Er gehört weltweit zu den bekanntesten Künstlern der abstrakten
Farbmalerei, wurde viermal auf die Documenta eingeladen, vertrat
Deutschland auf der Biennale von Sao Paulo. Rupprecht Geigers
Bilder sind ein reines Farberlebnis. Er selbst bezeichnete sich als
Porträtist der Farbe. Über mehrere Jahrzehnte hat Geiger diesen
Focus seines Schaffens nicht verlassen. Im vergangenen Jahr starb
er im Alter von 101 Jahren. Bis zuletzt war er künstlerisch
aktiv.
Tilman Urbach hat Rupprecht Geiger zwischen 2005 und 2007 in seinem
Münchner Atelier besucht, hat ihn beim Collagieren beobachtet, ihn
zu seiner Arbeit befragt und im Bilderlager gestöbert, in dem Werke
aus allen Schaffensepochen stehen. Es sind die letzten
Filmaufnahmen, die der alte Maler zugelassen hat. Interviews mit
Helmut Friedel, dem Direktor des Münchner Lenbachhauses, mit
Geigers langjährigem Galeristen Walter Storms und mit Julia Geiger,
der Enkelin des Künstlers, die im Geiger Archiv das Werk betreut,
runden das filmische Porträt ab. Die DVD erscheint anlässlich des
ersten Todestages des Künstlers.