Rettet die Tafelrunde! - Witzigmann, Véronique
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Rettet die Tafelrunde!

Warum es so wichtig ist, dass Eltern und Kinder an einem Tisch sitzen

Véronique Witzigmann 

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Rettet die Tafelrunde!

In der Küche schlägt das Herz der Familie

Wie traurig, dass Fertiggerichte und Mikrowelle heute das gemeinsame Essen abgelöst haben. Denn der Küchentisch als Mittelpunkt des Familienlebens ist durch nichts zu ersetzen: Genuss und Gespräch, Manieren, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme sind Werte, die beim gemeinschaftlichen Kochen gepflegt werden. Rettet die Tafelrunde! - Véronique Witzigmann plädiert leidenschaftlich für ein Comeback der familiären Tischkultur.

Nur noch ein Drittel der Familien schaffen es, unter der Woche zusammen zu essen. Vor allem leiden darunter die Kinder, denn Studien belegen: Das Essverhalten und die Tischkultur sind von enormer psychosozialer Bedeutung. Dass Eltern und Kinder mindestens einmal am Tag zusammen am Tisch sitzen, fordert deshalb Véronique Witzigmann. Als Tochter des Jahrhundertkochs Eckart Witzigmann kennt sie große Esskultur, als berufstätige, alleinerziehende Mutter die Hindernisse, die dem gemeinsamen Kochen und Essen im Wege stehen. Ihr Plädoyer ist deshalb zugleich ein alltagstauglicher, humorvoller Ratgeber. Von ihren Kindheitserinnerungen und Erfahrungen schlägt sie eine Brücke zu ganz konkreten und realistischen Erziehungstipps, Benimm-Basics und Rezeptvorschlägen, die beweisen, dass familiäre Tischkultur auch in Zeiten von Dauerstress und Multitasking gepflegt werden kann.

- Ein erfrischender Beitrag zur aktuellen Erziehungsdebatte: Gemeinsam essen fördert Kommunikation, Rücksichtnahme und familiären Zusammenhalt

- Wie bei Witzigmanns gegessen wurde: Die Tochter des Jahrhundertkochs plaudert aus dem Nähkästchen


Produktinformation

  • Verlag: Ludwig, München
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 222 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 222
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 125mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783453164758
  • ISBN-10: 345316475X
  • Best.Nr.: 26246132
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.12.2009

Wie mit Geschick und Geduld die Liebe durch den Magen geht

Zwischen den Jahren sitzt die Familie eng aufeinander. Damit die gemeinsamen Mahlzeiten keine öden Rituale sind, sollte man Véronique Witzigmanns Lob der familiären Tafelrunde zur Hand nehmen.

Das ist kein nostalgisches Buch, in dem eine gute alte Zeit belobigt wird. Véronique Witzigmann, Tochter des bekannten Kochs, ist berufstätig, alleinerziehende Mutter und schiebt aus Zeitnot auch mal eine Fertigpizza in den Ofen. Das ist wichtig zu wissen, um ihr Buch "Rettet die Tafelrunde! Warum es so wichtig ist, dass Eltern und Kinder an einem Tisch sitzen" nicht in den falschen Hals zu bekommen - etwa als Beschwörung einer Idylle rund um das tägliche Familienessen. Nein, hier wird kein Idyll gezeichnet, hier wird die gemeinsame Mahlzeit als soziales Ereignis geschildert, als Herd eines wie auch immer strukturierten Familienlebens, der auch dann noch für die nötige Wärme sorgt, wenn man sich nur einmal pro Woche um ihn versammeln sollte.

"Bis ins 20. Jahrhundert hinein war das gemeinsame Essen für die Kinder sicher weniger lustig, vor allem aufgrund der väterlichen Autorität. Die …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Das Buch ist für Christian Geyer ein echter Gewinn. Hier lernt er endlich, wie sich das Wort "Familienleben" im Alltag ganz unverkrampft buchstabieren lässt. Bei Tisch genauer gesagt. Dass Veronique Witzigmann (Tochter des Kochs, genau) bei ihrer Darstellung von Tischkultur ohne Nostalgie auskommt, dass sie konkrete Tipps und Tricks parat hält, wie sich schon die Kleinsten fürs kulinarische Miteinander begeistern lassen, rechnet er ihr hoch an. Als Mann, vermuten wir, schätzt er vor allem ihre Rezepte für die schnelle Familienküche.

© Perlentaucher Medien GmbH

Wie mit Geschick und Geduld die Liebe durch den Magen geht

Zwischen den Jahren sitzt die Familie eng aufeinander. Damit die gemeinsamen Mahlzeiten keine öden Rituale sind, sollte man Véronique Witzigmanns Lob der familiären Tafelrunde zur Hand nehmen.

Das ist kein nostalgisches Buch, in dem eine gute alte Zeit belobigt wird. Véronique Witzigmann, Tochter des bekannten Kochs, ist berufstätig, alleinerziehende Mutter und schiebt aus Zeitnot auch mal eine Fertigpizza in den Ofen. Das ist wichtig zu wissen, um ihr Buch "Rettet die Tafelrunde! Warum es so wichtig ist, dass Eltern und Kinder an einem Tisch sitzen" nicht in den falschen Hals zu bekommen - etwa als Beschwörung einer Idylle rund um das tägliche Familienessen. Nein, hier wird kein Idyll gezeichnet, hier wird die gemeinsame Mahlzeit als soziales Ereignis geschildert, als Herd eines wie auch immer strukturierten Familienlebens, der auch dann noch für die nötige Wärme sorgt, wenn man sich nur einmal pro Woche um ihn versammeln sollte.

"Bis ins 20. Jahrhundert hinein war das gemeinsame Essen für die Kinder sicher weniger lustig, vor allem aufgrund der väterlichen Autorität. Die schauerlichen Märchen vom Zappelphilipp und Suppenkaspar sollten dazu dienen, Kinder zum Stillsitzen zu zwingen. Und die Zappeligkeit der Kinder war der stumme Protest gegen den Familiendrill. Gesellige Familientafeln waren damals einfach nicht gefragt." Da sind wir heute weiter, meint Véronique Witzigmann, der es gelingt, die gemeinsame Vorbereitung und Einnahme der Mahlzeit als das natürlichste Bildungserlebnis der Welt zu beschreiben. Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, sprachliches Geschick können ungezwungen bei Tisch eingeübt werden.

Unter Überschriften wie "Die gute Stimmung isst mit - keine Kritik bei Tisch!", "So klappt der Restaurantbesuch", "Pausenbrot, der Treibstoff fürs Gehirn", "Von Wanderungen und Picknicks zu allen Jahreszeiten" oder "Geschmackserlebnisse prägen fürs ganze Leben" werden sehr konkrete Ratschläge für gesunde Ernährung und die guten Mahlzeitmanieren vermittelt. Ein Schlusskapitel verrät "Rezepte für die schnelle Familienküche" von Fisch in Alufolie über gebackene Griesbreimännchen bis hin zu Quiche-Muffins. Das sind fabelhaft ausgewählte Gerichte, selbst für kochunerfahrene Väter, die das kulinarisch Beste aus einer familiären Patchworksituation machen möchten.

"Kinder sind im Grunde sehr konservativ veranlagt und mögen keine Veränderungen. Auch aus diesem Grunde lieben sie den Familientisch." Dass Kinder Gewohnheitstiere sind, ist für Eltern freilich keine Lizenz zur Einfallslosigkeit. Vielmehr sollten sie die kindliche Bereitschaft, mit dem Vorgefundenen zurechtzukommen, nutzen, um schon früh deren Geschmacksnerven auf kulinarische Vielfalt hin zu trainieren. "Sammelt Ihr Sprössling erste Erfahrungen mit unterschiedlichen Lebensmitteln, servieren Sie ihm diese möglichst pur, zum Beispiel pürierte Frühkarotten mit Butter, zu Beginn ohne Variationen. Dadurch können sich die Geschmacksnerven auf die eine Zutat konzentrieren."

Das Buch zeigt, wie man Kindern Gemüse unterjubelt, sie zur Mitarbeit in der Küche gewinnt und, was Aufdecken, Anreichen und Abräumen angeht, sie an die Grundregeln der Tischkultur gewöhnt. Manchmal, schreibt die Autorin, höre sie von genervten Eltern, dass ihre Kinder in der Küche und im Haushalt einfach nicht mithelfen wollen, obwohl diese Kinder schon längst in dem entsprechenden Alter seien, in dem das von ihnen erwartet werden könne. "Ich glaube, ,unterstützende' Kinder fallen nicht vom Himmel, sondern sie entwickeln sich, und zwar von klein auf. Kleine Kinder in Küchenarbeiten einzubeziehen erfordert Geduld und Zeit, und die fehlt häufig. Als Mutter kenne ich den Impuls sehr gut, Arbeiten selbst zu erledigen, weil das viel schneller geht. Gerade wenn man unter Zeitdruck steht, fällt es schwer, die Kleinen machen zu lassen."

Jedoch, so fährt Witzigmann fort: "Kinder lernen nur durch Übung. Es macht ihnen Freude, wenn die ersten Koch- und Backversuche geglückt sind. Der selbstgemachte Pudding, der der Familie zum Nachtisch serviert wird, erzeugt beim kleinen Künstler tiefe Befriedigung. Kinder sind stolz darauf, bei gemeinsamen Aktivitäten einen wichtigen Teil zum Ganzen beitragen zu können." Bemerkungen wie diese zeigen, wie naheliegend und unaufwendig die Gelegenheiten sind, Kindern Kultur beizubringen, wenn man nur den Blick dafür hat und das Miteinander nicht einfach laufen lässt, sondern es, gelegentliche Unlust der Kinder überspielend, mit Geschick und Geduld zu gestalten vermag. Mit anderen Worten: ein erfahrungsgesättigtes, ideenreiches Buch, das zeigt, wie sich mit alltäglichen, aber bewusst vollzogenen Ritualen das große Wort "Familienleben" buchstabieren lässt. Braucht man doch nur zu essen, was auf den Tisch kommt.

CHRISTIAN GEYER

Véronique Witzigmann: "Rettet die Tafelrunde!" Warum es so wichtig ist, dass Eltern und Kinder an einem Tisch sitzen. Ludwig Verlag, München 2009. 222 S., geb., 16,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Véronique Witzigmann, geb. 1970 in Washington, ist erfolgreiche Unternehmerin und Kochbuchautorin. Die Liebe zum Kochen hat sie geerbt. Über die 2005 von ihr gegründete Feinkostmarke Véronique Witzigmann Buffet vertreibt sie hochwertige Marmeladen, Chutneys und Pesto aus eigener Produktion. Für ihr Buch Meine Marmeladen erhielt sie 2007 die Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschland (GAD). Sie lebt mit ihrer Tochter in München.

Leseprobe zu "Rettet die Tafelrunde!"

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