Wir retten die Welt zu Tode - Easterly, William R.

William R. Easterly 

Wir retten die Welt zu Tode

Für ein professionelleres Management im Kampf gegen die Armut

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Wir retten die Welt zu Tode

Milliarden Dollar hat der Westen in die Bekämpfung der Armut gepumpt - ohne sichtbare Erfolge. Die meisten mit gut gemeinten Hilfsmaßnahmen bedachten Regionen stehen keineswegs besser da als zuvor. Zeit also für eine kritische Bestandsaufnahme der Arbeit von Weltbank, WTO und Co. und für einen Kurswechsel im Kampf gegen die Armut.

Der renommierte US-Ökonom und Entwicklungsexperte William Easterly kritisiert so genannte »Planer«, die aus der Ferne utopische, aber nicht praktikable Pläne verordnen, ohne zu erkennen, was tatsächlich gebraucht wird. Stattdessen fordert er mehr Unterstützung für »Sucher«. Sie zielen auf konkrete Maßnahmen vor Ort und lenken Hilfsgelder dorthin, wo Selbsthilfe in überprüfbaren Schritten geleistet wird. Easterly zeigt anhand vieler Beispiele und Fakten: medizinische Versorgung, Bildung und Ernährung können für Millionen Menschen wirksam verbessert werden, wenn Entwicklungsgelder konsequenter wie unternehmerische Investitionen behandelt werden.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 388 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 388
  • Deutsch
  • Abmessung: 22 cm
  • Gewicht: 637g
  • ISBN-13: 9783593381572
  • ISBN-10: 3593381575
  • Best.Nr.: 20844303
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.05.2007

So verpufft die Entwicklungshilfe
Die Weltbank gilt als ehrwürdiges Institut, doch zuletzt wurde ihr Ruf reichlich angekratzt. Weltbankpräsident Paul Wolfowitz steht in der Kritik, weil er seine Lebensgefährtin befördert und mit einer saftigen Gehaltserhöhung ins Außenministerium versetzt hat. Nicht nur die deutsche Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul fordert deshalb seinen Rücktritt. Wolfowitz’ Fehltritt ist zwar keine Petitesse, weitaus schwerer wiegt ein anderer Skandal in der täglichen Arbeit der Bank: In den vergangenen 50 Jahren sind mehr als 2,3 Billionen Dollar in die Entwicklungshilfe geflossen, aber noch immer sterben unnötig viele Menschen in Entwicklungsländern an Infektionskrankheiten, noch immer mangelt es an Schulbildung oder an Infrastruktur.
Dass in der Diskussion um die Weltbank wirklich wichtige Fragen nicht aus dem Blickfeld geraten, ist das Verdienst des Wirtschaftsprofessors William Easterley. In seinem Buch „Wir retten uns zu Tode” legt er akribisch die Irrwege und Versäumnisse der Entwicklungseinrichtungen offen. Sein Fazit ist verheerend: Die von westlichen Strategen in Washington, Brüssel, London und …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Lobend äußert sich Roger Peltzer über dieses Buch des amerikanischen Ökonomen William Easterly, der den Kampf gegen die globale Armut analysiert. Easterlys profunde Kritik an einem Masterplan im Kampf gegen die Armut, an den Konzepten von Weltbank oder WTO und an den großen "Förderschüben" scheint ihm nicht nur einleuchtend, sondern auch notwendig. Easterly zeigt seines Erachtens überzeugend, warum Projekte wie das der "Millennium-Entwicklungsziele" zum Scheitern verurteilt sind. Dabei hebt er hervor, dass Easterly keineswegs für die Abschaffung der Entwicklungshilfe plädiert. Die Intention des Autors sieht Peltzer vielmehr in der Entwicklung von einzelnen konkreten Lösungen für konkrete einzelne Probleme. Dafür findet er in dem Buch eine Fülle von Beispielen, etwa die Verbreitung von Moskitonetzen zur Bekämpfung von Malaria, an der in Afrika immer noch wesentlich mehr Menschen sterben als an Aids. Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben zum Bedauern des Rezensenten allerdings unterbelichtet. Easterlys Buch hält er dennoch für eine wichtige Lektüre, nicht nur für alle, die in der Entwicklungshilfe engagiert sind.

© Perlentaucher Medien GmbH
William Easterly ist Professor für Ökonomie und Afrikastudien an der New York University und leitet dort das Development Research Institute. Er arbeitete 16 Jahre für die Weltbank, vor allem in Afrika, Lateinamerika und Russland, und ist Experte für langfristiges Wirtschaftswachstum in Ländern der Dritten Welt. Easterly schreibt u.a. regelmäßig für The Washington Post, Wall Street Journal und die Financial Times.

Leseprobe zu "Wir retten die Welt zu Tode" von William R. Easterly

Über eine der beiden Tragödien, unter der die Armen der Welt zu leiden haben, kann sich der britische Finanzminister Gordon Brown beredt auslassen. So sprach er etwa im Januar 2005 sehr bewegend über die Tragödie, dass Milliarden von Menschen in extremer Armut leben und Millionen von Kindern an leicht zu verhütenden Krankheiten sterben müssen. Er forderte eine Verdoppelung der Entwicklungshilfe, einen Marshall-Plan für die Armen in der Welt, eine International Financing Facility (IFF), über die zig Milliarden Dollar an zukünftigen Hilfszahlungen vorgezogen werden sollen, um die Armen heute zu retten. Er machte Hoffnung, indem er aufzeigte, wie leicht es ist, Gutes zu tun. Die Medikamente, mit denen die Hälfte aller Malariaopfer gerettet werden könnten, kosten nur 12 Cent pro Dosis. Ein Moskitonetz, das ein Kind vor einer Malariainfektion schützen kann, kostet nur 4 Dollar. Es würde nur 3 Dollar pro junge Mutter kosten, für die nächsten zehn Jahre den Tod von fünf Millionen Kindern zu verhindern. Ein Hilfsprogramm, das Familien finanziell unterstützt, die ihre Kinder zur Schule schicken, Kinder wie Amaretch, würde ebenfalls nicht viel kosten.3

Über die andere Tragödie der Armen in der Welt schwieg sich Gordon Brown aus. Diese besteht darin, dass der Westen in den vergangenen fünf Jahrzehnten 2,3 Billionen Dollar für Entwicklungshilfe ausgegeben und es trotzdem nicht geschafft hat, den Kindern die 12 Cent teuren Medikamente zukommen zu lassen, die in der Lage wären, die Hälfte aller malariabedingten Todesfälle zu verhindern. Der Westen hat es mit so viel Geld nicht geschafft, arme Familien mit 4 Dollar teuren Moskitonetzen zu versorgen, jeder jungen Mutter 3 Dollar zu geben, um fünf Millionen Kinder vor dem Tod zu retten. Der Westen hat 2,3 Billionen Dollar ausgegeben, und trotzdem schleppt Amaretch noch Feuerholz und geht nicht zur Schule. Es ist wirklich eine Tragödie, dass dies alles - trotz des tief empfundenen Mitgefühls für die Bedürftigen - nicht erreicht werden konnte.

Am 16. Juli 2005 schaffte es die amerikanische und die britische Wirtschaft, an einem einzigen Tag neun Millionen Exemplare des sechsten Harry-Potter-Bandes an begierig wartende Fans auszuliefern. Für Harry Potter gab es keinen Marshall-Plan und es gab auch keine International Financing Facility für Bücher über minderjährige Zauberer.4 Es bricht einem das Herz, dass die globale Gesellschaft zwar eine so überaus effiziente Methode gefunden hat, wohlhabenden Erwachsenen und Kindern Unterhaltungslektüre zukommen zu lassen, aber nicht in der Lage ist, ein 12-Cent-Medikament zu sterbenden mittellosen Kindern zu befördern.

Um genau diese zweite Tragödie geht es im vorliegenden Buch. Der ersten Tragödie nehmen sich Visionäre, Prominente, Präsidenten, Finanzminister, Bürokratien und sogar Armeen an, deren Anteilnahme und harte Arbeit ohne Zweifel Anerkennung verdienen. Um die zweite Tragödie kümmern sich dagegen weit weniger Menschen. Und wenn ich darauf hinweise, komme ich mir angesichts des verbreiteten guten Willens und des Mitgefühls vieler Menschen, die den Armen wirklich helfen wollen, wie ein Pfennigfuchser vor. Vor allem, wenn ich vor wohlmeinenden Zuhörern spreche, die von der Wirksamkeit groß angelegter westlicher Planung in der Entwicklungshilfe überzeugt sind; nur allzu gern würde ich selbst daran glauben.

Doch mit vielen Gleichgesinnten werde ich mich auch weiterhin dafür einsetzen, die Hilfe für die Armen nicht etwa abzuschaffen, sondern vielmehr sicherzustellen, dass sie auch ankommt. Die reichen Länder müssen sich der zweiten Tragödie annehmen, wenn sie die erste aus der Welt schaffen möchten. Ansonsten wird die momentane Euphorie im Kampf gegen die Armut in der Welt das gleiche Schicksal erleiden wie alle früheren Anstrengungen. Idealismus und hohe Erwartungen werden bald enttäuschenden Ergebnissen und zynischen Gegenreaktionen weichen.

Die zweite Tragödie beruht auf der Fehleinschätzung, dass mit traditionellen westlichen Hilfsmaßnahmen die Armut in der Welt beseitigt werden könne. Vielleicht fragen Sie sich, ob denn ich nun endlich den richtigen umfassenden Plan zur Reform der Entwicklungshilfe, für mehr Wohlstand für die Armen, Nahrung für die Hungernden und Rettung für die Todgeweihten gefunden habe? Was wäre das für eine großartige Leistung, wenn ich einen solchen Plan entwickelt hätte, wo so viele - weit klügere - Köpfe schon seit fünfzig Jahren so viele verschiedene Pläne ausprobiert haben und damit gescheitert sind. Doch ich muss Sie enttäuschen, denn all das Brimborium um den richtigen Plan ist an sich schon ein Symptom des irregeleiteten Ansatzes zur Entwicklungshilfe, den so viele in der Vergangenheit verfolgt haben und noch heute verfolgen. Der richtige Plan ist, auf einen Plan zu verzichten.

Wo der Planer versagt, hat der Sucher Erfolg

Die Verfechter des traditionellen Ansatzes wollen wir als Planer bezeichnen, die Befürworter eines alternativen Ansatzes als Sucher. Warum arme Kinder sterben müssen, weil sie ihre 12-Cent-Medikamente nicht bekommen, gesunde wohlhabende Kinder ihren Harry Potter dagegen prompt, ist mit einem Satz zu beantworten: Das 12-Cent-Medikament wird von Planern bereitgestellt, das Harry-Potter-Buch von Suchern. Das soll nicht heißen, dass alles dem freien Markt überlassen werden kann, der Harry Potter produziert und vertreibt. Den Ärmsten der Welt fehlt schließlich das Geld, um Sucher, die privatwirtschaftlich tätig sind, zur Befriedigung ihres dringenden Grundbedarfs zu motivieren. Dennoch liegt der Schlüssel zu einem konstruktiven Ansatz zur Entwicklungshilfe in der Mentalität der Sucher.

In der Armutsbekämpfung verkünden Planer ihre guten Absichten, motivieren aber niemanden dazu, diese auch umzusetzen. Sucher dagegen erarbeiten funktionierende Systeme und werden dafür belohnt. Planer schaffen große Erwartungen, übernehmen aber nicht die Verantwortung für deren Erfüllung. Sucher tragen bereitwillig die Verantwortung für ihr Handeln. Planer bestimmen das Angebot, Sucher eruieren die Nachfrage. Planer arbeiten mit globalen Blaupausen, Sucher passen sich an lokale Verhältnisse an. Planer haben an der Spitze zu wenig Wissen von der Basis, Sucher stellen fest, wie die Wirklichkeit ganz unten aussieht. Planer erfahren nie, ob das Benötigte auch beim Adressaten ankam. Sucher stellen fest, ob der Kunde zufrieden ist. Wird Gordon Brown zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die neue Hilfswelle den Malaria-Kindern wieder nicht die 12-Cent-Medikamente beschert?

Ein Planer glaubt, die Antworten zu kennen. Er hält Armut für ein technisches Problem, dem mit seinen Methoden zu begegnen ist. Ein Sucher gibt zu, dass er zunächst keine Antwort kennt. Für ihn ist Armut ein komplexes Geflecht aus politischen, gesellschaftlichen, historischen, institutionellen und technischen Faktoren. Ein Sucher hofft, durch Versuch und Irrtum Lösungen für ganz konkrete Probleme zu finden. Ein Planer glaubt, dass Außenstehende wissen, wie Lösungen durchzusetzen sind. Ein Sucher weiß, dass nur Insider über die nötigen Kenntnisse verfügen, um Lösungen zu finden, und dass die meisten Lösungen selbst entwickelt werden müssen.

Inhaltsangabe

- Inhalt
- Momentaufnahme: Amaretch 9

1. Planer und Sucher - zwei Welten 11
- Wo der Planer versagt, hat der Sucher Erfolg 13
- Große Probleme und große Pläne 15
- Falsche Fragen blockieren die Entwicklungshilfe 19
- Moskitonetze für die Armen 21
- Die Philosophie des sozialen Wandels 23
- Feedback und Verantwortlichkeit 24
- Warum Planung so populär ist 26
- Der Hang zur Utopie 28
- Was die Menschen wirklich brauchen 30
- Die Bürde des weißen Mannes: historische Randnotizen 32
- Die Ar-men helfen sich selbst 36
- Nach vorne schauen 39
- Momentaufnahme: Generationenwechsel in Ghana 41

Teil 1: Warum Planer keinen Wohlstand bringen können

2. Die Legende vom Big Push 47
- Der Legende erster Teil: Die ärmsten Länder sind in einer "Armutsfal-le" gefangen, der sie ohne einen finanziell unterstützten Big Push nicht entrinnen können 48
- Der Legende zweiter Teil: Wenn arme Länder miserable Wachstumsraten aufweisen, liegt das an der Ar-mutsfalle, nicht an schlechter Regierungspolitik 52
- Der Legende dritter Teil: Entwicklungshilfe versetzt Ländern den nötigen Big Push, um den Start in nachhaltiges Wachstum zu schaffen 55
- Das Problem, Entwicklungshilfe zu messen 63
- Eine Alternative zur Entwicklungsle-gende 64
- Momentaufnahme: Teenager als Sanitäter 66
- Momentaufnahme: Die geheime Geschichte der Grameen Bank 67

3. Märkte sind nicht planbar 69
- Russische Nächte 70
- Der Flug des Ikarus 73
- Ich habe Hunger - lasst uns freie Märkte entwickeln 78
- Die Tugenden der Finanzmärkte 79
- Bottom-up-Probleme der Märkte 81
- Kann ich dir trauen? 83
- Trau schau wem ... 85
- Das Marktnetz 86
- Showdown im Raubtierkäfig 88
- Das Eigentumsrecht 90
- Rechtsanspruch oder nicht? 91
- Gewohnheit und Gesetz 92
- Verbrieftes Chaos in Kenia 94
- Die Evolution des Rechts 96
- Top-down-Träume 100
- Stagnierende Volkswirtschaften, dynamische Individuen 101
- Das Wunder von Xiaogang 106
- Momentaufnahme: Armutsbekämpfung durch die Shell Foundation 107
- Momentaufnahme: Verbesserungen fürs Geschäft 108

4. Planer und Gangster 110
- Die Planer und die Politik 112
- Wer bewacht die Wächter? 113
- Die weißen Minderheitsgesellschaften 117
- Die Feinde der Demokratie 118
- Schlechte Regierungen 120
- Geschäfte mit schlechten Regierun-gen 123
- Gute Regierungen in den Tropen 125
- Entwicklungshilfe korrumpiert 126
- Das Soziale Aktionsprogramm der Weltbank 127
- Die Bemäntelung schlechter Regierungen 129
- Macht für das Volk 133
- Der IWF und die Gangster 136
- Die Vereinten Nationen und die Gangster 140
- Die Schlechten ins Töpfchen 142
- Zweiter Versuch 143
- Momentaufnahme: Fela Kuti 144
- Momentaufnahme: Leonard Wantchekon von der New York Univer-sity 145

Teil II: Die Bürde übernehmen

5. Die Reichen haben Märkte, die Armen Bürokraten 151
- Feedback von der Basis 153
- Prinzipal und Agent 154
- Von Kindern und Verdauungsproblemen 156
- Ein Schlagloch ausbessern 158
- Der Erfolg 160
- Der Wandel der Bürokraten 162
- Das Hilfsvolumen 164
- Yosemite Sam in den Tropen 166
- Der richtige Maßstab 169
- Entwicklung mit geringen Wartungskosten 170
- Koordinationsstörungen 172
- Kollateral-nutzen und Kollateralschaden 173
- Die Evaluierung objektivieren 174
- Partizipation durch Planung? 176
- Aus Fehlern lernen 178
- Unterschiede zwischen den Hilfsbürokratien 180
- Momentaufnahme: Wie Privatunternehmen den Armen in Indien helfen 183

6. Den Armen aus der Patsche helfen 186
- Der mächtigste Gläubiger der Welt 189
- Viele Pesos, wenig Dollar 191
- IWF-bedingte Unruhen 193
- Ein Wirrwarr von Zahlen 196
- Schwan-kende Prognosen 199
- Ist der IWF eine Niete? 201
- Schulden und ihre Folgen 202
- Sich selbst sanieren 204
- Die Krise hoch verschuldeter armer Länder 205
- Weine doch, Argentinien! 207
- Das internationale Währungsparadies 209
- Schlussfolgerungen 210
- Momentaufnahme: Die Wasserleitung 212

7. Die Heiler: Triumph und Tragödie 213
- Medizinische Triumphe 215
- Es braut sich etwas zusammen 216
- Das jüngste Gericht 219
- Waisen im Sturm 220
- Die Betreuung der Kranken 222
- Der Weg des geringsten Widerstands 227
- Schwierige Kompro-misse 229
- Fehlfunk-tionen im Gesundheitssystem 237
- Feedback und Idealismus 235
- Momentaufnahme: Prostituierte für Prävention 237

Teil III: Die Heerscharen des weißen Mannes

8. Vom Kolonialismus zum postmodernen Imperialismus 241
- Die Finanzierung einheimischer Autokraten 245
- Vorteilhaft, aber verrückt 251
- Die Vorteile der Nicht-Kolonisierung 257
- Die am längs-ten und schwersten Missbrauchten 259
- Weiße Unbilden 264
- Von Sir Mark Sykes zum Krieg gegen den Terror 267
- Die Aufteilung Indiens 271
- Pakistan: Getrübtes Familienglück 274
- Die Hochburg der Apoka-lypse 276
- Der Sudan heute 279
- Schlussfolgerungen 280
- Momentaufnahme: Ghana bekommt sein Swarthmore 281
- Momentaufnahme: Professor Kingsfield geht nach Indien 282

9. Einmarsch bei den Armen 285
- Der Kalte Krieg 287
- Nicaragua 291
- Der Kalte Krieg in Quilalí 291
- Quilalí nach dem Krieg 295
- Der weiße Mann in der Geschichte Ango-las 297
- Der Bürgerkrieg 1975
- 300 Jonas Savimbi und die Reagan-Doktrin 301
- Krieg bis in den Tod 303
- Nationenbildung auf dem ameri-kanischen Kontinent 305
- "Friedenserhaltende Missionen" 311
- Momentaufnahme: Chemie für die Armen 311

Teil IV: Die Zukunft

10. Hausgemachte Entwicklung 315
- Erfolg und Selbstvertrauen 320
- Zwei koloniale Sonderfälle 322
- Dy-namo Ostasien 324
- Die Wiedergeburt des schwarzen Kontinents 325
- Die zweite chinesische Revolution 327
- Indien 329
- Die Türkei 331
- Botsuana 334
- Chile 335
- Selbst ist die "restliche Welt" 337
- Momentaufnahme: Drei Klassenkameraden aus Kumawu 338

11. Die Zukunft westlicher Hilfe 341
- Das Leid der Armen lindern 341
- Es geht voran - PROGRESA 345
- Den Kindern in Kenia und Indien lernen helfen 347
- Was funktioniert? 348
- Verrückte Ideen, aber sind sie verrückt genug? 350
- Entwicklung auf Gutscheinbasis 352
- Den Armen eine Stimme geben 354
- Rückbe-sinnung auf das Wesentliche 356
- Was können Sie tun? 357

- Danksagung 359
- Anmerkungen 361
- Abkürzungsverzeichnis 387