Wundertäter durch BeweisErfolgsrezept à la Volker Koepp: "Dieses Jahr in Czernowitz"Was macht die Dokumentarfilme von Volker Koepp, die in zwar geringer Kopienzahl, aber dafür über Monate hinweg in deutschen Programmkinos zu sehen sind, so erfolgreich? Sind es ihre Themen, etwa die Suche nach verlorengegangener Heimat, wie sie "Kurische Nehrung", "Kalte Heimat" oder jetzt sein neuester Film "Dieses Jahr in Czernowitz" exemplarisch vorführen? Ist es der scharfe Blick auf die Fremde vor der eigenen Tür, die "Uckermark", "Frankfurter Tor" oder die "Wittstock"-Dokumentarfilmreihe prägen? Ist es gar die immer wieder erfrischende Komik, die vor allem einen Film wie "Herr Zwilling und Frau Zuckermann" (1999) ausgezeichnet hat, der zwei alte jüdische Bewohner von Czernowitz beobachtete und in der Lakonie von Frau Zuckermann und dem misanthropen Aufbrausen von Herrn Zwilling Archetypen schuf, wie sie sich ein Spielfilm nicht besser hätte ausdenken können? Nein. Der Hauptgrund für Koepps Popularität auf dem Sektor des nur als Ausnahme im Kino vertretenen Dokumentarfilms ist seine Engelsgeduld.
Nicht nur die Dauer der Dreharbeiten, auch die …