Hetzjagd - Moore, Brian

Brian Moore 

Hetzjagd

Roman. Mit e. Krimi-Analyse der ZEIT-Redaktion

Aus d. Engl. v. Bernhard Robben
Gebundenes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Hetzjagd

Frankreich: 44 Jahre lang hat sich der Kriegsverbrecher Pierre Brossard der gerechten Strafe entziehen können. Zwar wurde er 1945 vor Gericht wegen Kollaboration mit den Nazis verurteilt, vom Staatspräsidenten aber später skandalöserweise begnadigt. Konspirative Kleriker und Politiker schützen und finanzieren den inzwischen 70-Jährigen. Und während andere Taten nach 40 Jahren verjähren, gilt dies nicht für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Verrat trifft den Verräter, und eine gnadenlose Jagd quer durch Südfrankreich beginnt. Brian Moore, der hier Gerechtigkeit und Rache, Schuld und Sühne in einem packenden und meisterlichen Roman verhandelt, deckt jenes labyrinthische Minenfeld auf, das zum Erbe Nachkriegsfrankreichs gehört. In einem exklusiven Anhang zum Buch erläutert ZEIT-Autor Joachim Fritz-Vannahme Roman und Realität in "Hetzjagd" und zeigt die historischen und politischen Hintergründe der Epoche auf.


Produktinformation

  • Abmessung: 219mm x 151mm x 23mm
  • Gewicht: 405g
  • ISBN-13: 9783841901682
  • ISBN-10: 3841901689
  • Best.Nr.: 35522031
"Dieses Buch gehört zum Besten, was geistreiche, politische Thriller zu bieten haben, die Spannung läßt keinen Augenblick nach." (The Times Literary Supplement)

"Hetzjagd lesen Sie in einem Zug: als knallharten Schocker, als psychologischen Thriller, als Verfolgungsjagd oder als abenteuerliche Reise durch Frankreich, als religiös-politisches Rätsel - doch wofür Sie sich auch entscheiden, Sie fahren gut mit diesem Buch." (The New York Times Book Review)

"Ein glänzend und rasant geschriebener psychologischer Thriller. Denn nicht nur die gnadenlose Verfolgung Brossards zieht einen in den Bann. Faszinierend zu lesen ist auch das vielschichtige Portrait Brossards. Mal ist er ein einsamer alter Mann, dann wieder der alte listige Fuchs, der seinen Verfolgern immer wieder entkommt, dann mimt er wieder den gläubigen Christen, um schließlich sein wahres Gesicht zu zeigen - das eines eiskalten, unberechenbaren, brutalen Menschen. Diese Kombination macht den Roman zu einem spannenden, atemberaubenden Erlebnis." (Süddeutscher Rundfunk)

"Wirklichheit und Fiktion greifen so ineinander, daß man beim Lesen den Eindruck hat, es könnte sich durchaus um einen authentischen Fall handeln. Dieser Realismus gibt der Spannung des Buches eine besondere Qualität." (Radio Bremen)

»Brian Moores spannender, glänzend geschriebener Politthriller Hetzjagd ist, wie fast alle Romane des gebürtigen Nordiren, ein zutiefst moralisches Buch, eine Abhandlung über Schuld, Sühne, Gerechtigkeit und Rache – und eine bittere, aber keineswegs billige Abrechnung mit der Verlogenheit der katholischen Amtskirche.«
Der Spiegel, Hamburg
»Wirklichheit und Fiktion greifen so ineinander, daß man beim Lesen den Eindruck hat, es könnte sich durchaus um einen authentischen Fall handeln. Dieser Realismus gibt der Spannung des Buches eine besondere Qualität.«
Barbara Dobrick / Radio Bremen
»Der totgesagte Spionageroman lebt: John le Carré und Brian Moore führen den Beweis.«
Wolfram Knorr / Die Weltwoche, Zürich
»Hetzjagd lesen Sie in einem Zug: als knallharten Schocker, als psychologischen Thriller, als Verfolgungsjagd oder als abenteuerliche Reise durch Frankreich, als religiös-politisches Rätsel – doch wofür Sie sich auchentscheiden, Sie fahren gut mit diesem Buch.«
The New York Times Book Review
»Hochbrisant. Exzellent. Hetzjagd ist ein neues Format des politischen Romans.«
Christian Seiler / Profil, Wien
»Brian Moore, der ausgezeichnet schreiben kann und bei Diogenes auch adäquat übersetzt wird, hat einen faszinierenden Thriller geschrieben, der dem Leser über viele, viele Seiten die Chance gibt, sich selbst auf eine der Seiten zu schlagen. Zum uneinsichtigen Kollaborateur, der allmählich in Stich gelassen wird und in Notwehr mordet, oder zu einer der möglichen staatlichen oder kirchlichen Persönlichkeiten, die an ihrer Vergangenheit leiden.«
Kurier, Wien
»Ein glänzend und rasant geschriebener psychologischer Thriller. Denn nicht nur die gnadenlose Verfolgung Brossards zieht einen in den Bann. Faszinierend zu lesen ist auch das vielschichtige Portrait Brossards. Mal ist er ein einsamer alter Mann, dann wieder der alte listige Fuchs, der seinen Verfolgern immer wieder entkommt, dann mimt er wieder den gläubigen Christen, um schließlich sein wahres Gesicht zu zeigen – das eines eiskalten, unberechenbaren, brutalen Menschen. Diese Kombination macht den Roman zu einem spannenden, atemberaubenden Erlebnis.«
Silke Arning / Süddeutscher Rundfunk, Stuttgart
»Ein atemberaubender Polit-Thriller über Aufrechnung, Abrechnung, Schuld und Heuchelei. … Es ist wohl – wieder einmal – sein größtes Verdienst, daß er ebenso ruhig wie kraftvoll, ebenso geradlinig wie komplex die Geschichte eines Menschen erzählt (und dies auf ungemein spannende Weise). Darüber hinaus aber schubst Moore den Leser, ganz unmerklich, zu den großen Fragen – diesmal sind es die Fragen nach Schuld, Sühne und Vergebung.«
Peter Godazgar / Mitteldeutsche Zeitung, Hannover
»Ein praller Polit-Thriller auf höchstem Niveau. Brisant und packend.«
Brigitte, Hamburg
»Moore gelingt es, mit einem Maximum an Mitgefühl ein Höchstmaß an Wahrhaftigkeit herzustellen. Die Psyche des Gejagten ist Morre genauso wichtig wie die Motive seiner Jäger, der Gottglauben des Kriegsverbrechers wird ebenso ernst genommen wie der latente Antisemitismus entscheidender katholischer Würdenträger. Daß Moore die Hetzjagd dazu benützt, seine Leser in die psychologisch-politischen Abgründe der Zeitgeschichte und derer, die sie prägen, zu führen, ist eine der unersetzlichen Leistungen großer Literatur.«
Christian Seiler / Profil, Wien

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.12.2006

Band 48
Dunkle Vergangenheit
Brian Moores „Hetzjagd”
Brian Moore hat bereits Mitte der neunziger Jahre etwas vorgeführt, was just in diesen Tagen als große Neuerung, als suggestives erzählerisches Manöver gefeiert wird. Nicht nur in Frankreich sprechen alle vom Sensationserfolg „Les Bienveillantes” des Jungstars Jonathan Littell, vom überrumpelnden Einfall, das Geschehen aus der Perspektive eines hohen SS-Mannes zu erleben, seine wahnwitzige Emotionalität, seine Binnenlogik, seine menschlichen Regungen als die eigenen wahrzunehmen. Dasselbe Muster findet sich jedoch schon 1993 in Brian Moores Erfolgskrimi „Hetzjagd”.
Hauptfigur ist Pierre Brossard, ein ranghoher Angehöriger der Miliz im französischen Vichy-Regime. Als offensiver Kollaborateur mit den Nazis hat er in der Zeit der deutschen Besatzung den Abtransport von französischen Juden in die Konzentrationslager organisiert. Und wegen einer ganz bestimmten Aktion wird er im Jahr des Romangeschehens, 1989, als Siebzigjähriger immer noch gesucht: Er ist verantwortlich für die Erschießung von 14 Juden im südfranzösischen Dombey, ein „Verbrechen gegen …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.1997

Zu Boden mit dem, der stürzen will
Die Verfehlungen der Kirche und das Gewissen eines Mörders: Brian Moores Roman "Hetzjagd" / Von Paul Ingendaay

Es ist ein heißer Nachmittag im Süden Frankreichs, und R. möchte einen Mord begehen. Der alte Mann, den er schon seit Tagen beschattet, heißt Pierre Brossard und läßt sich bei seinen Verrichtungen viel Zeit. Soeben hat er in einem Café seine Post entgegengenommen, dann hat er beim Bäcker ein Mandeltörtchen gekauft, das er im Auto verzehrt. Schließlich ist es soweit: Brossard und sein Verfolger setzen sich in Bewegung. R. überholt den Peugeot des Alten, er ahnt dessen Ziel und wird weiter oben eine Panne vortäuschen, die Pistole griffbereit in der Aktentasche. Doch nicht Brossard verliert sein Leben, sondern R., und sobald die Waffe abgefeuert ist, wechselt der Erzähler abrupt die Perspektive. Er versetzt sich in das Innere Brossards, als wäre sein Platz auf der Seite der Mörder.

Nicht nur wegen der sorgfältig gesteigerten Spannung beeindruckt diese Szene, sondern auch wegen der Dreistheit, mit der Brian Moore gegen erzählerische Konventionen verstößt. Es ist, als wollte der Autor …

Weiter lesen
Brian Moore, geboren 1921 in Belfast, diente im Zweiten Weltkrieg als britischer Soldat in Nordafrika und war von 1946 bis 1947 UN-Beauftragter in Polen, wo er begann, Reportagen zu schreiben. Er wanderte zunächst nach Kanada aus und ließ sich 1959 in Kalifornien nieder. Für seine insgesamt 19 Romane erhielt er zahlreiche Literaturpreise wie den Prix littéraire du Québec (1958) oder den Hughes Irish Fiction Award (1988). Moore starb 1999 in Malibu.

Ein Marktplatz-Angebot für "Hetzjagd" für EUR 21,19

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 21,19 0,00 Kreditkarte, offene Rechnung AHA-BUCH GmbH 99,2% ansehen