Penelopes hungriger Blick - Frajndlich, Abe

Abe Frajndlich 

Penelopes hungriger Blick

Text: Henry Adams
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Penelopes hungriger Blick

Abe Frajndlich, amerikanischer Photograph, 1946 in Frankfurt am Main geboren, studierte die Kunst der Kamera bei Minor White und englische Literatur an der Northwestern University of Evanston/Illinois. In seinem neuen Buch präsentiert er seine Portraits von berühmten Kollegen aus zwanzig Jahren. Darunter finden sich große alte Meister der amerikanischen Photographie wie Ansel Adams und Minor White, aber auch die jungen Talente der Düsseldorfer Schule. Den Bildern hat Abe Frajndlich einen autobiographischen Text vorangestellt. Mit Portraits der folgenden Künstler: Berenice Abbott, Manuel Alvarez Bravo, Nobuyoshi Araki, Richard Avedon, John Baldessari, Lillian Bassman, Peter Beard, Ruth Bernhard, Bill Brandt, Henri Cartier-Bresson, Chuck Close, John Coplans, Imogen Cunningham, Louise Dahl-Wolfe, Thomas Demand, William Eggleston, Elliott Erwitt, Andreas Feininger, Robert Frank, Lee Friedlander, Masahisa Fukase, Mario Giacomelli, Gilbert & George, Allen Ginsberg, David Hockney, Candida Höfer, Evelyn Hofer, Dennis Hopper, Horst P. Horst, Eikoh Hosoe, Lotte Jacobi, Angus McBean, Duane Michals, Inge Morath, Barbara Morgan, Daido Moriyama, Vic Muniz, Norman Parkinson, Gordon Parks, Irving Penn, Marc Riboud, Jan Saudek, Kishin Shinoyama, Aaron Siskind, Thomas Struth, Andy Warhol, William Wegman, Minor White, Joel-Peter Witkin u. a.


Produktinformation

  • Verlag: Schirmer/Mosel
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 185 S. m. Farb- u. Duotone-Taf. 305 mm
  • Seitenzahl: 185
  • Deutsch
  • Abmessung: 316mm x 271mm x 27mm
  • Gewicht: 1719g
  • ISBN-13: 9783829605274
  • ISBN-10: 3829605277
  • Best.Nr.: 32670288

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Und wieder erfahren wir nicht, was Penelope mit der Sache zu tun hat. Freddy Langer ehrt den langjährigen Mitarbeiter beim Magazin seiner Zeitung, den Fotografen Abe Frajndlich mit seiner Besprechung. Aber er findet auch echtes Gefallen an diesem Band, mit dem Frajndlich sowohl seinem Ansatz treu bleibt, lieber Geschichten zu erzählen, als Gesichter abzubilden, als auch ein neues Genre begründet: Die Fotografenfotografie. Seit 1988 hat Frajndlich immer wieder Kollegen abgelichtet und versucht, sie in ihrem Starsein zu zeigen, eingehüllt in ihren eigenen Mythos. Laut Langer gelingt ihm das vorzüglich und in beeindruckender Vollständigkeit. Der Rezensent findet sie alle wieder, die großen Fotografen des 20. Jahrhunderts, aufwändig arrangiert, fein ironisch. Lauter Gesichter, so formuliert Langer den Effekt, die die Geschichte der Fotografie und der Kunst widerspiegeln.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.12.2011

Unsterbliches Duell zwischen Messer und Kamera

Lauter berühmte Namen, lauter unbekannte Gesichter: Seit mehr als dreißig Jahren porträtiert der New Yorker Fotograf Abe Frajndlich seine Kollegen.

Zurückhaltung bis an die Grenze der Scham gehört zum guten Ton, wenn Fotografen fotografiert werden. Sie zieren sich mit dem Hinweis, hinter dem Sucher einer Kamera besser aufgehoben zu sein als vor deren Objektiv. Aber was Abe Frajndlich von Annie Leibovitz zu hören bekam, übertraf doch die meisten Entschuldigungen an Deutlichkeit. "Es kommt nicht in Frage, dass ich irgendwas von deinen verrückten Sachen für dich mache", begrüßte sie ihn im Herbst des Jahres 1991 gleich an der Tür ihres Studios - ausgerechnet sie, die mit ihren verrückten Einfällen die Ästhetik der Prominentenporträts in den siebziger und achtziger Jahren maßgeblich beeinflusst hat.

Zurückhaltung, so wusste sie freilich nur zu gut, war nie Abe Frajndlichs Sache gewesen. Mit seinen skurrilen Arrangements in meist leuchtenden Farben gehört auch er zu jener Riege von Fotografen, die mit ihren Porträts eher Geschichten erzählen als Gesichter zeigen. Der Sänger Joe Cocker …

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Abe Frajndlich, Jahrgang 1946, fotografiert seit seinem zwölften Lebensjahr. 1970 machte er Bekanntschaft mit dem Fotografen Minor White und lernte bei ihm in Boston. Das erste Foto in "Eros Eterna" stammt aus jenem Jahr. Seit 1970 arbeitet er hauptberuflich als Fotograf. Seit 1985 auch als Journalist tätig, u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

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