Das Moseltal bietet alles, was man so gemeinhin mit einem typischen
Weinland assoziiert. Der Fluss wird allerorts von steilen Hängen
flankiert, die ihrerseits mit unzähligen Weinreben bedeckt sind. Zu
dieser attraktiven Landschaft, in der man noch dazu mildes Klima
erwarten kann, gesellen sich die urgemütlichen Winzerdörfer.
Massive Steinhäuser und zierliche Fachwerkhäuser sind im Moselland
keine Seltenheit, sondern vielmehr die Regel. In den meisten dieser
Häuser wird Wein gekeltert und ausgeschenkt. "Für einen
Schoppen muss immer Zeit sein", ist das Motto der Moselaner,
die den leichten Wein mit viel Muße genießen.
Und nirgendwo lässt es sich angenehmer übernachten als in einem
alten Fachwerkhaus, um das sich die Ranken der Weinreben schlingen.
An Idylle und Romantik ist dies aber noch nicht genug, Burgen und
Ruinen begleiten den Fluss, als seien sie die Perlen einer Kette.
Um die Burgen scharen sich, genau wie um die Entstehung so mancher
Weinlagen, eine ganze Reihe eigentümlicher Geschichten und
Sagen.
Die Geschichte des Mosellandes hat natürlich nicht mit den Römern
begonnen, da sie aber viele monumentale Bauwerke hinterlassen
haben, sind sie wohl eines der herausragendsten Völker, die dieses
Gebiet je beherrscht haben. Sie haben prächtige Paläste,
Amphitheater, riesige Badeanlagen, Brücken, Wasserleitungen und
vieles mehr errichtet und das Land um Wissen und Können bereichert.
Nach der Christianisierung übernahmen fränkische Könige einerseits
und die Trierer Erzbischöfe andererseits die Herrschaft im Land.
Burgen und Zehenthäuser sowie Kirchen und Klöster erzählen aus
dieser Zeit. Die zahlreichen historischen Gebäude, der Wein, die
eindrucksvolle Landschaft, die einladenden Winzerdörfer - dies und
noch vieles mehr machen eine Radtour entlang der Mosel zu einem
unvergesslichen Erlebnis.