Was wir tun, ist letzlich Geschichten erzählen . . . - Lange, Susanne

Susanne Lange 

Was wir tun, ist letzlich Geschichten erzählen . . .

Bernd und Hilla Becher, Eine Einführung in Leben und Werk

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Produktbeschreibung zu Was wir tun, ist letzlich Geschichten erzählen . . .

The first major book on, rather than by, Bernd and Hilla Becher traces the biographical and art historical aspects of the Becher œuvre. Points of reference are the 19th-century tradition of depicting industrial buildings, the development of documentary photography in the early 20th century and contemporary movements such as Concept Art.

Das photographische Werk von Bernd und Hilla Becher, das längst Einzug gehalten hat in die wichtigen internationalen Museen und Ausstellungen, ist seit ihren Anfängen in den 60er Jahren nicht nur Gegenstand formalästhetischer Diskussionen und Analysen, sondern inzwischen selbst ein unverzichtbarer Bestandteil der jüngeren Kunstgeschichte. Ihr Umgang mit dem Medium Photographie, der sich am Vokabular des Sichtbaren ausrichtet und seinem Thema - der industriellen Architektur - über Jahrzehnte hinweg systematisch treu blieb, begründete eine neue Tradition der Dokumentarphotographie, als deren Initiatoren und Wegbereiter sie heute gelten. Susanne Lange, Leiterin der Photographischen Sammlung der SK Stiftung Kultur in Köln, hat über das Werk der Bechers promoviert. In ihrer Monographie - der ersten umfassenden ihrer Art - geht sie den biographischen und kunsthistorischen Aspekten des Becher'schen 'uvres nach. Wichtige historische Bezugspunkte sind dabei die Traditionen der bildnerischen Darstellung von Industriebauten im 19. Jahrhundert und die Entwicklung der dokumentarischen Photographie und ihrer Sonderformen bei Atget, Walker Evans, Renger-Patzsch, August Sander und Karl Blossfeldt. Im Kontext der Gegenwartskunst behauptet sich das Werk von Bernd und Hilla Becher als eigenständige Synthese aus Tradition, Avantgarde und Concept Art. Ihr Verdienst ist nichts Geringeres als die Erfindung einer neuen Wahrnehmungsästhetik.

Produktinformation


  • Verlag: Schirmer/Mosel
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 247 S. m. 53 Duotone-Taf., 135 Abb.
  • Seitenzahl: 247
  • Deutsch
  • Abmessung: 317mm x 255mm x 29mm
  • Gewicht: 1942g
  • ISBN-13: 9783829601757
  • ISBN-10: 3829601751
  • Best.Nr.: 13416232

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Erfreut zeigt sich Andrea Gnam darüber, dass endlich eine Monografie über das Lebenswerk von Bernd und Hilla Becher vorliegt. Das "Vergehen der Welt, in die man so vernarrt ist", im Bild festzuhalten, sieht sie als zentrales Anliegen des Fotografenpaares, das für seine Dokumentation der Industriearchitektur zwischen 1890 und 1960 berühmt wurde. Susanne Langes Band biete eine Studie zu den Werkgruppen und zur Arbeitsweise, eine umfangreiche Auswahl von Fotografien zu den verschiedenen Objektbereichen sowie eine Zusammenstellung verschiedener Interviews und Arbeitsberichte aus einem Zeitraum von fast vierzig Jahren. Ausführlich beschreibt Gnam die Arbeit der Bechers und charakterisiert ihr Werk als "pure Leidenschaft im Kleid äußerster Sachlichkeit". Langes Einschätzung der "eigenartigen Metamorphose", die das Werk der Bechers leistet, kann sie nur zustimmen: Danach würden ehemals profane Objekte, entstanden aus der "Idee des reinen Funktionalismus", vermittelt durch die Sichtweise der Bechers zu "Objekten von skulpturaler Qualität" und erhielten dadurch "eine künstlerische Relevanz, die sich die Erbauer selbst kaum hätten vorstellen können" (Lange). Gnam resümiert: "Damit ist - auch - ein Prinzip der Kunstanschauung des 20. Jahrhunderts formuliert, zu der die Fotografie wesentlich beigetragen hat."

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.09.2005

Pure Leidenschaft im Kleid äußerster Sachlichkeit
Kunst wider Willen: Eine Monografie über das Lebenswerk von Bernd und Hilla Becher
„Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet”, mahnte Paul Cézanne die Zeitgenossen. Das „Vergehen der Welt, in die man so vernarrt ist”, im Bild festzuhalten, ist zentrales Anliegen von Bernd und Hilla Becher. Mit seinem umfangreichen Lebenswerk und seiner Lehrtätigkeit hat das Fotografenpaar der Industriearchitektur einen festen Platz im Archiv der Erinnerung verschafft. Fotobücher der Bechers, in denen die Gegenstände ihres Interesses als anonymes Zeugnis einer ständig in Veränderung sich befindenden Epoche dokumentiert sind, gibt es seit den siebziger Jahren. Aber erst jetzt ist eine Monografie über ihre Arbeit erschienen. Der Band enthält eine Studie von Susanne Lange zu den Werkgruppen und zur Arbeitsweise, eine umfangreiche Auswahl von Fotografien zu den verschiedenen Objektbereichen sowie eine Zusammenstellung verschiedener Interviews und Arbeitsberichte aus einem Zeitraum von fast vierzig Jahren.
Das Buch stellt wissenschaftliche Beschreibung und kunstgeschichtliche Einordnung …

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Susanne Lange, geb. 1964 in Berlin, ist eine deutsche Philologin und literarische Übersetzerin sowie Gutachterin für Verlage im Bereich spanischsprachiger Literatur. Sie studierte Komparatistik, Germanistik und Theaterwissenschaft und ist seit 1992 als freie Übersetzerin von literarischen Texten in die Deutsche Sprache tätig. Susanne Lange lebt und arbeitet in Barcelona. 2009 wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung geehrt.

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