"Dieses Buch gehört zum Besten, was geistreiche, politische Thriller zu bieten haben, die Spannung läßt keinen Augenblick nach." (The Times Literary Supplement)
"Hetzjagd lesen Sie in einem Zug: als knallharten Schocker, als psychologischen Thriller, als Verfolgungsjagd oder als abenteuerliche Reise durch Frankreich, als religiös-politisches Rätsel - doch wofür Sie sich auch entscheiden, Sie fahren gut mit diesem Buch." (The New York Times Book Review)
"Ein glänzend und rasant geschriebener psychologischer Thriller. Denn nicht nur die gnadenlose Verfolgung Brossards zieht einen in den Bann. Faszinierend zu lesen ist auch das vielschichtige Portrait Brossards. Mal ist er ein einsamer alter Mann, dann wieder der alte listige Fuchs, der seinen Verfolgern immer wieder entkommt, dann mimt er wieder den gläubigen Christen, um schließlich sein wahres Gesicht zu zeigen - das eines eiskalten, unberechenbaren, brutalen Menschen. Diese Kombination macht den Roman zu einem spannenden, atemberaubenden Erlebnis." (Süddeutscher Rundfunk)
"Wirklichheit und Fiktion greifen so ineinander, daß man beim Lesen den Eindruck hat, es könnte sich durchaus um einen authentischen Fall handeln. Dieser Realismus gibt der Spannung des Buches eine besondere Qualität." (Radio Bremen)
»Brian Moores spannender, glänzend geschriebener Politthriller Hetzjagd ist, wie fast alle Romane des gebürtigen Nordiren, ein zutiefst moralisches Buch, eine Abhandlung über Schuld, Sühne, Gerechtigkeit und Rache – und eine bittere, aber keineswegs billige Abrechnung mit der Verlogenheit der katholischen Amtskirche.«
Der Spiegel, Hamburg
»Wirklichheit und Fiktion greifen so ineinander, daß man beim Lesen den Eindruck hat, es könnte sich durchaus um einen authentischen Fall handeln. Dieser Realismus gibt der Spannung des Buches eine besondere Qualität.«
Barbara Dobrick / Radio Bremen
»Der totgesagte Spionageroman lebt: John le Carré und Brian Moore führen den Beweis.«
Wolfram Knorr / Die Weltwoche, Zürich
»Hetzjagd lesen Sie in einem Zug: als knallharten Schocker, als psychologischen Thriller, als Verfolgungsjagd oder als abenteuerliche Reise durch Frankreich, als religiös-politisches Rätsel – doch wofür Sie sich auchentscheiden, Sie fahren gut mit diesem Buch.«
The New York Times Book Review
»Hochbrisant. Exzellent. Hetzjagd ist ein neues Format des politischen Romans.«
Christian Seiler / Profil, Wien
»Brian Moore, der ausgezeichnet schreiben kann und bei Diogenes auch adäquat übersetzt wird, hat einen faszinierenden Thriller geschrieben, der dem Leser über viele, viele Seiten die Chance gibt, sich selbst auf eine der Seiten zu schlagen. Zum uneinsichtigen Kollaborateur, der allmählich in Stich gelassen wird und in Notwehr mordet, oder zu einer der möglichen staatlichen oder kirchlichen Persönlichkeiten, die an ihrer Vergangenheit leiden.«
Kurier, Wien
»Ein glänzend und rasant geschriebener psychologischer Thriller. Denn nicht nur die gnadenlose Verfolgung Brossards zieht einen in den Bann. Faszinierend zu lesen ist auch das vielschichtige Portrait Brossards. Mal ist er ein einsamer alter Mann, dann wieder der alte listige Fuchs, der seinen Verfolgern immer wieder entkommt, dann mimt er wieder den gläubigen Christen, um schließlich sein wahres Gesicht zu zeigen – das eines eiskalten, unberechenbaren, brutalen Menschen. Diese Kombination macht den Roman zu einem spannenden, atemberaubenden Erlebnis.«
Silke Arning / Süddeutscher Rundfunk, Stuttgart
»Ein atemberaubender Polit-Thriller über Aufrechnung, Abrechnung, Schuld und Heuchelei. … Es ist wohl – wieder einmal – sein größtes Verdienst, daß er ebenso ruhig wie kraftvoll, ebenso geradlinig wie komplex die Geschichte eines Menschen erzählt (und dies auf ungemein spannende Weise). Darüber hinaus aber schubst Moore den Leser, ganz unmerklich, zu den großen Fragen – diesmal sind es die Fragen nach Schuld, Sühne und Vergebung.«
Peter Godazgar / Mitteldeutsche Zeitung, Hannover
»Ein praller Polit-Thriller auf höchstem Niveau. Brisant und packend.«
Brigitte, Hamburg
»Moore gelingt es, mit einem Maximum an Mitgefühl ein Höchstmaß an Wahrhaftigkeit herzustellen. Die Psyche des Gejagten ist Morre genauso wichtig wie die Motive seiner Jäger, der Gottglauben des Kriegsverbrechers wird ebenso ernst genommen wie der latente Antisemitismus entscheidender katholischer Würdenträger. Daß Moore die Hetzjagd dazu benützt, seine Leser in die psychologisch-politischen Abgründe der Zeitgeschichte und derer, die sie prägen, zu führen, ist eine der unersetzlichen Leistungen großer Literatur.«
Christian Seiler / Profil, Wien
 | Besprechung von 06.12.2006 |
Band 48
Dunkle Vergangenheit
Brian Moores „Hetzjagd”
Brian Moore hat bereits Mitte der neunziger Jahre etwas vorgeführt,
was just in diesen Tagen als große Neuerung, als suggestives
erzählerisches Manöver gefeiert wird. Nicht nur in Frankreich
sprechen alle vom Sensationserfolg „Les Bienveillantes” des
Jungstars Jonathan Littell, vom überrumpelnden Einfall, das
Geschehen aus der Perspektive eines hohen SS-Mannes zu erleben,
seine wahnwitzige Emotionalität, seine Binnenlogik, seine
menschlichen Regungen als die eigenen wahrzunehmen. Dasselbe Muster
findet sich jedoch schon 1993 in Brian Moores Erfolgskrimi
„Hetzjagd”.
Hauptfigur ist Pierre Brossard, ein ranghoher Angehöriger der Miliz
im französischen Vichy-Regime. Als offensiver Kollaborateur mit den
Nazis hat er in der Zeit der deutschen Besatzung den Abtransport
von französischen Juden in die Konzentrationslager organisiert. Und
wegen einer ganz bestimmten Aktion wird er im Jahr des
Romangeschehens, 1989, als Siebzigjähriger immer noch gesucht: Er
ist verantwortlich für die Erschießung von 14 Juden im
südfranzösischen Dombey, ein „Verbrechen gegen …
 | Besprechung von 14.10.1997 |
Zu Boden mit dem, der stürzen willDie Verfehlungen der Kirche und das Gewissen eines Mörders: Brian Moores Roman "Hetzjagd" / Von Paul IngendaayEs ist ein heißer Nachmittag im Süden Frankreichs, und R. möchte einen Mord begehen. Der alte Mann, den er schon seit Tagen beschattet, heißt Pierre Brossard und läßt sich bei seinen Verrichtungen viel Zeit. Soeben hat er in einem Café seine Post entgegengenommen, dann hat er beim Bäcker ein Mandeltörtchen gekauft, das er im Auto verzehrt. Schließlich ist es soweit: Brossard und sein Verfolger setzen sich in Bewegung. R. überholt den Peugeot des Alten, er ahnt dessen Ziel und wird weiter oben eine Panne vortäuschen, die Pistole griffbereit in der Aktentasche. Doch nicht Brossard verliert sein Leben, sondern R., und sobald die Waffe abgefeuert ist, wechselt der Erzähler abrupt die Perspektive. Er versetzt sich in das Innere Brossards, als wäre sein Platz auf der Seite der Mörder.
Nicht nur wegen der sorgfältig gesteigerten Spannung beeindruckt diese Szene, sondern auch wegen der Dreistheit, mit der Brian Moore gegen erzählerische Konventionen verstößt. Es ist, als wollte der Autor …
Brian Moore, geboren 1921 in Belfast, diente im Zweiten Weltkrieg als britischer Soldat in Nordafrika und war von 1946 bis 1947 UN-Beauftragter in Polen, wo er begann, Reportagen zu schreiben. Er wanderte zunächst nach Kanada aus und ließ sich 1959 in Kalifornien nieder. Für seine insgesamt 19 Romane erhielt er zahlreiche Literaturpreise wie den Prix littéraire du Québec (1958) oder den Hughes Irish Fiction Award (1988). Moore starb 1999 in Malibu.