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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 16.09.2012 |
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Rom 44 v. Chr. Julius Caesar ahnt, dass man ihm ans Leben will und stellt den Gladiator Sartorius als seinen persönlichen Leibwächter ein. Als der große Tag kommt, an dem Caesar seine neuen Reformen verkünden will, ist Sartorius jedoch verschwunden, weil sein Sohn Piso entführt wurde. Caesar geht ohne Sartorius in den Senat und wird erstochen, er stirbt in Sartorius Armen und bittet ihn seinen Neffen Octavian zu beschützen, der sein Nachfolger werden soll. Nachdem er einmal versagt hat, soll das Sartorius nie wieder passieren, er schickt Frau und Sohn fort, um in Sicherheit ohne ihn zu leben, und widmet sein Leben von nun an Octavian, der alles andere als einfach zu beschützen ist, denn er ist stur, von sich eingenommen und noch nicht sonderlich lebenserfahren. Der Leibwächter muss mehr als einmal an seine Grenzen gehen. Einerseits eine wirklich gute, unterhaltsame Serie mit wirklich außerordentlich schönen und gelungenen Kulissen und wunderbaren Kostümen, auch wenn diese nicht immer unbedingt historisch korrekt sind (wie lange Unterhosen im alten Rom). Und das ist auch das Hauptproblem dieser Serie, die historischen Fehler. Einige sind offensichtlich wie die Schnitte einiger Kostüme, Nachrichten auf Papier statt auf Papyrus oder Wachstafeln, andere sind nur offensichtlich, wenn man ein wenig Ahnung vom tatsächlichen Ablauf der damaligen Geschichte hat. Octavius war kein unerfahrener Gutmensch, er war ein brutaler Machtpolitiker ganz wie Julius Caesar. Er war sicherlich kein unerfahrener Teenager und Twen, wie in dieser Serie. Marcus Brutus beging Selbstmord und wurde nicht ins Exil geschickt. Der Showdown zwischen Antonius und Octavian kam erst in der berühmten Schlacht von Actium, diese Berühmte Seeschlacht, in der Cleopatra Fersengeld gab und dann eine Schlange kuschelte. Cicero war tatsächlich Republikaner und für die Ermordung Caesars und sicherlich kein Freund von Octavian, es hat schon einen Grund, warum er später von dessen Anhängern ermordet wurde. Auch ärgerlich ist, dass zu wirklich klischeehaften Mitteln gegriffen wird, wie ein Gewitter zur Untermalung der Rettung Octavius. Der Soundtrack klingt schwer nach Herr der Ringe, aber mich nach altem Rom, wenn man aber bedenkt, wie falsch die historischen Abläufe dargestellt ist, ist Fantasyfilm / alternate reality vielleicht gar nicht so falsch. Was ein wenig über die falsch dargestellten historischen Abläufe hinwegtröstet ist die hochkarätige Besetzung mit Santiago Cabrera als Octavius, Vincent Regan als Marcus Antonius, James Frain als Brutus oder Jonathan Cake als Sertorius. |
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