, ungerecht und erschreckend wahr.Â" NDR Â"Unvereinbar, aber umwerfend komisch!Â" Neue Revue Â"Ein Ping-Pong der Pointen.Â" Rheinische Post Â"Herrlicher Spaß!Â" SuperIllu Â"Ein 1A Lesetipp für Tage, an denen einem ein wenig trübe um die Seele ist.Â" Life!


Produktinformation

  • Verlag: Eichborn
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 173 S.
  • Seitenzahl: 173
  • Deutsch
  • Abmessung: 219mm x 129mm x 20mm
  • Gewicht: 280g
  • ISBN-13: 9783821849706
  • ISBN-10: 3821849703
  • Best.Nr.: 23824735
'Der gepfefferte Schlagabtausch über Urlaub, Sex, Pflanzen & Vorurteile geht weiter: weibliche kontra männliche Sicht. Hochamüsant“ (SUPER ILLU, 25.09.) 'Endlich geht der erfrischend ungerechte und wunderbar komische Schlagabtausch der beiden Autoren Jürgen von der Lippe und Monika Cleves in die zweite Runde.“ (Express, 19. Oktober 2008)

'Der gepfefferte Schlagabtausch über Urlaub, Sex, Pflanzen & Vorurteile geht weiter: weibliche kontra männliche Sicht. Hochamüsant“ (SUPER ILLU, 25.09.) 'Endlich geht der erfrischend ungerechte und wunderbar komische Schlagabtausch der beiden Autoren Jürgen von der Lippe und Monika Cleves in die zweite Runde.“ (Express, 19. Oktober 2008)
Jürgen von der Lippe, Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Comedian und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Er lebt in Berlin und ist u. a. Träger des Bambi, des Grimme-Preises und der Goldenen Kamera.

Leseprobe zu "Noch viel mehr von Sie und Er"

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Leseprobe zu "Noch viel mehr von Sie und Er"

SIE

Pflanzen

Pflanzen und Frauen verstehen sich, sie sind Seelenverwandte allerersten Grades. Sie verbindet eine ursprüngliche Freude an Wachstum, an Samen, Keim- und Schösslingen, Knospen, Blüten, Früchten und jungen Trieben.

Ihre Welt ist zart, bunt und wild, voller Schönheit und Intelligenz, sie spenden Nahrung, Energie, Medizin, Liebe und Schutz und sie haben in vielen wichtigen Dingen des Lebens ähnliche Strategien. Mit Düften, Farben und Formen betören sie andere Lebewesen und bringen sie dazu, bei der Vermehrung behilflich zu sein. Beide gründen Lebensgemeinschaften, die wir in der Flora Symbiosen und bei uns Ehe nennen. Männer und Pflanzen?

Dazu fällt mir auf Anhieb nur die Schwarze Rose ein, eine Herrenhemdmarke aus den 60er-Jahren, der Rosenkavalier von Richard Strauss und Tangotänzer, die mit einer Rose zwischen den Zähnen überschäumende Leidenschaft vortäuschen. Aber außer ständig ans Fortpflanzen zu denken, haben Männer mit Pflanzen sonst wenig zu tun. Sie beschäftigen sich mit ihnen nur, wenn etwas Hochprozentiges dabei herauskommt. An ihren beruflichen und privaten Wirkungsstätten findet sich kaum Grünes, und falls doch, ist es meist in einem erbarmungs- würdigen Zustand. Selbst Jesus ließ bei seinem Einzug in Jerusalem absichtlich einen Feigenbaum verdorren, der ihm gar nichts getan hatte, nur weil er gerade keine Früchte trug (Matthäus 21, 18 - 22). Nun sind verlässliche Fürsorge und Geduld nicht gerade männliche Stärken.

Ist wohl nicht spektakulär genug und man kann damit nicht angeben. Der Satz: "Boh, heute hab ich vierzig Liegestütze geschafft, einarmig, auf den Fingerspitzen", passt.

Der Satz: "Boh, hab ich heute meinen Ficus gegossen", nicht. Sie halten die These, dass Wachstumsprozesse allein durch die Kraft liebevoller Zuwendung gefördert werden, natürlich für Esoterikerinnengesülze.

Das erstaunt umso mehr, als sie diesen Vorgang doch jederzeit in intimen Stunden am eigenen Körper bzw. Geschlecht nachvollziehen können.

Weil aber der "lästige" Bewuchs auf der Erdoberfläche nun mal da ist, erfand der Mann Maschinen, um ihn zu bearbeiten.

Der Gerätepark, den sie für einen Rasenschnitt benötigen, ist oft größer als die Rasenfläche selbst. Männer operieren an der offenen Grasnarbe mit elektrischen Sichel-, Spindel- und Luftkissen-Rasenmähern, die zusätzlich mit integrierten Moosrupfern ausgestattet sein müssen. Überschreitet die zu bearbeitende Fläche die Größe des Gartentisches, liebäugeln sie schon mit Rasenmähertraktoren, weil sie da aufsitzen können. Kommt noch ein wenig Gartenarbeit mit Hecken, Obstbäumen und Blumenbeeten hinzu, geht ohne elektrische Motorhacke mit mindestens 10 cm Hacktiefe und schwenkbarem Führungsrad, Motorsäge und dazu passendem Sägekettenschärfgerät, Holzspalter mit mindestens 20 Tonnen Arbeitsdruck, Tisch-Wippkreissäge, Elektro-Vertikutierer, 1000 Watt stark mit Totmannschaltung, Häcksler mit Schneid- und Quetschtechnik und ohne elektrische Heckenschere mit mindestens 60er Schwertlänge gar nichts. Das alles geht nicht ganz ohne Geräusche vonstatten. Der bevorzugte Zeitpunkt dafür ist natürlich ausgerechnet der Samstag, an dem die Gleichgesinnten aus der Nachbarschaft zufällig mal Ruhe geben, weil sie im Baumarkt nach Hochdruckreinigern, Laubbläsern, Feuerschwertern und 2-Takt-Motor-Giftspritzgeräten mit 4-fach-Dosierung suchen, die dann garantiert am folgenden Wochenende zum Einsatz kommen. Die Suche und Auswahl, Reparatur und Pflege all dieser Maschinen beansprucht mehr Zeit als die eigentliche Gartenarbeit selbst. Die erledigen dann doch die Frauen "wie nebenbei", wenn sie mit ihrer Gießkanne und Nagelschere durch den Garten gehen. Dabei kommen ihnen unweigerlich Gedanken wie: Pflanzen sind einfach die besseren Männer; sie haben Gefühle, hören gerne Musik und verfügen über ein Gedächtnis. Bei Pflanzen steigen die Erregungskurven schon an, wenn man nur an sie denkt, und sei es aus dem 800 km entfernten Urlaubsort.

Probieren Sie das mal mit Ihrem Mann, selbst wenn er direkt neben Ihnen liegt. Sie machen nicht so viel Arbeit und blühen schöner. Sie kommen auch nachts nicht volltrunken nach Hause, angeblich von einer Tagung, womöglich mit dem Thema "Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe". Das Alleraller allzuschlimmste sind jedoch Ehemänner, deren Opa Gärtner war und die ihre verblassten Kindheitserinnerungen an den grünen Daumen des Urahns urplötzlich in die Ehe einbringen und z. B. keck behaupten, dass die Zimmerpflanzen, die seit Jahren friedlich zusammen auf ihrem Fensterbrett blühen und gedeihen, sich eigentlich nicht mögen. Wenn Jesus diese Männer hätte verdorren lassen, hätte ich das verstanden und sogar "Zugabe" geschrien.

ER

Pflanzen

Kaum etwas verdeutlicht den Unterschied zwischen Mann und Weib so klar wie das Verhältnis zu oder besser der Umgang mit Pflanzen. Frauen sprechen mit Pflanzen, Männer nicht, außer Floristen vielleicht und angeblich Prinz Charles. Der hat ja ohnehin recht originelle Kommunikationsstrategien, ohne dass ich jetzt diese Tampongeschichte noch einmal aufwärmen möchte. Aber vielleicht raunt er seinem Lieblingsgummibaum zu: "Na, du süße Sau, heute mach ich dich wieder mal so richtig feucht, wie wir beide es mögen?"

Man weiß es nicht, aber es führt uns mitten ins Thema.

Der Gummibaum war die Büropflanze der Sechzigerund Siebzigerjahre, wurde dann vom Ficus Benjamini verdrängt, der seinerseits im Moment den Baumarktorchideen für vier bis sieben Euro weichen muss. Ich glaube nicht, dass Flora, die römische Göttin der Schönheit und Jugend, nach der die Pflanzenwelt in toto benannt ist, Freudenpurzelbäume schlagen würde, weil auch Gummibaum und Ficus in ihr beheimatet sind.

Was wird jemand antworten, den man fragt: Warum hast du diesen Gummibaum im Zimmer stehen? Vielleicht: Weil er so schön ist? Nein, eher: Weiß nicht, keine Ahnung, können wir jetzt zur Sache kommen? In Wirklichkeit steht er da, weil er schon immer da stand, weil der Vorgänger ihn vergessen hat oder der Anstreicher ihn nach getaner Arbeit dort entsorgt hat. Kein Schwein würde ihn vermissen, außer der Putzfrau, die sich jetzt etwas anderes suchen muss, wo sie eine Viertelstunde Zeit schinden kann, dasselbe gilt selbstverständlich für den Putzmann, wobei der beim Blätterentstauben wie bereits erwähnt nicht mit dem Gummibaum spricht, normalerweise.

Selbstverständlich sind Pflanzen auch für Männer interessant, ja nützlich, und damit meine ich nicht nur die essbaren Pflanzen, darüber müssen wir wirklich nicht reden, aber denken wir an die Grundausbildung, Geländedienst, das beliebte Tarnen, wo man sich das Gesicht mit einem angekokelten Korken beschmierte, Zweige an den Helm steckte und für Stunden mit der Flora des sauerländischen Forstes verschmolz, oder wohin auch immer es einen verschlagen hatte, der vor der Prüfungskommission für Wehrdienstverweigerer nicht begründen konnte, warum er jemanden nicht mit Waffengewalt daran hindern wollte, Weib und Kind zu schänden. Das Thema Tarnen behandelt ja auch folgender in allen Armeen der Welt bekannte Witzklassiker: Aus der Phalanx als Tannenbäume getarnter Rekruten bricht einer aus und rennt heulend Richtung Kaserne. Als Grund gibt er später an, ein Eichhörnchen habe sich an seinen Preziosen zu schaffen gemacht mit den Worten: Oh, wie schön, den Zapfen fress ich gleich und die beiden Nüsslein vergrabe ich für den Winter.

Beim Überlebenstraining, was in Managerkreisen ja sehr en vogue ist, dienen 'ste, Zweige, Bldtter uns als Nachtlager, Regendach und zum Feuermachen. Wir rubbeln einen Holzstab, der auf einem Brettchen steht, das mit pulvertrockenen Gräslein oder Spänen aus dem Inneren toter Bäume bedeckt ist, so lange zwischen unseren Händen, bis wir wissen, dass der Herrgott sich durchaus etwas dabei gedacht hat, als er unsere Handinnenflächen mit Haut überzog.

Der Ro-Mann-tiker von Welt denkt natürlich sofort an rote Rosen, mit denen er beim ersten Date wie weiland Hänsel und Gretel den Heimweg mit Brotkrumen den Weg vom Wohn- zum Schlafzimmer markiert...

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SIE

Pflanzen

Pflanzen und Frauen verstehen sich, sie sind Seelenverwandte allerersten Grades. Sie verbindet eine ursprüngliche Freude an Wachstum, an Samen, Keim- und Schösslingen, Knospen, Blüten, Früchten und jungen Trieben.

Ihre Welt ist zart, bunt und wild, voller Schönheit und Intelligenz, sie spenden Nahrung, Energie, Medizin, Liebe und Schutz und sie haben in vielen wichtigen Dingen des Lebens ähnliche Strategien. Mit Düften, Farben und Formen betören sie andere Lebewesen und bringen sie dazu, bei der Vermehrung behilflich zu sein. Beide gründen Lebensgemeinschaften, die wir in der Flora Symbiosen und bei uns Ehe nennen. Männer und Pflanzen?

Dazu fällt mir auf Anhieb nur die Schwarze Rose ein, eine Herrenhemdmarke aus den 60er-Jahren, der Rosenkavalier von Richard Strauss und Tangotänzer, die mit einer Rose zwischen den Zähnen überschäumende Leidenschaft vortäuschen. Aber außer ständig ans Fortpflanzen zu denken, haben Männer mit Pflanzen sonst wenig zu tun. Sie beschäftigen sich mit ihnen nur, wenn etwas Hochprozentiges dabei herauskommt. An ihren beruflichen und privaten Wirkungsstätten findet sich kaum Grünes, und falls doch, ist es meist in einem erbarmungs- würdigen Zustand. Selbst Jesus ließ bei seinem Einzug in Jerusalem absichtlich einen Feigenbaum verdorren, der ihm gar nichts getan hatte, nur weil er gerade keine Früchte trug (Matthäus 21, 18 - 22). Nun sind verlässliche Fürsorge und Geduld nicht gerade männliche Stärken.

Ist wohl nicht spektakulär genug und man kann damit nicht angeben. Der Satz: "Boh, heute hab ich vierzig Liegestütze geschafft, einarmig, auf den Fingerspitzen", passt.

Der Satz: "Boh, hab ich heute meinen Ficus gegossen", nicht. Sie halten die These, dass Wachstumsprozesse allein durch die Kraft liebevoller Zuwendung gefördert werden, natürlich für Esoterikerinnengesülze.

Das erstaunt umso mehr, als sie diesen Vorgang doch jederzeit in intimen Stunden am eigenen Körper bzw. Geschlecht nachvollziehen können.

Weil aber der "lästige" Bewuchs auf der Erdoberfläche nun mal da ist, erfand der Mann Maschinen, um ihn zu bearbeiten.

Der Gerätepark, den sie für einen Rasenschnitt benötigen, ist oft größer als die Rasenfläche selbst. Männer operieren an der offenen Grasnarbe mit elektrischen Sichel-, Spindel- und Luftkissen-Rasenmähern, die zusätzlich mit integrierten Moosrupfern ausgestattet sein müssen. Überschreitet die zu bearbeitende Fläche die Größe des Gartentisches, liebäugeln sie schon mit Rasenmähertraktoren, weil sie da aufsitzen können. Kommt noch ein wenig Gartenarbeit mit Hecken, Obstbäumen und Blumenbeeten hinzu, geht ohne elektrische Motorhacke mit mindestens 10 cm Hacktiefe und schwenkbarem Führungsrad, Motorsäge und dazu passendem Sägekettenschärfgerät, Holzspalter mit mindestens 20 Tonnen Arbeitsdruck, Tisch-Wippkreissäge, Elektro-Vertikutierer, 1000 Watt stark mit Totmannschaltung, Häcksler mit Schneid- und Quetschtechnik und ohne elektrische Heckenschere mit mindestens 60er Schwertlänge gar nichts. Das alles geht nicht ganz ohne Geräusche vonstatten. Der bevorzugte Zeitpunkt dafür ist natürlich ausgerechnet der Samstag, an dem die Gleichgesinnten aus der Nachbarschaft zufällig mal Ruhe geben, weil sie im Baumarkt nach Hochdruckreinigern, Laubbläsern, Feuerschwertern und 2-Takt-Motor-Giftspritzgeräten mit 4-fach-Dosierung suchen, die dann garantiert am folgenden Wochenende zum Einsatz kommen. Die Suche und Auswahl, Reparatur und Pflege all dieser Maschinen beansprucht mehr Zeit als die eigentliche Gartenarbeit selbst. Die erledigen dann doch die Frauen "wie nebenbei", wenn sie mit ihrer Gießkanne und Nagelschere durch den Garten gehen. Dabei kommen ihnen unweigerlich Gedanken wie: Pflanzen sind einfach die besseren Männer; sie haben Gefühle, hören gerne Musik und verfügen über ein Gedächtnis. Bei Pflanzen steigen die Erregungskurven schon an, wenn man nur an sie denkt, und sei es aus dem 800 km entfernten Urlaubsort.

Probieren Sie das mal mit Ihrem Mann, selbst wenn er direkt neben Ihnen liegt. Sie machen nicht so viel Arbeit und blühen schöner. Sie kommen auch nachts nicht volltrunken nach Hause, angeblich von einer Tagung, womöglich mit dem Thema "Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe". Das Alleraller allzuschlimmste sind jedoch Ehemänner, deren Opa Gärtner war und die ihre verblassten Kindheitserinnerungen an den grünen Daumen des Urahns urplötzlich in die Ehe einbringen und z. B. keck behaupten, dass die Zimmerpflanzen, die seit Jahren friedlich zusammen auf ihrem Fensterbrett blühen und gedeihen, sich eigentlich nicht mögen. Wenn Jesus diese Männer hätte verdorren lassen, hätte ich das verstanden und sogar "Zugabe" geschrien.

ER

Pflanzen

Kaum etwas verdeutlicht den Unterschied zwischen Mann und Weib so klar wie das Verhältnis zu oder besser der Umgang mit Pflanzen. Frauen sprechen mit Pflanzen, Männer nicht, außer Floristen vielleicht und angeblich Prinz Charles. Der hat ja ohnehin recht originelle Kommunikationsstrategien, ohne dass ich jetzt diese Tampongeschichte noch einmal aufwärmen möchte. Aber vielleicht raunt er seinem Lieblingsgummibaum zu: "Na, du süße Sau, heute mach ich dich wieder mal so richtig feucht, wie wir beide es mögen?"

Man weiß es nicht, aber es führt uns mitten ins Thema.

Der Gummibaum war die Büropflanze der Sechzigerund Siebzigerjahre, wurde dann vom Ficus Benjamini verdrängt, der seinerseits im Moment den Baumarktorchideen für vier bis sieben Euro weichen muss. Ich glaube nicht, dass Flora, die römische Göttin der Schönheit und Jugend, nach der die Pflanzenwelt in toto benannt ist, Freudenpurzelbäume schlagen würde, weil auch Gummibaum und Ficus in ihr beheimatet sind.

Was wird jemand antworten, den man fragt: Warum hast du diesen Gummibaum im Zimmer stehen? Vielleicht: Weil er so schön ist? Nein, eher: Weiß nicht, keine Ahnung, können wir jetzt zur Sache kommen? In Wirklichkeit steht er da, weil er schon immer da stand, weil der Vorgänger ihn vergessen hat oder der Anstreicher ihn nach getaner Arbeit dort entsorgt hat. Kein Schwein würde ihn vermissen, außer der Putzfrau, die sich jetzt etwas anderes suchen muss, wo sie eine Viertelstunde Zeit schinden kann, dasselbe gilt selbstverständlich für den Putzmann, wobei der beim Blätterentstauben wie bereits erwähnt nicht mit dem Gummibaum spricht, normalerweise.

Selbstverständlich sind Pflanzen auch für Männer interessant, ja nützlich, und damit meine ich nicht nur die essbaren Pflanzen, darüber müssen wir wirklich nicht reden, aber denken wir an die Grundausbildung, Geländedienst, das beliebte Tarnen, wo man sich das Gesicht mit einem angekokelten Korken beschmierte, Zweige an den Helm steckte und für Stunden mit der Flora des sauerländischen Forstes verschmolz, oder wohin auch immer es einen verschlagen hatte, der vor der Prüfungskommission für Wehrdienstverweigerer nicht begründen konnte, warum er jemanden nicht mit Waffengewalt daran hindern wollte, Weib und Kind zu schänden. Das Thema Tarnen behandelt ja auch folgender in allen Armeen der Welt bekannte Witzklassiker: Aus der Phalanx als Tannenbäume getarnter Rekruten bricht einer aus und rennt heulend Richtung Kaserne. Als Grund gibt er später an, ein Eichhörnchen habe sich an seinen Preziosen zu schaffen gemacht mit den Worten: Oh, wie schön, den Zapfen fress ich gleich und die beiden Nüsslein vergrabe ich für den Winter.

Beim Überlebenstraining, was in Managerkreisen ja sehr en vogue ist, dienen 'ste, Zweige, Bldtter uns als Nachtlager, Regendach und zum Feuermachen. Wir rubbeln einen Holzstab, der auf einem Brettchen steht, das mit pulvertrockenen Gräslein oder Spänen aus dem Inneren toter Bäume bedeckt ist, so lange zwischen unseren Händen, bis wir wissen, dass der Herrgott sich durchaus etwas dabei gedacht hat, als er unsere Handinnenflächen mit Haut überzog.

Der Ro-Mann-tiker von Welt denkt natürlich sofort an rote Rosen, mit denen er beim ersten Date wie weiland Hänsel und Gretel den Heimweg mit Brotkrumen den Weg vom Wohn- zum Schlafzimmer markiert...

13 Marktplatz-Angebote für "Noch viel mehr von Sie und Er" ab EUR 2,11

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 2,11 1,65 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung jobemallorca 100,0% ansehen
wie neu 2,20 1,00 Banküberweisung Leseratte63neu 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,80 1,20 Banküberweisung Buchrudi 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,13 2,50 Banküberweisung, offene Rechnung, PayPal, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Modati/Buchland a.de 99,5% ansehen
wie neu 3,50 1,60 Banküberweisung, offene Rechnung Buechermarkt-20 08 99,3% ansehen
wie neu 4,00 1,20 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung fraumaier 100,0% ansehen
wie neu 4,40 1,20 Banküberweisung axelkevin 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,95 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,9% ansehen
gebraucht; sehr gut 5,99 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Buchhandlung Vaternahm 99,5% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 6,34 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
gebraucht; sehr gut 6,70 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, Skrill/Moneybookers, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Agroplant GmbH 99,7% ansehen
wie verlagsneu, Umschlag: Ohne Schutzums 7,99 1,95 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung buchkuttig 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,25 3,00 offene Rechnung Bücher Thöne 99,7% ansehen
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