'Ordnungsgemäße Überführung' - Douglas, R. M.

'Ordnungsgemäße Überführung'

Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg

R. M. Douglas 

Übersetzung: Martin Richter
 
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'Ordnungsgemäße Überführung'

Wie es wirklich war - die große Gesamtdarstellung der deutschen Vertreibung Bis heute zählt die durch Hitlers verbrecherisches Regime ermöglichte Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte. Daher ist es wohl kein Zufall, dass die erste große historische Gesamtdarstellung nun von einem irischen Historiker vorgelegt wird.

'Geordnet und human', sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch rekonstruiert R. M. Douglas die verschiedenen Etappen der Massenvertreibungen, beschreibt den Archipel der Konzentrations-, Internierungs- und Sammellager für Deutsche, der in ganz Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg entstand, und beleuchtet die Folgen, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen. Dabei verwendet er deutsche Quellen nur, sofern sie durch andere Zeugnisse bestätigt werden, und konzentriert sich auf Überlieferungen aus dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie auf die Akten der ausweisenden Staaten selber. So entsteht eine Darstellung, die das Leid der Vertriebenen, die Gräueltaten an Deutschen und das moralische Versagen der Alliierten in ungewohnter Schärfe thematisieren kann ohne in den Verdacht der Einseitigkeit zu geraten. Vertreibungen laufen nie 'geordnet und human' ab, das ist die zentrale These dieses Buches. Ein flammender Appell gegen Völkerverschiebungen als Mittel internationaler Politik.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 556 S. m. 16 Abb. u. 3 Ktn.
  • Seitenzahl: 556
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 151mm x 37mm
  • Gewicht: 784g
  • ISBN-13: 9783406622946
  • ISBN-10: 3406622941
  • Best.Nr.: 34504687

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Dass der Historiker R.M. Douglas die Vertreibung der Deutschen für als das "bis heute am besten gehütete Geheimnis des Zweiten Weltkrieg" bezeichnet, hält Rezensent Cord Aschenbrenner zwar für Unfug, verübelt diese Übertreibung dem Autor jedoch nicht nachhaltig. Aschenbrenner hält die Studie nämlich für "herausragend", so klar und unvoreingenommen hat er selten von den Vertreibungen gelesen. Was Aschenbrenner dem Autor dabei positiv anrechnet ist, dass er auf alle - möglicherweise von restbrauner Gräuelpropaganda gefärbten - Betroffenenberichte verzichtet und sich ganz auf die Aussagen von Diplomaten, Journalisten und Politiker stützt. Wie "kalt und unbarmherzig" die Vertreibung der Deutschen, auch mit Unterstützung der Alliierten, von sich gegangen ist, wird für Aschenbrenner umso deutlicher.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.04.2012

Ein Ausbruch staatlich geförderter Gewalt
Mit dem Buch „Ordnungsgemäße Überführung“ gelingt R.M. Douglas die fehlende Gesamtdarstellung der Vertreibungen der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg
„Wie es wirklich war“ – so kündigt der Verlag C. H. Beck eine neue Gesamtdarstellung der Vertreibung der Deutschen an. Verwundert mag man sich die Augen reiben: Debatten und erinnerungspolitische Diskurse scheinen hierzulande mehr als vertraut. Fest in den Köpfen sitzen wohlgehegte stereotype Wahrnehmungen und Urteile. R. M. Douglas, den in den USA lehrenden irischen Historiker, scheinen diese deutschen Kontroversen jedoch kaum zu interessieren. Wenig schert er sich um Vertriebenenverbände oder Vertreibungsapologeten, sondern stellt nüchtern fest, dass sich „innerhalb Deutschlands (. . . ) nach dem Krieg die Kontroverse um den Umgang mit den Vertreibungen fast nur um ‚Erinnerung‘ statt um ‚Geschichte‘ gedreht“ habe, „anders gesagt stand die Frage im Mittelpunkt, wie man sich an sie erinnern und sie darstellen soll, nicht woran erinnert werden soll“.
Und genau darin liegt der Erkenntnisgewinn dieses Buches. Douglas legt eine erste …

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R. M. Douglas ist Professor für Geschichte an der Colgate University in Hamilton, New York.


Kundenbewertungen zu "'Ordnungsgemäße Überführung'" von "R. M. Douglas"

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Bewertung von sofie am 04.04.2013   ausgezeichnet
„Ordnungsgemäße Überführung – Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg“ von dem amerikanischen Historiker R.M. Douglas bietet einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Vertreibungen, ihre Hintergründe und Ursachen.
Das Buch ist gegliedert in 13 Kapitel, von den Planungen über die Durchführung bis hin zu den Auswirkungen und Folgen bis in die Gegenwart. Dabei geht Douglas nicht streng chronologisch vor, sondern er arbeitet eher thematisch geordnet. Ich halte das für eine sehr gute Lösung, da so die verschiedenen Aspekte und Perspektiven jeweils vollständig betrachtet werden. Natürlich kommt es dadurch aber auch zu Redundanzen und teilweisen Sprüngen zwischen den verschiedenen Ländern und Besatzungszonen.
Der Autor geht sehr behutsam an dieses doch oft kontroverse Thema heran. Zum einen beleuchtet er wirklich alle Seiten, d.h. er setzt die Vertreibungen in den Kontext des Zweiten Weltkriegs und des Dritten Reiches, betrachtet das Verhalten der Volksdeutschen während des Krieges, untersucht die Rolle der Alliierten und der Vertreibungsländer und stellt auch die Gegner der Vertreibungen dar. Zum anderen stützt er sich in seinen Quellen viel auf Berichte des Internationalen Roten Kreuzes und anderer internationaler Organisationen. Immer wieder greift er auch einzelne Schicksale und Personen auf und stellt sie näher vor, wie zum Beispiel den Tschechen Premysl Pitter, der nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl sudetendeutsche als auch jüdische Kinder in seine Waisenhäuser aufnahm.
Mit 460 Seiten ist „Ordnungsgemäße Überführung“ natürlich sehr umfangreich, es liest sich aber trotzdem sehr gut und zügig. Für ein Sachbuch ist die Sprache sehr angenehm, nicht zu wissenschaftlich, aber auch nicht zu einfach. Hier kann man wahrscheinlich auch dem Übersetzer Martin Richter ein Kompliment aussprechen.
Insgesamt kann ich „Ordnungsgemäße Überführung“ (Originaltitel: „Orderly and Humane“ so wie die Vertreibungen laut Potsdamer Abkommen ablaufen sollten) auf jeden Fall weiterempfehlen, sowohl an Leute, die sich bereits mit dem Thema auskennen, als auch an andere Interessierte.

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