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Ein Glückskind
Wie ein kleiner Junge zwei Ghettos, Auschwitz und den Todesmarsch überlebte und ein neues Leben fand
Übersetzer: Röckel, Susanne
- Einband: Kartoniert/Broschiert
- Broschiertes Buch
Produktinformation
- Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 271 S.
- Seitenzahl: 272
- Fischer Taschenbücher Bd.17385
- Deutsch
- Abmessung: 193mm x 125mm x 20mm
- Gewicht: 265g
- ISBN-13: 9783596173853
- ISBN-10: 359617385X
- Best.Nr.: 23319696
Leseprobe zu "Ein Glückskind"
Produktbeschreibung zu "Ein Glückskind"
Beschreibung
Nach seiner Befreiung aus dem KZ Sachsenhausen erlebt er als "Maskottchen" der polnischen Armee den Kampf um Berlin mit, kommt schließlich in ein Waisenhaus und findet auf wundersame Weise seine Mutter wieder.
Auf bewegende Weise, ganz ohne Bitterkeit, erzählt Thomas Buergenthal seine Kindheitsgeschichte und überdies, wie er zunächst in Deutschland bei seiner Mutter, später in den USA ein neues, "zweites Leben" beginnt.
01.04.2007
Brot & Kugeln
"Ein Glückskind": Thomas Buergenthal überlebte
Auschwitz
Man muss nicht lange suchen, um den Mann zu finden, der das
Glückskind war. In der Lobby des Berliner "Savoy"-Hotels
stehen viele Leute herum, aber nur ein Glücksmann. Er trägt einen
klassischen mitteleuropäischen Anzug, eine dunkelblaue Krawatte und
glänzende schwarze Schuhe. Auf seiner Stirn erkennt man eine kleine
rote Schramme. Er strahlt. Nur mit Mühe scheint er den Impuls
unterdrücken zu können, allen Anwesenden einen Klaps auf den Rücken
zu geben und zu fragen, ob das nicht Wahnsinn ist, dass wir in
Berlin sind, dass er in Berlin ist, dass er lebt. "Fast auf
den Tag genau vor 62 Jahren war ich ja schon mal hier",
erklärt er in seinem auch nach einem halben Jahrhundert in Amerika
akzentfreien Deutsch. Im April 1945 hatte ihn eine polnische
Spähtruppe mitgenommen in den Kampf um Berlin. Er trug eine
maßgeschneiderte Uniform, passende Stiefel, eine kleine Pistole und
fuhr in einer für ihn gefertigten Kutsche, die von einem aus einem
deutschen Zirkus "befreiten" Pony gezogen wurde. Er war
damals zehn Jahre alt und hatte zwei Gettos, Auschwitz und den
Todesmarsch …
14.05.2007
Das Glück des Lagerkindes
Die Erinnerungen des UN-Richters Thomas Buergenthal, der immer Optimist blieb
In seinem zweiten Leben wurde Thomas Buergenthal Jurist und Menschenrechts-Experte. Er ist heute Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Das UN-Gremium verhandelt Streitigkeiten zwischen Staaten, kürzlich stufte es das Massaker von Srebrenica 1995 erstmals als Völkermord ein. Buergenthals zweites Leben begann am 4. Dezember 1951, als er von Bord des Auswandererschiffs General Greely New York betrat. Zurück in Europa ließ der damals 17-Jährige ein erstes Leben als Ghetto- und Lagerkind, als zehnjähriger Überlebender von Auschwitz und Sachsenhausen, eine Episode als Maskottchen einer polnischen Armee-Einheit beim Kampf um Berlin und eine zwei Jahre lang dauernde Suche nach seiner Mutter in den Nachkriegswirren.
Dieses erste Leben hat der 1934 geborene Thomas Buergenthal, der aus einer deutsch-jüdischen Familie stammt, jetzt aufgeschrieben, im Alter von 72 Jahren. Noch vor dem englischen Original
erscheinen seine Erinnerungen als deutsche Übersetzung. „Ein Glückskind” heißt das Buch. Das Wort „Glück” ist kein …
Kundenbewertungen zu "Ein Glückskind" von "Thomas Buergenthal"
Bewertung von gsr6b aus Winnenden am 17.06.2010
Ich empfehle dieses Buch an alle die spannende Bücher lieben und über den 2 Weltkrirg mehr wissen wollen.
Bewertung von Leserin aus Mannheim am 24.05.2010
Bewertung von Marius aus Lübben am 14.07.2009
Dann geben Sie bitte hier Ihre Bewertung ab
14.05.2007
Jan Sternberg zeigt sich bewegt von der Kindheitsgeschichte des
heutigen UN-Richters Thomas Buergenthal, der sein Überleben als
deutsch-jüdischer Junge in Auschwitz und Sachsenhausen schildert.
Zentraler Begriff dieser Kindheitsbiografie sei das
"Glück", das der Junge auf seinen Stationen durch die
Hölle immer wieder hatte und das ihm wider alle Wahrscheinlichkeit
das Überleben sicherte, so der Rezensent berührt. Mit großer
Sachlichkeit, die dennoch zu fesseln vermag, berichtet der Autor
über diese Schreckenszeit und er wird dabei weder pathetisch, noch
macht er seine Kindheitsgeschichte zur Anklage, stellt Sternberg
bewundernd fest.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Glückskind'ist ein Buch, das einen umhaut: den, der noch
nie ein Buch über den Holocaust gelesen hat, ebenso wie den, der
sie alle gelesen hat. Überall, solange es Kinder gibt, Menschen
essen müssen und leben möchten, wird man die Geschichte von Thommy,
den der damals mächtigste Staat Europas umbringen wollte, verstehen
und nicht mehr vergessen. (...) Indem sich'Glückskind'auf
die Perspektive eines Kindes verlässt, gewinnt das Buch eine ganz
besonders direkte, schlichte und ergreifende Qualität, beim Lesen
spürt man aber auch die unmittelbare Energie und Lebensgier des
kleinen Jungen." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung,
1.4.2007)
"Buergenthal schreibt die Geschichte seines ersten Lebens,
seines vielfachen knappen Überlebens sachlich, aber nicht trocken
auf. Er vermeidet Pathos, er klagt nicht an. Die Geschichte eines
Kindes mitten in der Menschheitskatastrophe."(Süddeutsche
Zeitung, 14.5.2007)
Autorenporträt zu "Thomas Buergenthal"
Thomas Buergenthal, geb. 1934 im slowakischen Lubochna, ging nach seiner Kindheit, die er, unter unvorstellbarem Leid in polnischen Ghettos und den KZs Auschwitz und Sachsenhausen verbringen musste sowie einigen Schuljahren in Göttingen in die USA, wo er Jura an der New York Universitiy und in Harvard studierte und sich auf Internationales Recht und Menschenrechte spezialisierte. Er lehrte als Professor an mehreren renommierten Universitäten, zuletzt an der George Washington University Law School in Washington, D.C. Von 1979 bis 1991 war er außerdem Richter am Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte in Costa Rica. 1992 bis 1993 war Buergenthal Mitglied der UN-Wahrheitskommission für El Salvador. Danach wurde er Mitglied des UN-Menschenrechtsausschusses. Seit 2000 ist Buergenthal als amerikanischer Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Thomas Buergenthal ist vielfach ausgezeichnet worden, u. a. mit der Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg.
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