Renoir und seine Frauen - Sagner, Karin

Karin Sagner 

Renoir und seine Frauen

Ideale auf der Leinwand – gestandene Frauen im Leben

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Renoir und seine Frauen

Welche Ausstrahlung muss ein Mann haben, um so mühelos die Herzen so vieler Frauen zu erobern? Pierre-Auguste Renoir, bisher eher bekannt als Meister des Impressionismus, hatte noch eine weitere Begabung, nämlich die des Verführers. Er liebte die Frauen und sie ihn. In seinen Bildern zeigt er einfache Mädchen vom Land, brave Frauenzimmer und feine Gesellschaftsdamen der Pariser Bourgeoisie. Mit vielen seiner Modelle hatte er Beziehungen, und von fast allen in diesem Buch vorgestellten Musen und Liebhaberinnen sind Fotografien überliefert. Erstmals stellt die Kunsthistorikerin Karin Sagner nun den Gemälden Renoirs die "echten" Frauen gegenüber und erzählt ihre Geschichte. Dabei wird sich herausstellen, dass diese Frauen nicht so naiv und brav waren, wie es sich Renoir in seinen idealen Vorstellungen von Weiblichkeit "ausmalte". Der Urenkel des großen Meisters, Jacques Renoir, erzählt in seinem Vorwort von den Familiengeschichten, die sich um die Frauen ranken und die sich über Generationen erhalten haben.


Produktinformation

  • Verlag: Sandmann, München
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 136 S. m. zahlr. Farbabb. 285 mm
  • Seitenzahl: 144
  • Deutsch
  • Abmessung: 285mm x 221mm x 20mm
  • Gewicht: 910g
  • ISBN-13: 9783938045671
  • ISBN-10: 3938045671
  • Best.Nr.: 34526617
Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert, 2011 erschien ihr Buch "Schöne Frauen" im Elisabeth Sandmann Verlag. Zuletzt kuratierte sie die Ausstellung "Pierre-Auguste Renoir. Wie Seide gemalt" in den Kunstsammlungen Chemnitz.

Kundenbewertungen zu "Renoir und seine Frauen" von "Karin Sagner"

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Bewertung von MaWiOr aus Halle am 28.03.2012 ***** ausgezeichnet
Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) war einer der großen Impressionisten und einer der populärsten Künstler Frankreichs. Obwohl er sich in seiner Malerei allen Bildthemen wie Landschaft, Stillleben, Porträt und Akt zuwandte, widmete er sich zeitlebens vor allem und immer wieder einem Sujet: der Frau. Renoir hat sie in seinen sinnlichen Bildern gefeiert wie kaum ein anderer.

Renoir interessierten jedoch weniger die wohlhabenden Damen der Pariser Gesellschaft. Seine Modelle hießen Lise, Henriette, Margot, Suzanne oder Gabrielle - es waren meist einfache Mädchen und Frauen vom Lande oder Näherinnen, Verkäuferinnen, Wäscherin-nen und Schauspielerinnen aus dem Stadtteil Montmartre. Alle hat Renoir auf seine Leinwand gebannt, hat ihre perlmuttschimmernde Haut, ihre üppigen Formen und ihre unbefangene Sinnlichkeit sichtbar gemacht.

Der Künstler liebte es, Frauen um sich zu haben und so malte er auch seine Ehefrau Aline oder die Kindermädchen seiner Kinder. Ihm kam es nicht auf Ähnlichkeit an, mit seinen Gemälden wollte er vielmehr dem Rätsel der Weiblichkeit auf die Spur kommen.

Die Kunsthistorikerin Karin Sagner versucht nun in ihrem neuen Bild-Text-Band „Renoir und seine Frauen“ aus dem Elisabeth Sandmann Verlag das Geheimnis von Renoirs Mo-dellen zu lüften, die „echten“ Frauen vorzustellen und ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Insgesamt zwanzig „Renoir“-Frauen stellt die Autorin in Kurzporträts vor - von seiner ersten Liebe Lise Tréhot bis zu Andreé Heuschling, einem 16jährigen Mädchen mit flammend rotem Haar.

Dabei wird die Vielzahl der Modelle in fünf Kapitel aufgeteilt, die auf ihre Vorzüge und ihre unterschiedliche Herkunft aufmerksam machen. So schätzte Renoir in seinen Anfangsjahren bei Lise Tréhot und seiner späteren Frau Aline deren natürlichen Charme und ihre vollendete Weiblichkeit. In den 1870er Jahren malte er vorrangig Frauen zwischen Boheme und Halbwelt, die er in den Gassen und Gartenlokalen rund um Montmartre fand. Später widmete sich Renoir dem Idealbild der Frau als Mutter oder „sorgende Venus“. Hier porträtierte er stillende Mütter, Kindermädchen oder Frauen bei der Handarbeit.

Obwohl Renoir die feinen Damen der Gesellschaft wenig schätzte, malte er auch Künstlerinnen und Saloniere - also Frauen, die aus der konventionellen Rolle der Frau ausbrachen. In seinen späten Schaffensjahren bevorzugte Renoir jedoch wieder junge Mädchen von der Straße. Sie wurden für ihn, inzwischen gebrechlich, zum Sinnbild für das ewig Weibliche; sie waren sein Lebenselixier.

Mit historischen Fotos und anderen Dokumenten macht Karin Sagner mit den tatsächlichen Renoir-Frauen bekannt. Viele Hinweise erhielt sie dabei von Renoirs Urenkel Jacques Renoir, der den Bild-Text-Band mit einem informativen Vorwort einleitet.

Fazit: „Renoir und seine Frauen“ ist ein außergewöhnlicher Kunstband, der besonders durch seine zahlreichen und qualitätsvollen Farbabbildungen begeistert. Ein bibliophiles Schmuckstück für Renoir- und Frauen-Liebhaber.

Manfred Orlick

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