Erleuchtung - Chaplet, Anne

Anne Chaplet 

Erleuchtung

Kriminalroman

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Erleuchtung

Hauptkommissar Giorgio DeLange reist aus beruflichen Gründen nach Peru. Zurück in Frankfurt, wird er von Schlägern angegriffen. Drogen werden bei ihm gefunden.Seine Beförderung wird ausgesetzt.Dann wird seine Lebensgefährtin bedroht, Staatsanwältin Karen Stark. Wer will sein Leben zerstören? Und vor allem, warum? DeLange nimmt die Kampfansage an. Da stößt die Staatsanwältin auf eine Verbindung zwischen einer Mordserie in einem hessischen Dorf und der peruanischen Guerillabewegung Leuchtender Pfad. Und der Fall bekommt plötzlich eine ganz neue Wendung.


Produktinformation

  • Verlag: List
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 318 S.
  • Seitenzahl: 320
  • Giorgio DeLange
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 138mm x 33mm
  • Gewicht: 458g
  • ISBN-13: 9783471772836
  • ISBN-10: 3471772839
  • Best.Nr.: 34508914
"Ein Politthriller erster Güte, klug montiert, fein geschrieben und spannend erzählt.", Die Welt, 28.04.2012

"Ein Politthriller erster Güte, klug montiert, fein geschrieben und spannend erzählt.", Die Welt, 28.04.2012
Anne Chaplet wohnt in Oberhessen, Frankfurt am Main und Südfrankreich. In ihrem Pass steht der Name Cora Stephan, unter dem sie als promovierte Politikwissenschaftlerin und Historikerin zahlreiche Sachbücher verfasst hat. Für ihre Romane erhielt sie zweimal den Deutschen Krimipreis sowie den Krimipreis von Radio-Bremen.

Blick ins Buch "Erleuchtung"

Kundenbewertungen zu "Erleuchtung" von "Anne Chaplet"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.3 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen **** gut)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
 
(2)
***** gut
 
(1)
***** weniger gut
 
(2)
***** schlecht
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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 04.11.2012 ***** sehr gut
Der Frankfurter Hauptkommisar Georgio „Jo“ deLange kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit. Nach einer Weiterbildungreise in Peru, läuft bei ihm irgendwie nichts mehr wie gewollt. Jemand arbeitet an seiner Diskeditierung. Sowohl im Jopb als auch bei seinen beiden Tennager-Töchtern. Er ist alleinerziehender Vater. Just wird seine bevorstehende Beförderung abgesagt und er in den Keler verband um alte älle für einen Polizeiband zusammen zu stellen. Dabei recherchiert er in der Vergangenheit enes Politikers, die in Peru einen dunklen Punkt hat. Als er krankenhausreif zusammen geschlagen wird, flüchtet er nach Peru um die Hintermänner zu stellen. Ein Katz- und Maus-Spiel beginnt, doch DeLange ist den Falschen auf der Spur.

Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Es gibt viele Handlungsstränge an verschiedenen Orten, die Kapitelweise abgetrennt sind. Am Ende vereinen sich alle Ebenen. Etwas verwirrend aber durchaus hilfreich um die Spannung stabil zu halten sind die doppelten Identitäten der Alt-Sechziger, die sich ja gerne mal umbenannten. Das ist gekonnt eingesetzt ohne dass man die Muse verliert.

Ingesamt ein spannender Krimi, fast schon ein Thriller. Das viele Hintergrundwissen von Peru und Bewegungen der 60´er und 70´er, die das Land bis heute beherrschen, ist gekonnt eingearbeitet ohne zu sehr als geschichtsbuch zu wirken. Spannend dabei auch die vielen Einzelschicksale, die dann doch auch ein Massenschicksal waren und sind.

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Bewertung von januar12 aus Hessen am 30.05.2012 ***** gut
Hauptkommissar Giorgio DeLange trifft in Frankfurt bei einem Empfang einen Bekannten. Neugierig geworden durch einen dienstlichen Besuch in Peru, fängt er an in der Vergangenheit von Karl Heinz Naumann von Braun zu stochern. Schon wird seine sicher geglaubte Beförderung in eine Degradierung umgewandelt, er und seine Töchter werden bedroht und er wird zusammengeschlagen. Doch das alles hält ihn nicht davon ab weiter zu ermitteln......



Anne Chaplet schreibt in einem spannenden Stil, viele Handlungsstränge sind zu verknüpfen und auch kurz vor Schluß ist das Ende immer noch offen. Allerdings hätte ich mir an manchen Passagen eine ausführlichere Beschreibung und nicht immer so abrupte Wechsel der Orte gewünscht....Trotz allem ist alles verständlich, auch wenn man den Vorgängerroman nicht kennt.

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Bewertung von Nessi87 aus Ober-Mörlen am 22.05.2012 ***** weniger gut
Meine Meinung:

Puh, über dieser Rezension habe ich nun wirklich lange gegrübelt, frei nach dem Motto: Wie sag ichs meinem Kinde?
Das war das erste Buch von Anne Chaplet und ich denke auch das letzte. Das Buch hat mir überhaupt nicht gefallen und ich musste mich wirklich durchquälen. Das tut mir besonders leid, weil eins der Settings direkt um die Ecke ist. Aber nun im Detail.

Das Buch hat mit 320 Seiten nicht überaus viel Zeit um Spannung aufzubauen. Die ersten 100 Seiten waren für mich leider überhaupt nicht spannend. Danach gab es immer mal ein kurzes Aufflackern des Spannungsbogens, dieser wurde dann aber wieder durch zu viele Umschreibungen zerstört.

Die Szenen in Peru waren für mich besonders schwer zu lesen. Irgendwie konnte ich mich hier überhaupt nicht in die Geschichte hinein versetzen. Genrell waren mir die Handlungen des Protagonisten zu konstruiert. Der Zufall scheint hier eine entscheidende Rolle zu spielen. Immer wieder ist er zufällig genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort und verhält sich dann natürlich auch korrekt. Das macht die Geschichte für mich einfach unglaubwürdig.
Auf den letzten 20 Seiten gab es dann wieder ein kurzes Aufflackern von Spannung, aber auch der Schluss war dann einfach eine Spur too much.

Was mich positiv überrascht hat, waren die Charaktere. Die Beschreibung und vor allem die Entwicklung der Tochter Flo hat mir wirklich gut gefallen. Die Charaktere waren authentisch und in sich rund. Karen Stark hat hier zu einen starken weiblichen Teil beigetragen, was das Buch absolut vertragen kann.

Ebenso positiv zu vermerken, ist die Grundidee einen alten Fall wieder aufzurollen. Diese Idee hat mir wirklich gut gefallen auch wenn es dann letztendlich an der Umsetzung gescheitert ist. Wie gesagt: Zu viele Zufälle. Vielleicht hätte sich die Autorin auch lieber auf ein paar wenige Themen konzentrieren sollen anstatt die komplette Bandbreite von kriminellen Aktivitäten auf den Tisch zu packen (Mord, Drogenhandel, Missbrauch usw.).

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen und deswegen kann ich auch keine Empfehlung aussprechen. Ich persönlich werde keine weiteren Bücher der Autorin lesen, weil mir der Schreibstil für einen Kriminalroman nicht spannend genug ist. Ich habe jetzt lange überlegt ob ich 1 oder 2 Punkte vergeben soll, werde aber aufgrund der beiden positiven Asprekte die positivere Wahl treffen.

Bewertung: 2/5 Sterne

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Bewertung von Nilly am 11.04.2012 ***** sehr gut
Peru - Kommissar Giorgio DeLange und seine Kollegen sind durch eine Weiterbildung im Land unterwegs. DeLange hat aber auch noch etwas anderes im Sinn. Er hat herausgefunden, dass Dr. Neumann-von Braun in seiner Jugend in dem peruanischen Örtchen Ayla lebte. Zu der Zeit wurde die Terrororganisation „Leuchtender Pfad“ gegründet und hatte ihren blutigen Höhepunkt. Was hat Neumann damit zu tun? In Deutschland versucht DeLange schon seit Ewigkeiten Neumann hinter Gitter zu bringen. Das Örtchen Ayla allerdings besteht nur noch aus Ruinen…

Wieder in Deutschland / Frankfurt - Bei einer Gala trifft DeLange unbeabsichtigt auf seinen Widersacher. Er hätte nicht gedacht, dass er durch seine unbedachte Stichelei verprügelt und bedroht wird. Auch seine geplante Beförderung fällt ins Wasser. Sogar Drogen werden ihm untergeschoben. Das schlimmste ist für ihn allerdings, dass seine Kinder in Gefahr sind! DeLange überlegt nicht lange und steuert den Gegenangriff an. Er recherchiert in Peru.

In dem kleinen und sehr ruhigen Dorf Klein-Roda geschieht ein Mord. Hängt das alles mit der alten Hippie-Geschichte zusammen? Der Fall aus den 60er Jahren ist immer noch nicht geklärt. Eins ist sicher - die freundlichen Dorfbewohner hüten ein Geheimnis!

Der Kriminalroman „Erleuchtung“ besteht aus mehreren Erzählsträngen. Zum einen bekommt der Leser einen zugleich erschreckenden aber auch interessanten Einblick nach Peru. Die Armut und die damit zusammenhängende Kriminalität führen dem Leser die ärmlichen Zustände direkt vor Augen. Die Autorin Anne Chaplet macht durch ihre flüssige und leichte Schreibweise die Landschaft lebendig.

Der Ort Klein-Roda ist ein typisch ländliches und altmodisches Dorf. Jeder kennt jeden und Fremde sind eigentlich nicht gern gesehen. Vergangenheit und Unschönes wird einfach totgeschwiegen und ist somit nicht passiert.

Der Leser erhält einen intensiven Einblick in das Frankfurter Leben DeLanges. Der Witwer versucht sein Bestes, seinen Kindern gerecht zu werden. Selbst sein eigenes (Liebes-)Leben stellt er komplett hinten an.

Die Autorin springt von Ort zu Ort. Der Aufbau der Spannung ist ihr damit fantastisch geglückt! Besonders gefallen haben mir die Passagen, als Flo (DeLangs Tochter) in einem Tagebuchstil schreibt und sich langsam die Information verdichten. Die facettenreichen Charaktere haben Tiefe und nehmen schnell Gestalt an. Ich habe gesehen, dass es ein Vorgängerbuch gibt. Dies ist absolut nicht störend für die Geschichte. Allerdings möchte ich dieses jetzt auch unbedingt lesen! Einen Stern Abzug muss ich geben: das Ende und die Auflösung geschieht Knall auf Fall. Etwas mehr Ruhe und Substanz hätten nicht geschadet. Dennoch ist dieser Krimi mit seinen interessanten und andersartigen Themen absolut zu empfehlen.

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Bewertung von sabatayn76 am 28.03.2012 ***** weniger gut
Soroche, Saudade, Senderista

Inhalt:
Hauptkommissar Giorgio DeLange von der Frankfurter Polizei befindet sich auf einer Reise durch die peruanischen Anden. Er ist interessiert an einem Ausflug nach Ayla, denn sein Erzfeind Dr. Karl-Heinz Neumann-von Braun hat dort vor Jahrzehnten eine Schule gegründet und Giorgio hofft auf Hinweise darauf, dass sein Feind in dunkle Machenschaften verstrickt ist. Giorgios peruanischer Kollege Tomás versucht, Giorgio von dieser Reise abzuhalten, denn Ayla ist die Geburtsstätte des berüchtigten Leuchtenden Pfades (Sendero Luminosa).

Zurück in Frankfurt trifft Giorgio auf Neumann-von Braun, wird von diesem bedroht und dazu aufgefordert, sich aus dessen Angelegenheiten heraus zu halten. Doch Giorgio lässt nicht locker und bringt sich, seine Freundin und seine beiden Töchter so in große Gefahr.

Mein Eindruck:
Der Anfang des Romans hat mir sehr gut gefallen, hier hat die Autorin die Stimmung in den peruanischen Anden sehr gut und überzeugend eingefangen. Auch die restliche Geschichte versprach Spannung, konnte meine Erwartungen letztendlich jedoch nicht erfüllen.

Chaplets Protagonisten bleiben farblos, die Beziehungen zwischen ihnen werden wenig lebendig und kaum nachvollziehbar geschildert. Sprachlich empfand ich 'Erleuchtung' oft als zu flapsig und zu bemüht humorvoll. Der Plot, der anfangs so atmosphärisch und spannend klang, driftete für meine Begriffe nach und nach in eine unglaubwürdige Handlung ab.

Mein Resümee:
Anne Chaplet hat meiner Meinung nach zu wenig aus dem vielversprechenden Sendero Luminosa-Stoff gemacht. Schade!

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Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 15.03.2012 ***** ausgezeichnet
Nach dem sich schon Anne Chaplets voran geganger Krimi “Schrei nach der Stille” um eine verschwundene Frau aus einer Landkommune drehte - damals in der hessischen Provinz -, greift sie dieses Thema in ihrem neuen Krimi “Erleuchtung” wieder auf. Dabei geht sie weit in die Vergangenheit zurück, in die 1960er Jahre, als in Europa und den USA der gesellschaftliche Aufbruch der Jugend stattfand, während zugleich überall in der Welt politische Rebellionen entstanden, die das Ende von kolonialer Herrschaft und Unterdrückung forderten - auch in Peru, wo die maoistisch-kommunistische Bewegung Sendero Luminoso (Leuchternder Pfad) gegen die ungerechte Behandlung der indigenen Landbevölkerung kämpfte. Die darauf folgenden, bürgerkriegsähnlichen Zustände kosteten in Peru fast 70.000 Menschen das Leben. Später unterstellte man der Gruppierung, vor allem aufs Geschäft mit Kokain aus zu sein, jenem Stoff, der in Peru als Kokablatt eine Alltagsdroge, im Ausland jedoch eher ein Problem ist. Anne Chaplets Krimi verbindet spannende Hintergrundinfos über diesen Part der peruanischen Geschichte mit einem intelligent inszenierten Fall, in dessen Mittelpunkt neben Staatsanwältin Karen Stark und Hauptkommissar DeLange diesmal auch seine beiden Töchter stehen. Und auch wenn das Finale, das wiederum in Klein-Roda, dem kleinen Ort im Hessischen, spielt, ein wenig herbeikonstruiert wirkt, ist “Erleuchtung” ein feiner, mit vielen spannenden Infos gespikter Krimi.

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