Seit ihrer Erfindung wurde der Fotografie eine besondere
Wirklichkeitstreue zugeschrieben. Sie galt als Spiegel des Realen,
als mechanisches Gedächtnis und künstliches Auge des Menschen.
Spätestens mit dem Aufkommen der digitalen Bildverarbeitung und
ihren Möglichkeiten der Manipulation wurde dieser Anspruch radikal
infrage gestellt. Trotzdem ist die Wirkungsmacht der Fotografie
ungebrochen. Neben ihren Funktionen in den Medien und im privaten
Bildgebrauch konnte sie sich als eigenständige Kunstform
etablieren, die aus der zeitgenössischen Kunst nicht mehr
wegzudenken ist. Diese Einführung stellt die maßgeblichen Theorien
vor, die Wesen und Bedeutung des fotografischen Bildes beschrieben
haben. Themen des Bandes sind u.a. die Wahrheit der Fotografie, die
Theorien des Digitalen, Fotografie und Zeit, das reproduzierbare
Bild und die Fotografie im System der Künste.
"Ein mehr als lesenswertes, ein wegweisendes Buch." (Photonews)
Peter Geimer ist Oberassistent an der Professur für Wissenschaftsforschung der ETH Zürich und freier Mitarbeiter im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
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