"Ein großartiger Roman ... ein zauberhaftes Sprachkunstwerk." (Martina Meister, Frankfurter Rundschau, 15.03.03)
"Reinhard Jirgls untröstlicher, bedeutender Roman ..." (Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 17.03.03)
"Reinhard Jirgl meistert in seinem Generationenroman einer Vertriebenenfamilie die Gefahr, allzu sentimental zu werden, durch radikale stilistische Verfremdung." (Volker Hage, Der Spiegel, 17.03.03)
"Jirgl erweist sich als glänzender Dramaturg eines weitgehend authentischen, autobiographischen Stoffes, den er zu atemberaubender sprachlicher Verdichtung gebracht und zu Bildern von bestürzender Genauigkeit geformt hat ... noch nie zuvor hat er mit solcher erzählerischer Gewandtheit einen schwer lastenden Stoff so leicht gemacht." (Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 14./15.06.03)
"Noch nie ist die deutsche Nachkriegszeit so überzeugend geschildert worden wie in diesem Roman von Reinhard Jirgl ... Sein Porträt der ersten Nachkriegsjahre riecht nach nassen dunklen Morgen in der Scheune, bettet sein Haupt auf mit Reichsmark ausgestopfte Kopfkissen, geht in steifen Kleidern aus umgenähter Fallschirmseide, tappt durch die Finsternis nächtlicher Stromsperren, verhockt seine Tage in Amtsstuben und ist bis in die letzte Satzwindung angefüllt mit allen sinnlichen Gewissheiten und Ungewissheiten dieser versunkenen Zeit." (Iris Radisch, Die Zeit, 30.04.03)
"Es ist niemandem zuvor gelungen, über dieses Kapitel deutscher Geschichte derart berührend, derart eindringlich und zugleich ohne jede Spur schaler Parteilichkeit zu schreiben." (Gunther Nickel, Die Welt, 10.07.10)
»Und noch nie ... ist die deutsche Nachkriegszeit so überzeugend geschildert worden wie in dem Roman >Die Unvollendeten< von Reinhard Jirgl. Das hat viele Gründe. Der augen- und ohrenfälligste ist der dunkle und lebensbittere Sound, der den Herzton dieser Prosa ausmacht. Der wichtigste ist der historische Abstand, aus dem der Enkel vollbringt, was dem Sohn noch missglückte: ein reiches, ein hintergründiges, ein ambivalentes Tafelbild der jüngsten deutschen Geschichte.« Iris Radisch, Die Zeit
Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin (DDR) geboren. An seine Ausbildung zum Elektromechaniker schloss sich ein Studium der Elektronik an. 1978 kam er zur Berliner Volksbühne, dort arbeitete er als Beleuchtungstechniker.
Seit 1996 lebt Jirgl als freier Schriftsteller in Berlin. Er ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und seit 2009 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2010 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen.