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| Bewertung von majuli am 20.03.2013 | |
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Frankfurt im Jahre 1511. Die übel zugerichtete Leiche der Hure Roswitha wird gefunden. Die Vorsteherin der städtischen Hurengilde, Ursel Zimmer, auch die Hurenkönigin genannt, bricht durch den Tod ihrer Kollegin völlig zusammen. Sie sucht das Vergessen im Rausch der Drogen. Während Ursel trauert, geraten die Huren immer mehr ins Visier von Kirche und Bevölkerung, denn in der Stadt geht die Lustseuche, eine Geschlechtskrankheit, um. Besonders die Kirche beschuldigt die Huren. Ursel reißt sich schließlich zusammen und beschließt, selber zu ermitteln. Sie stellt fest, dass die Nonnen aus dem nahen Kloster die Huren hassen und auch einigen adeligen Würdenträgern nicht zu trauen ist . Bald überschlagen sich die Dinge: Es werden noch mehr Hübscherinnen ermordet und die Schuld einer Nonne zugeschoben. Doch war sie wirklich die Mörderin? Das kann die Zimmerin nicht glauben, greift undercover in die Geschehnisse ein und bringt sich so in Lebensgefahr. Die Hurenkönigin von Ursula Neeb ist nicht nur ein Buch für Liebhaber historischer Romane. Es ließt sich wie ein Krimi, der Spannungsbogen hält sich die ganze Geschichte durch. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchlesen müssen, mit Betonung auf müssen, denn die Geschichte der Hurenkönigin hat mich so gefesselt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Lesealarm !!! |
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| Bewertung von nicigirl85 aus Berßel am 20.01.2013 | |
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Wir schreiben das Jahr 1511 und befinden uns im mittelalterlichen Frankfurt am Main. Ursel Zimmer ist die Vorsteherin des städtischen Hurenhauses, herzensgut und hat für jede ihrer Frauen ein offenes Ohr. Sie achtet stets darauf, dass alle Frauen sauber und gesund bleiben und sich nicht unnötigen Gefahren aussetzen. Das Leben einer Hübscherin ist nicht leicht, gebrandmarkt mit dem gelben Hurengewand und jedwedem schmierigem Lüstling ausgesetzt, aber als die Lustseuche ausbricht sind die Frauen noch weniger gern gesehen. Am Hurenhaus und in dessen Umgebung tauchen Verschmähungen der Gilde auf, wie beispielsweise eine tote Katze. Als dann aber plötzlich die begehrte Hure Roswitha, kurz Rosi, verschwindet und wenig später tot gefunden wird, ahnt Ursel, die Hurenkönigin, dass jemand etwas gegen ihre Mädchen hat. Die Suche nach dem Täter, der es bald nicht nur bei einem Opfer belässt, beginnt. Dabei gerät alsbald auch Ursel selbst in Gefahr… Bei dem Roman „Die Hurenkönigin“ handelt es sich um einen herrlichen, historischen Schmöker, der auf leichte Weise spannend zu unterhalten weiß. Ursula Neebs Schreibstil lässt sich so flüssig lesen, dass der Leser regelrecht durch das Buch fliegt. Die geschilderten Ereignisse, insbesondere die Schmähungen, denen die Frauen, egal ob Hure oder Kaufmannsfrau ausgesetzt sind, wirken äußerst realistisch und versetzen einen in eine Zeit zurück, in der man lieber nicht gelebt haben möchte. Auch die Wortauswahl der Autorin finde ich äußerst gelungen und erfrischend, denn das Wort Hübscherin war mir bis dato gar nicht bekannt. Positiv hervorheben möchte ich außerdem das hübsche Cover, sowie die äußerst angenehme Schriftgröße des Textes. Die Kapitel sind zwar recht lang gehalten, da die Geschichte aber so spannend ist, stört dies nicht weiter. Fazit: Ein historischer Schmöker mit Krimieinfluss, der sehr gut zu unterhalten weiß. Ideal um nach einem stressigen Arbeitstag abzuschalten. Empfehlenswert! |
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Bewertung von anyways aus greifswald am 07.11.2012 |
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Die Frankfurter Hurengilde wird gleich von zwei Feinden massiv bedroht, zum einen verschwinden Hübscherinnen aus der Gemeinschaft und werden Tage später, grausam zugerichtet, tot aufgefunden, zum anderen greift die Syphillis in der Stadt stark um sich. Die Hauswirtin Ursel Zimmer und ihre Huren sind der Verachtung der Stadt und der Kirche fast schutzlos ausgeliefert. Da sich die Stadtbüttel auch eher desinteressiert am Mord der ersten Hure, Rosi, zeigen, ermittelt Ursel allein. Krimis sind meine Leidenschaft, historische Krimis finde ich aus der Kombination von Fiktion und Historie gepaart mit Spannung ebenfalls sehr reizvoll. Ursula Neeb kreiert einen spannenden gut recherchierten Mittelalterkrimi mit vielen gut strukturierten Spannungsbögen und vielen kleinen geschichtlichen Details. Ihre Protagonisten sind vielschichtig, menschlich und glaubwürdig dargestellt. Die Person der Ursel sticht dabei besonders hervor. Um ihren Beruf ausüben zu können flüchtet sie sich des Öfteren in einen Drogenrausch. Diese Zerrissenheit beschreibt die Autorin ganz eindrücklich. Der Sprachstil ist ebenfalls sehr interessant, hat man doch gerade bei den leichten Damen das Gefühle, sie wären schon viel älter als sie tatsächlich sind. Im Allgemeinen fand ich den geschichtlichen Aspekt, den Umgang mit den Freudenhäusern und deren Bewohnerinnen sehr aufschlussreich. Die Diskrepanz zwischen der weltlichen Obrigkeit ,die auf der einen Seite die Hand aufhält für den Gewinn den die Frauen erwirtschaften, und der religiösen Obrigkeit die sie auf der anderen Seite stigmatisieren, indem sie den Frauen eine strenge Kleiderordnung auferlegen, in der sie sofort als Hure gebrandmarkt sind, hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. Auch die Information, dass Hurenhäuser aus dem Grunde sehr geduldet und sogar erwünscht waren, um Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen fand ich informativ. Wohingegen ich ebenso erschüttert war, dass Frauen die sich mit Lues ansteckten, fast ohne Unterstützung der Stadt verwiesen wurden. Die Folterungen die hier angesprochen werden, mögen auf den ersten Blick recht brutal wirken, aber sind dem Mittelalter und deren Folterwerkzeugen und Maßnahmen angepasst. Fazit: Ursula Neeb lässt das Mittelalter fast spürbar wieder auferstehen, paart es neben Wahrheit und Fiktion mit einem gehörigen Schuss Spannung. Sehr empfehlenswert. |
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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 10.10.2012 |
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Frankfurt am Main, 1511 Nach einem Streit mit ihrem Freund Josef verschwindet die Hübscherin Roswitha spurlos. Mehrere Tage später wird ihre entstellte Leiche aus dem Main gezogen. Zahlreiche Verletzungen deuten darauf hin, dass sie keinen leichten Tod gestorben ist. Ursel Zimmer, die Vorsteherin der Hurengilde, ist entsetzt. Da ihr die Hübscherinnen persönlich am Herzen liegen, setzt sie alles daran, den brutalen Mord an Roswitha aufzuklären. Eine Spur führt zum letzten Freier der Hübscherin. Als der Mann gefunden wird, beteuert er allerdings seine Unschuld. Denn angeblich hat er nur einen Auftrag erfüllt und Roswitha etwas ausgerichtet. Sein Auftraggeber soll einen geheimnisvollen Ring getragen haben. Die Hurenkönigin folgt dieser Spur. Schon bald beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn ein weiteres Mitglied der Hurengilde verschwindet und Ursel Zimmer gerät durch ihre Nachforschungen in große Gefahr.... Der historische Roman beginnt mit einem Prolog. Hier beobachtet man einen ergebenen jungen Mann dabei, wie er versucht das Wohlwollen seiner missmutigen und strengen Herrin zu erlangen. Obwohl sie ihn ständig zu demütigt, ist der Unbekannte ihr zutiefst ergeben. Beim Lesen stellt man sich unwillkürlich die Frage, wie sich diese Szene wohl in die folgende Handlung einfügen wird. Das eigentliche Geschehen wird in der Erzählperspektive geschildert, wobei das Hauptaugenmerk auf Ursel Zimmer, der Vorsteherin der Hurengilde, ruht. Es gibt allerdings auch Passagen, die eine andere Sicht auf die Dinge ermöglichen. Der Einstieg in diesen historischen Krimi gelingt mühelos. Denn Ursula Neeb beschreibt die Handlungsorte und die jeweiligen Protagonisten so lebendig, dass man sie vor Augen hat. Ganz nebenbei erhält man einige Informationen aus der damaligen Zeit und bekommt einen Eindruck davon, zu welchen Bedingungen der Berufsstand der Hübscherinnen gearbeitet hat, welche Auflagen zu erfüllen waren und welchen Anfeindungen diese Berufsgruppe ausgesetzt war. Diese gut recherchierten und interessant vermittelnden Hintergrundinformationen bilden eine überzeugende Kulisse für die Ermittlungen der Hurenkönigin. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar, sodass man dem Handlungsverlauf ohne große Konzentration folgen kann. Ursel Zimmer ist keine unfehlbare Ermittlerin, sondern eine Frau, die das Herz auf dem rechten Fleck hat und deshalb das Bedürfnis hat, die Morde aufzuklären und die anderen Hübscherinnen zu schützen. Die Hurenkönigin wirkt sehr sympathisch, denn es werden nicht nur ihre positiven Charaktereigenschaften hervorgehoben, sondern auch ihre Schwächen aufgezeigt. Dadurch wirkt sie sehr menschlich und lebendig. Ihre Handlungen kann man allerdings manchmal nur schwer nachvollziehen. Viel zu oft runzelt man unverhofft die Stirn, möchte die Hauptprotagonistin schütteln und auf den vermeintlich rechten Weg bringen. Die Kriminalhandlung ist durchgehend interessant. Die durchaus aufgebaute Spannung kann allerdings nicht kontinuierlich gehalten werden, da die Gemütsschwankungen der Hurenkönigin sich zu sehr in den Vordergrund drängen und den Handlungsfluss etwas bremsen. Zum Ende hin laufen die Handlungsfäden zu schnell zusammen, sodass man den Ausgang der Erzählung bereits früh erahnen kann. Hier überschlagen sich die Ereignisse und wirken zuweilen sehr konstruiert und klischeehaft. Dennoch habe ich mich beim Lesen dieses historischen Kriminalromans gut unterhalten. Es ist der Autorin hervorragend gelungen, gut recherchierte Fakten mit einer durchaus interessanten Kriminalermittlung zu mischen und eine lebendige Atmosphäre zu erschaffen. Der Krimianteil hätte für meinen Geschmack etwas spannender sein können, doch insgesamt gesehen hat mir dieser Roman sehr viel besser gefallen, als "Das Geheimnis der Totenmagd", ein Roman, der ebenfalls aus der Feder der Autorin stammt und in dem die Hauptprotagonistin Ursel Zimmer ebenfalls eine kleine Rolle spielt. |
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Bewertung von dorli aus Berlin am 30.09.2012 |
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Frankfurt 1511. Ursel Zimmer leitet ein Frauenhaus und ist die Vorsteherin der städtischen Hurengilde. Als mit Rosi eine ihrer Huren auf grausamste Weise ermordet wird, der vermeintliche Täter aber beharrlich seine Unschuld beteuert, beginnt Ursel auf eigene Faust zu ermitteln. Eine schwierige Aufgabe, denn einziger Hinweis ist ein geheimnisvoller Ring. Eine weitere Hure verschwindet und auch die Hurenkönigin selbst begibt sich bei ihren Ermittlungen in größte Gefahr… Der Schreibstil von Ursula Neeb ist gradlinig, angenehm flüssig zu lesen und hat mich ruckzuck in die Geschichte reingezogen. Die Autorin verzichtet auf Abschweifungen und überladene Darstellungen, sondern konzentriert sich auf die Geschehnisse rund um das Frauenhaus und das Verschwinden der Huren. Die Vorkommnisse selbst werden umfassend und genau geschildert, so dass man die Furcht der Frauen vor dem Mörder spüren kann. Aber auch die Angst vor der „Lustseuche“ und der damit eventuell einhergehende Verlust ihrer Lebensgrundlage wird ausführlich dargestellt. Die Krimihandlung ist fesselnd und spannend, der Blick des Lesers wird auf unterschiedliche Verdächtige gelenkt und man kann bis zum Schluss über die Identität des Täters grübeln. Die Charaktere sind durchweg gut gelungen. Sie werden bunt und detailliert beschrieben und bekommen schnell ein Gesicht, selbst Nebenfiguren wie die schlaue Grid wirken in ihrem Handeln überzeugend. Besonders die Unvollkommenheiten machen die Protagonisten sympathisch und glaubwürdig. So kann die meist sehr couragierte Ursel die grausamen Taten des Mörders nicht so einfach verkraften und gibt sich ihrer eigentlich längs überstandenen Theriaksucht hin. Auch Josef, eine anfangs sehr fragwürdige Gestalt, an deren guten Absichten man zunächst zweifelt, wird im Verlauf der Handlung durchaus liebenswürdig. Ein rundum gelungener, gut recherchierter historischer Roman, der mir ein paar spannende Lesestunden beschert hat. |
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| Bewertung von Nina am 20.09.2012 | |
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Vorab: Eigentlich lese ich historische Romane selten. Denn oft sind diese langweilig geschrieben und lausig recherchiert. "Die Hurenkönigin" von Ursula Neeb bildet jedoch eine Ausnahme - die Geschichte hat mich sofort gefesselt und ich wollte den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Der Roman ist sehr unterhaltsam geschrieben. Dies verspricht eine äusserst kurzweilige Lektüre! Schon der Prolog macht " Lust auf mehr" - ein Minnesänger und seine Herrin werden porträtiert, dann wechselt der Fokus. Nicht hochwohlgeborene Frauen stehen im Zentrum des Geschehens, sondern die Frauen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Huren. Der Leser bekommt Einblick in die Welt Rosis. Diese Frau ist schon Mutter. Da jedoch der Kindsvater - Josef - keine ehrbare Frau aus ihr machen will, muss sie weiter als Freudenmädchen arbeiten. Und sie tappt in eine fatale Falle - ein mysteriöser Freier entführt sie in den Wald, wo sie eines gewaltsamen Todes stirbt. Dies ruft Ursel Zimmer auf den Plan - diese "Hurenkönigin" will den Tod ihres Schützlings nicht ungesühnt lassen und beginnt daher, auf eigene Faust zu ermitteln ... Besonders gefällt mir am Roman das hessische Lokalkolorit, welches eine vergangene Zeit heraufbeschwört, denn die Handlung ist um das Jahr 1511 angesiedelt. Durch die plastischen Beschreibungen kann sich der Leser alles gut vorstellen. Ausserdem scheint mir der Roman sehr solide recherchiert zu sein. Der Autorin ist es gelungen, einen eher trockenen historischen Stoff lesenswert zu "übersetzen". Der Stil liest sich ausgesprochen flüssig. Besonders tiefgründig ist das Buch aber nicht. Der Unterhaltungswert ist ebenfalls hoch, denn es hätte auch eine dröge deutsche Geschichte sein können. Weit gefehlt! Das Buch ist viel besser als erhofft. Einzig die recht moderne Sprache hat mich etwas gewundert; aber ich denke, dass die Autorin aus Gründen der Lesbarkeit zu diesem Stilmittel griff ("Ich geh dann mal.").Der Roman möchte nicht nur den sprichwörtlichen akademischen Elfenbeinturm ansprechen, sondern auch ganz normale Leser, die sich nicht mit Quellenkunde oder Ähnlichem befassen. Die optische Gestaltung des Histokrimis konnte mich ebenfalls überzeugen - nicht zu überladen, ein schöner weinroter Hintergrund, wenige Ornamente und ein Frauentorso. Nicht zu kitschig! Der Roman ist besser als die Leseprobe. Und obwohl es sich nicht um mein bevorzugtes Genre handelt, war ich gefesselt. Genau die richtige Mischung aus historischen Fakten und Unterhaltung. Ich vergebe daher 4 Sterne. |
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| Bewertung von Cybergirl aus Frankfurt am 20.09.2012 | |
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1511, in Frankfurt ist die Geschlechtspest ausgebrochen, der Pfarrer warnt in seiner Predigt vor dem Bösen, vor Unzucht und vor allem vor dem Frauenhaus. Die Huren verlassen aus Protest mit ihrer Hurenkönigin den Gottesdienst. Am Frauenhaus angekommen finden sie eine tote Katze die an die Tür genagelt wurde und einen Zettel mit der Aufschrift „hier wohnt die Sünde“. Zu alledem wird auch noch die Hübscherin Roswitha vermisst. Nach einigen Tagen, am Gedenktag von Maria Magdalena, eine der Schutzheiligen der Huren wird ihre Leiche gefunden. Als bald darauf wieder eine Hure verschwindet und einige Indizien zu den reichen Adelsfamilien von Sachsenhausen führen und von der Frankfurter Obrigkeit keine Hilfe zu erwarten ist macht die Hurenkönigin sich selbst auf die Suche nach dem Täter und begibt sich dabei in große Gefahr. Ursula Neeb ist es mit ihrem neuen Roman wieder gelungen den Leser in das Mittelalter zu entführen. Sie gibt eine gute Darstellung über die Stellung der Huren die ihre eigenen Zunfthäuser, genannt Frauenhäuser hatten, und der Stadt unterstanden. |
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| Bewertung von Melisande am 20.09.2012 | |
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Frankfurt 1511: Die Hübscherin Roswitha wird bestialisch ermordet aufgefunden. Überhaupt scheint die Bevölkerung, auch begünstigt durch die Hetztiraden des Pfarrers, auf die Huren schlecht zu sprechen zu sein. Als dann auch noch die Lustseuche ausbricht, müssen die Huren um ihr Auskommen bangen. Als auch die Hübscherin Isolde vermißt wird, doch weder Polizei noch der Bürgermeister einschreiten, versucht die Hurenkönigin selbst, das Verbrechen aufzuklären und begibt sich in tödliche Gefahr. Ich habe von Ursula Neeb bereits "Das Geheimnis der Totenmagd" mit großer Begeisterung gelesen. "Die Hurenkönigin" hat mir sogar noch besser gefallen. Der flüssige und schön zu lesende Schreibstil der Autorin macht es einem leicht, sich in Außenseitergruppen (was die Huren ja sind) hineinzuversetzen. Die Autorin versteht es auch sehr gut, den Spannungsbogen leicht zu beginnen und diesen bis zum Schluß stetig zu steigern. Ich fand alle Charaktere sehr gut gewählt und ausgearbeitet. Der Zusammenhalt der Huren, mit dem Schankwirt und dem Henker, auch die Liebesgeschichte mit Ursel und Bernhard haben mir sehr gut gefallen und einige schöne Lesestunden bereitet. Ich bin von Ursula Neeb sehr begeistert und werde nach und nach ihre anderen Romane auch noch lesen. Fazit: Wiederum ein fesselnd zu lesender hist. Roman, den ich unbedingt weiterempfehlen möchte und der Lust auf weitere Bücher der Autorin macht. . |
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