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| Bewertung von Buchdoktor aus Deutschland am 17.11.2010 | |
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Tiefe Gefühle für den falschen Menschen Wer einen Nachmittag lang müßig in Lillis Kneipe in der Nähe des Hafens von LaHague sitzt, wird in kurzer Zeit die meisten Bewohner des Ortes gesehen haben und ahnen, wer wen kennt, wer wessen Chef ist und wer ein Boot im Hafen liegen hat. Die Rolle der neutralen Bebachterin und Erzählerin nimmt in Claudie Gallays Roman eine junge Ornithologin ein, die auf der weit in den Ärmelkanal ragenden Landzunge Zugvögel beobachtet und kartiert. Sie hat sich für zwei Jahre beurlauben lassen, um nicht ständig in ihrer Heimatstadt Avignon an den Verlust eines geliebten Menschen erinnert zu werden. Die Trauer ist im Leben der Ornithologin allgegenwärtig, obwohl sie noch nicht bereit ist, ihr Platz einzuräumen. Die Erzählerin wohnt in einem Haus direkt am Meer. Ihre Mitbewohner sind der Bildhauer Raphael und seiner Schwester Morgane, ein Geschwisterpaar, das sich gegenseitig betrachtet wie sonst Liebende. Im Ort gibt es Kinder, die aufwachsen wie Katzen, die kleine Bachstelze, ein in der Entwicklung zurückgebliebenes Mädchen und den wunderlichen Max, der begeistert ausgefallene Wörter sammelt, obwohl er kaum Lesen und Schreiben kann. Man glaubt hier, dass diese besonderen Kinder von den Feen geschützt werden, wie man auch überzeugt davon ist, dass es in einigen Häusern spukt. Am Meer ist man gewohnt, dass das Meer Dinge gibt und Menschen nimmt. Manchmal werden die Toten wieder angespült; das Holz gestrandeter Schiffe wird seit altersher für die Dächer der Häuser verwendet. Mit Lambert, der hier als Kind mit seinen Eltern im Sommerhaus der Familie die Ferien verbrachte, taucht ein zweiter Außenstehender auf. Für die Einheimischen ist Lambert kein Fremder, sie erinnern sich an seine Eltern und an seinen kleinen Bruder, die vor 40 Jahren mit dem Boot verunglückten. Das Schuldgefühl, als einziger seiner Familie überlebt zu haben, hat Lambert nie verlassen. Nun ist er zurückgekehrt, um sein Elternhaus zu verkaufen und um Théo mit den Ereignissen von damals zu konfrontieren. Théo, der Vater Lillis, war damals der Leuchtturmwärter. Lambert hat noch immer die leichtsinnig dahingesagte Bemerkung im Ohr, dass in der Nacht des Unglücks die Scheinwerfer des Leuchtturms abgeschaltet gewesen sein sollen. Früher hat Théo die Vögel gezählt. Mit der Ornithologin spricht Théo, der sonst zurückgezogen lebt, über ihre Aufgabe; sie scheint die einzige Person zu sein, die Zugang zu dem alten Zausel findet. Die Erzählerin braucht bei ihrer Tätigkeit weder Uhr noch Kalender, sie muss nur am Ende des Monats ihre Aufzeichunungen absenden. So kann sie gelassen die Vorgänge im Dorf beobachten. Auch die Bewohner folgen einander bei jedem Schritt mit dem Blick oder dem Fernglas. Es passiert kaum etwas in Gallays stimmungsvollem Roman, er lebt von der Atmosphäre der Landschaft am Meer und der allmählichen Annäherung seiner Figuren. Als Leser muss man nur abwarten, wie der Ornithologin und Lambert die Beziehungen zwischen den Leuten im Dorf allmählich deutlich werden. Aus alten Fotos, Kinderspielzeug, das vor langer Zeit in einer anderen Stadt gekauft wurde, und der Geschichte eines alten Kastens, in dem früher ein Waisenhaus untergebracht war, entsteht schließlich ein Bild der Vorgänge von damals. Gallays Beschreibung des Meeres zu allen Tageszeiten konnte ich mich nur schwer entziehen. In der Geschichte eines Dorfes, in dem einige vor Jahren den falschen Menschen liebten, werden am Ende ein paar lose Fäden wieder verknüpft; die Autorin gibt dennoch nicht alle Geheimnisse der Dorfbewohner preis. "Die Brandungswelle" war ein Buch, das für mich viel zu schnell zu Ende war, obwohl ich jede stimmungsvolle Beschreibung bewusst aufgenommen habe. Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch |
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