Das Leben des Raffael - Vasari, Giorgio

Giorgio Vasari 

Das Leben des Raffael

Neu übertr. v. Hana Gründler u. Victoria Lorini komment. u. hrsg. v. Hana Gründler

Herausgeber: Nova, Alessandro / Übersetzer: Lorini, Victoria
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Das Leben des Raffael

Anmut, Fleiß, Schönheit, Bescheidenheit - mit dieser Charakteristik beginnt Vasari die Lebensbeschreibung Raffaels, eine der umfangreichstenViten. Geboren in Urbino, früh verwaist, ging Raffael schon als Kind in die Lehre Peruginos, arbeitete später mit Pinturicchio in Siena, ließ dort alles stehen und liegen, um zwei Kartons von Michelangelo und Leonardo zu studieren. Der Papst rief ihn nach Rom für sein erstes großes Werk: die Ausmalung der Stanzen im Vatikan. In Rom lebte er gesellig wie ein Fürst und starb, nach maßlosen Vergnügungen, mit 37 Jahren.
Neben vielen Anekdoten (Rettung eines Gemäldes aus Seenot, die heimliche Besichtigung der Sixtinischen Kapelle) widmet Vasari auch Raffaels Methode einen eigenen Abschnitt - der "Manier Peruginos" wie auch der Überwältigung durch die nackten Körper Michelangelos oder der neuen Behandlung der Perspektive. Die Liebeserklärung an einen ungewöhnlichen Künstler und sein Werk.

380315022"Der neue Vasari ist ein Volks-Vasari, der das Riesenwerk in einzelne
Künstlerdarstellungen zerlegt, die sich jeder leisten kann." (Sebastian Preuß, Berliner Zeitung)


Produktinformation

  • Verlag: Wagenbach
  • 2004
  • Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: Neuausg. 2004. 203 S. m. 30 z. Tl. farb. Abb.
  • Seitenzahl: 208
  • Edition Giorgio Vasari
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 18mm
  • Gewicht: 305g
  • ISBN-13: 9783803150226
  • ISBN-10: 3803150221
  • Best.Nr.: 12402618
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.08.2004

Die Kindheit und die Blüte italienischer Monaden
Die Gründungstexte der Kunstgeschichte: Giorgio Vasaris "Lebensbeschreibungen" in einer neuen Übersetzung

An die deutschsprachige Kunstwissenschaft stellt sich zunehmend die Frage, wie sehr sie sich noch auf ihren Ursprung als genuine Italienforschung zu verstehen bereit ist. Längst schon hat sie die Wortführerschaft auf diesem Feld an die angelsächsische Fachwelt abtreten müssen; kaum ein Lehrstuhl wird noch mit einer spezifischen Italienausrichtung ausgeschrieben und ließe sich auch nicht ohne weiteres besetzen, da die früher gänzlich unverzichtbare Italienstation in kunstwissenschaftlichen Karrieren durchaus nicht mehr obligat ist. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Hauptursache für die erstaunlich rasche Marginalisierung der kunsthistorischen Italienforschung in Deutschland liegt freilich in deren Selbstverständnis begründet. Indem sie ihren Gegenstand zu sehr topographisch definierte, ist sie vielerorts zu einer Sonderform der Heimatforschung geraten, deren Anziehungskraft auf einen diskursorientierten Nachwuchs dabei notwendig hat leiden müssen.

Dieser "Campanilismo" …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Der Kunsthistoriker Martin Warnke rezensiert die drei bisher erschienenen Einzelbände der neuen Ausgabe von Giorgio Vasaris "Viten", die nicht weniger als das Gründungsdokument der Kunstgeschichte sind, in einer ausführlichen Rezension. Überfällig ist diese neue Übersetzung, meit der Rezensent, nachdem er die Geschichte der bisherigen Übertragungen kurz hat Revue passieren lassen. Und im Grunde ist die neue Ausgabe seiner Meinung nach auch durchaus gelungen. An der Übersetzung etwa hat er kaum etwas auszusetzen, in den Anmerkungen stecke, lobt er, "viel Mühe und Gelehrsamkeit". Es ergibt sich sogar in den Kommentaren eine kunsthistorische Verdopplung der "Viten", da die Künstlerbiografien hier auf dem neuesten Stand vorgestellt werden. Nicht einverstanden ist Warnke allerdings mit der Überakzentuierung der theoretischen Aspekte, die zur Folge habe, dass "die prosaische, kunstpraktische, kultur- und sozialgeschichtliche Fülle und Ergiebigkeit" des Werks zu kurz kommt. Und geradezu entsetzt zeigt sich der Rezensent darüber, dass - wenn er recht versteht - diese Edition es zuletzt doch bei einer, sei es sehr großen, Auswahl aus den "Viten" belassen will.

© Perlentaucher Medien GmbH
Giorgio Vasari, geb. 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein Universalgenie: Maler, Architekt (u.a. als Baumeister der Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein Hauptwerk sind die 'Leben der hervorragendsten Künstler', kurz: 'Le vite', erstmals erschienen 1550 und im Laufe der Jahre erweitert. Vasari starb 1574 in Florenz.

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