Amin Maalouf erzählt die Geschichte von Ossyan Ketabdar, Sproß
einer türkischen Familie voller Freigeister. Die leben in
Krisenzeiten gefährlich, und so muß auch die Familie Ketabdar nach
Unruhen in den Libanon fliehen. Ossyan beginnt ein Medizinstudium
in Südfrankreich, wo ihn der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eher
ungewollt in die Reihen der Resistance drängt. Im Widerstand lernt
er Clara, eine junge Jüdin aus Graz, kennen, deren Familie in den
Konzentrationslagern umkam. Nach Kriegsende kehrt Ossyan nach
Beirut zurück, wo Clara ihn aufsucht. Sie heiraten und leben
abwechselnd im Libanon und in Haifa. Doch 1948 erlaubt der
israelisch-arabische Krieg keinen Grenzübertritt mehr. Ossyan
gelingt noch die Rückkehr nach Beirut, Clara, die ein Kind
erwartet, bleibt in Haifa zurück.
Erzählt wird die Lebensgeschichte des Ossyan Ketabdar. Aufgewachsen
in der Türkei, verschlägt ihn das Schicksal in den zwanziger Jahren
zunächst in den Libanon und später nach Frankreich. Dort schließt
er sich bei Kriegsausbruch 1939 der Resistance an. Dabei lernt er
Clara kennen, eine Jüdin aus Graz. Nach Kriegsende heiraten die
beiden und leben abwechselnd in Beirut und Haifa. Doch bereits 1948
erlaubt der israelisch-arabische Krieg keinen Grenzübertritt mehr.
Ossyan gelingt noch die Rückkehr nach Beirut, Clara, die ein Kind
erwartet, bleibt in Haifa zurück. Ossyan erkrankt daraufhin und
wird in eine Klinik eingewiesen, in der er Jahrzehnte eingesperrt
bleibt.
Amin Maalouf wurde 1949 im Libanon geboren und lebt seit 1976 als Journalist und Schriftsteller in Frankreich. Er bereiste über sechzig Länder und gilt als anerkannter Spezialist für Fragen der arabischen Welt und der Beziehungen zwischen Okzident und dem Nahen Osten. Amin Maalouf war Chefredakteur der Wochenzeitschrift An Nahar International sowie des Magazins Jeune Afrique, während des Vietnamkriegs und der Islamischen Revolution arbeitete er als Kriegsberichterstatter. Als Buchautor hat er bereits mehrere Romane veröffentlicht. Im August 2000 wurde bei den Salzburger Festspielen (in Zusammenarbeit mit der finnischen Komponistin Kija Saariaho) die erste Oper nach einem Libretto des Autors uraufgeführt: L'amour de loin. 1993 erhielt er den Prix Goncourt, 2010 den renommierten Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Literatur, im Jahr 2011 den Sultan Bin Ali Al Owais Cultural Award.
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