Mörderische Pläne - Slottke, Kirsten

Kirsten Slottke 

Mörderische Pläne

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Mörderische Pläne

Katharina Bergen und ihre Kollegen von der Frankfurter Kripo stehen vor einem Rätsel: Wer hat den Direktor des Senckenbergmuseums umgebracht, indem er ihn buchstäblich bis aufs Blut quälte? Weitere äußerst brutale Morde geschehen in Frankfurt. Doch der Täter hinterlässt keine verwertbaren Spuren.
SEINEN Plan verfolgt ER mit großer Energie. ER spielt dazu Lotto, ER bricht ein, ER spekuliert an der Börse und ER mordet mit erschreckender Grausamkeit immer wieder.
Was hat ER vor? ER verfolgt Pläne Mörderische Pläne Bis ER einen Fehler begeht Und dennoch ist ER Katharina und ihren Kollegen immer wieder den entscheidenden Schritt voraus. Es ist zum Verzweifeln! Aber dann erhält die junge Kommissarin den entscheidenden Hinweis von völlig unerwarteter Seite.
Dieser Kriminalroman wartet mit einer Entwicklung auf, die wohl niemand im Voraus zu ahnen vermag.
MÖRDERISCHE PLÄNE ist ein Wissenschafts-Krimi vom Feinsten!


Produktinformation

  • Verlag: Nepa-Verlag
  • 2012
  • 1., Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 306 S. 187 mm
  • Seitenzahl: 316
  • Nepa criminalis - die etwas anderen Krimis
  • Best.Nr. des Verlages: 0040
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 131mm x 22mm
  • Gewicht: 245g
  • ISBN-13: 9783981380040
  • ISBN-10: 3981380045
  • Best.Nr.: 34825760
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Kirsten Slottke arbeitet hauptberuflich als Ärztin. Doch in Ihrer Fantasie erschafft sie durchaus mögliche Mordszenerien und glaubhafte Mörder.§Kirsten Slottke ist Mitglied der "Mörderischen Schwestern

Leseprobe zu "Mörderische Pläne" von Kirsten Slottke

PROLOG
Donnerstag, 13. Mai 2010, 19.00 Uhr
Felix Kruse kam von der Arbeit nach Hause, warf die Wohnungstür hinter sich zu und seinen Rucksack auf den Fußboden. Scheiß Job! , dachte er. Den ganzen Tag freundlich und höflich sein und kein Geld dafür kriegen.
Er ging in sein kleines Badezimmer, um sich die Hände und das Gesicht zu waschen. Unzufrieden schaute er in den kleinen, halb blinden Spiegel, der über dem Waschbecken hing. Seine Lippen verzogen sich zu einem schmalen Strich. Für Mitte Mai war es lausig kalt, sodass er keine Lust hatte zu duschen, zumal die Heizung in dem kleinen Bad nicht richtig funktionierte. Er schob den Kopf unter den Wasserhahn und ließ warmes Wasser darüber laufen. Das Wasser lief ihm über das Gesicht. Das fühlte sich unangenehm an, weshalb er sich rasch wieder aufrichtete und seine Haare mit einem Handtuch trocken rubbelte. Dann starrte er erneut in den kleinen Spiegel, als wäre er nun zufriedener mit dem, was er sah. Braune Augen starrten kühl zurück. Die dunkelblonden Haare standen struppig in alle Richtungen ab. Es war ihm egal.
Kruse warf das Handtuch auf einen kleinen Badschrank und sah zu, wie es, der Schwerkraft folgend, sofort wieder herabrutschte. Er machte eine wegwerfende Handbewegung, ging in die Küche und nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank. Die halbe Flasche leerte er in einem Zug. Dann rülpste er laut. Das Bier war ihm heute fast zu kalt, aber ohne dieses herrliche Getränk war der Feierabend für ihn kein richtiger Feierabend. Er hatte absolut keine Lust gehabt, im Keller ein wärmeres Bier zu holen. Nun sah er aus dem Küchenfenster. Die Aussicht war wenig aufmunternd, da er nur auf die Wand des Nachbarhauses blickte. Scheiß Job scheiß Wohnung! Ich muss mich nach einem anderen Job umsehen, bei dem ich wenigstens etwas mehr verdiene. Unzufrieden dachte er an die kleine Blonde, die ihn am vergangenen Samstag in der Diskothek am Rossmarkt abserviert hatte. Wäre ich reich, hätte sie mich sofort in ihr Bett gelassen. Bei Frauen hatte er noch nie Glück gehabt. Auf so einen eher unterdurchschnittlichen Mann fuhren die Frauen einfach nicht ab. Und mit seinen ein Meter fünfundsechzig Körpergröße zählte er zudem noch zu den kleineren Männern. Ständig haderte er mit seinem Aussehen und seinen Möglichkeiten. Zu seinen Eltern hatte er schon als Jugendlicher jeglichen Kontakt abgebrochen. Sein Vater war ständig betrunken
und seine Mutter hing nur vor dem Fernseher herum. Ihnen gab er die Schuld daran, dass aus ihm nichts geworden war. Wenn er an seine Eltern dachte, fühlte er reinen Hass.
Kruse musste auf einmal lachen, trank noch einen Schluck Bier und erinnerte sich an den bisher besten Tag seines Lebens zurück. Er hatte schon des Öfteren ältere Damen um ihre Handtaschen und Geldbörsen gebracht. Das hatte ihm ein paar Kröten mehr oder weniger eingebracht, um sein Gehalt aufzustocken. Vor einem halben Jahr hatte er wirklich Glück gehabt. An besagtem Montag Nachmittag war er ziellos durch das Frankfurter Börsenviertel gelaufen, als ihm plötzlich eine ältere Frau auffiel. Sie war nicht besonders auffällig gekleidet und auch nicht sonderlich schick. Nein. Einfach durchschnittlich. Er hatte sie auf Anfang bis Mitte sechzig geschätzt. Sie kam gerade aus der Sparkasse an der Hauptwache, schaute sich kurz um und lief dann zielstrebig los. Irgendetwas hatte sie an sich, was ihn stutzig gemacht hatte und so folgte er ihr so unauffällig wie möglich. Da es an diesem Tag ziemlich kalt war, fiel es auch nicht weiter auf, dass er sich seinen Schal um die untere Gesichtshälfte band.
Als die Frau gerade in ihr Auto, einen neuen Mercedes SL, steigen wollte, ging er rasch auf sie zu. Er entriss ihr blitzschnell die Handtasche und rannte davon, ohne sich umzusehen. So schnell wie möglich suchte er die U-Bahn-Station an der Hauptwache auf und verschwand in der Menschenmenge. Erst zu Hause traute er sich, in die Tasche zu sehen. Und würde er nicht auf seine

Kundenbewertungen zu "Mörderische Pläne" von "Kirsten Slottke"

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Bewertung von allegra am 22.03.2012 ***** sehr gut
Katharina Bergen und Thomas Lauter arbeiten als Team bei der Kriminalpolizei Frankfurt. Da beide relativ nahe beieinander im Hochtaunus wohnen, legen sie ihren Arbeitsweg oft gemeinsam zurück und haben auch privaten Kontakt.
Als Ermittlerpaar erschienen sie mir beide sehr lebendig und sympathisch. Weitere Hauptfiguren sind ein gewisser Felix Kruse, der anfangs als Wache am Senckenbergmuseum arbeitet, der attraktive Physiker Philip Degen, der gerade einen großen wissenschaftlichen Durchbruch errungen hat und ER; eine lange Zeit unbekannte Figur, die mit ER bezeichnet ist.

Der Direktor des Senckenbergmuseums wird tot aufgefunden. Gequält und erstochen findet man seine Leiche direkt unter einem Tyrannosaurus Rex. Bald darauf wir ein weiterer Toter in einem Burger King Restaurant gefunden. - Haben diese beiden Morde etwas miteinander zu tun? Wo liegen die Berührungspunkte?

Das ist die Ausgangslage dieses Krimis, der im Tagebuchstil unter Angabe von Tag und Uhrzeit, verfasst ist. Das Interesse des geneigten Krimilesers ist sehr schnell geweckt. Die anschaulich beschriebenen Schauplätze sind sehr abwechslungsreich: So befindet man sich sowohl in luxuriösen Villen, in einem physikalischen Institut aber auch in kleinen, schmuddeligen Wohnungen in bescheideneren Wohngegenden. Eine richtig gute Mischung. Wenn man Frankfurt und die Umgebung etwas kennt, kann man die Wege sehr gut nachvollziehen und sich die Handlungen gut vorstellen.

Ich spürte bei diesem Buch nie, dass es sich um ein Debüt handelt. Kirsten Slottke schreibt sehr sicher und routiniert und versteht es auch komplizierte Sachverhalte wie Börsenspekulationen oder die Forschung um die Wurmlöcher des Dr. Degen interessant und klar zu erklären und den Handlungsverlauf klar darzustellen, auch wenn verschiedene Schauplätze zum Teil gleichzeitig im Spiel sind. Es fiel mir sehr leicht, bei den sauber ausgeführten polizeilichen Ermittlungen mit zu rätseln. Nach etwa zwei Dritteln des Buches nimmt die Handlung jedoch eine Wendung, die mir persönlich nicht wirklich zusagt. Ich bin sicher, dass es viele Leser geben wird, die das Buch genau aus diesem Grund lieben werden. Aber für mich gibt das leider einen kleinen Abstrich.

Das Cover des Taschenbuches ziert das Gesicht einer antiken Figur vor braunem Hintergrund. Für mich erscheint es so, als dass sie im Sand liegt. Einen Zusammenhang mit dem Inhalt ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Vielleicht nimmt die geheimnisvolle Figur Bezug darauf, dass der Krimi im Senckenberg Museum, einem naturhistorischen Museum in Frankfurt, seinen Anfang nimmt. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass diese antike Figur, die aus einem anderen Zeitalter zu stammen scheint, einen Hinweis auf ein wichtiges Motiv des Buches darstellt. Verstehen wird das jetzt nur jemand, der das Buch selber gelesen hat. Ich zumindest werde nicht mehr verraten.
Ich habe mich bei der Lektüre mit dem Buch anfangs etwas schwer getan, weil es vergleichsweise recht klein gedruckt ist. Der Druck ist aber sehr deutlich kontrastiert, so dass ich mich relativ schnell daran gewöhnt habe und recht flott lesen konnte. Dennoch ist es ungeeignet, um morgens in der halbdüsteren S-Bahn zu lesen.


Ich empfehle dieses sehr eindrucksvolle Debüt Lesern, die offen sind für sehr unerwartete Wendungen.

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