Kinder brauchen Bücher - wer wollte das ernsthaft bestreiten?
Bücher sind Trost, eröffnen Welten, kosten nicht die Nase aus dem
Gesicht. Doch wie bringen wir das unseren
immer abgelenkteren Kindern bei, die ihre
Zeit vor Computer, Spielkonsole und Fernseher vertun?
Bei aller Anerkennung engagierter und ideenreicher Leseförderung:
In der Familie - nicht im Kindergarten, nicht in der Schule - wird
die Basis für die Liebe zum Buch und das künftige Verhältnis zum
Lesen und Schreiben gelegt. Darum kommt es so sehr darauf an, dem
Lesen den Geruch von Pflicht
und Forderung zu nehmen und ihm die Aromen von Glück und purem
Wohlgefühl zu verleihen.
Für Kinder ist die Sache ganz einfach: Bücher müssen's bringen.
Es hilft also nicht, Kinder auf dem Friedhof der vergessenen Bücher
einzusperren oder sie mit wohlmeinenden Geschenken zu malträtieren.
Oder über die gute alte Zeit zu lamentieren, in der angeblich noch
so viel gelesen wurde. Es geht darum, Kinder süchtig zu machen
nach
dem Stoff, aus dem die Träume sind. Erst Vorlesen, dann Mitlesen,
dann Lesenlassen.
Jedes Kind, das den Zugang zu den Büchern geschafft hat, ist einen
Schritt weiter in der Geistesbildung - neben der Herzensbildung das
Wichtigste, was wir unseren Kindern mitgeben können.