Niki de Saint Phalle setzte in ihrem einzigartigen Oeuvre einen der
Schwerpunkte auf spektakuläre, häufig groß dimensionierte
Inszenierungen und Environments. Ihre Schießbilder, die begehbaren
Nanas, der Strawinsky-Brunnen oder ihr Tarot-Garten sind virtuose
Beispiele dafür. Ein vergleichbar imposantes Ensemble und ihr
letztes vollendetes Großprojekt wurde zum künstlerischen Testament
der im Frühjahr 2002 verstorbenen Niki de Saint Phalle: La Grotte,
eine nach Plänen der Künstlerin neu gestaltete Grotte in Hannover,
die ab April 2003 der Öffentlichkeit zugänglich sein wird.
La Grotte liegt im barocken Teil der Herrenhäuser Gärten, einer der
schönsten Parkanlagen Deutschlands. 1676 erbaut, dienten die drei
ursprünglich mit Muscheln, Kristallen, Glas und Mineralien
geschmückten Räume als Ort der Verzauberung und als kühle
Rückzugsmöglichkeit bei Hitze. Ihre Ausschmückungen wurden
allerdings im 18. Jahrhundert entfernt. Zur EXPO 2000 wurde die
Grotte restauriert und anschließend von Niki de Saint Phalle neu
gestaltet. Der achteckige Mittelraum und die beiden rechts und
links anschließenden Räume der Grotte wurden von ihr durch Mosaike
aus buntem Glas und Spiegeln, mit Kieseln und zahlreichen bemalten,
plastischen Figuren aus Fiberglas prachtvoll ausgeschmückt, wobei
die spiralförmige Anordnung der Ornamente um die Säule im
Eingangsraum Spiritualität symbolisieren, der westliche Spiegelraum
Tag und Leben thematisiert, der östliche, blaue Raum dagegen Nacht
und Kosmos. (English edition in preparation ISBN 3-7757-1276-3)
Ausstattung/Bilder: 2003. 103 S. m. 99 Farb-u. 6 SW- Abb.
Seitenzahl: 104
Best.Nr. des Verlages: 317/01308
Deutsch
Abmessung: 280mm x 250mm x 23mm
Gewicht: 710g
ISBN-13: 9783775713085
ISBN-10: 3775713085
Best.Nr.: 11272128
"Willkommen zum Staunen und Träumen!" F.A.Z.<br/><br/>"Umrahmt werden die Bilder von bodenständigen Texten über die Geschichte des Schlossparks und das kulturhistorische Konzept der Grotte." Süddeutsche Zeitung
"Willkommen zum Staunen und Träumen!" F.A.Z. "Umrahmt werden die Bilder von bodenständigen Texten über die Geschichte des Schlossparks und das kulturhistorische Konzept der Grotte." Süddeutsche Zeitung
Niki de Saint Phalle wurde mit ihren leuchtend bunten Polyester-Plastiken, insbesondere den Nanas, international populär. Die fröhliche matriarchalische Gegenwelt, die sie in diesen Frauenbildern entstehen läßt, hat innerhalb der neuen Kunst ihre ebenso herausragende wie isolierte Stellung begründet. Niki de Saint Phalle ist eine Außenseiterin, die sich in keine der gängigen kunsthistorischen Gruppierungen einordnen läßt. Begabt mit einer unerschöpflichen Phantasie, gelingt ihr in ihren Skulpturen etwas sehr Seltenes: sie vermag unterschiedlichste Altersstufen und soziale Schichten gleichermaßen anzusprechen und zu motivieren, dem eigenen Gefühl, der Spontaneität zu vertrauen.
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