Robert Warnke Thomas Ritzau 

QEMU

Virtuelle Computer für viele Betriebssysteme

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QEMU

Dieses Fachbuch beschreibt die Software QEMU. Das kostenlose, quelloffene QEMU emuliert die komplette Hardware eines Computers mit CPU. Damit ist es möglich, Software verschiedener Prozessorarchitekturen auszuführen. QEMU ist nicht, wie zum Beispiel VMware, auf die x86-Architektur beschränkt. Zum QEMU-Paket gehört auch das leistungsfähige Tool qemu-img zum Anlegen, Konvertieren und Verschlüsseln von Image-Dateien (virtuellen Festplatten) in unterschiedlichen Formaten, auch anderer Virtualisierungssoftware. So ist es mit QEMU beispielsweise möglich, eine virtuelle Maschine für den kostenlosen VMware-Player anzulegen.

Virtuelle Maschinen können definierte Systemumgebungen zur Verfügung stellen. Aus Templates mit einer bestimmten Version eines Betriebssystems und einem gewünschten Patch-Level können virtuelle Maschinen generiert werden. Snapshots ermöglichen es, den Zustand einer virtuellen Maschine zu speichern. Später, zum Beispiel nach einem fehlgeschlagenen Patch, kann dieser Zustand wiederhergestellt werden. Snapshots sind vorteilhaft für Entwicklungsumgebungen, Software-Tests, Support und Schulung. Virtualisierung und Emulation ermöglichen die Unabhängigkeit von der Hardware. So lassen sich zum Beispiel alte Versionen einer Anwendung auf neuer Hardware weiter betreiben oder auch Software für nicht vorhandene Hardware entwickeln. Dies sind die Stärken von QEMU. QEMU ist kostenlos und läuft auf vielen Systemen (Microsoft Windows, Mac OS X, Linux und BSD). Virtualisierung bringt eine Reihe von Vorteilen, die je nach Art der Virtualisierung unterschiedlich gewichtet sind. Dadurch, dass mehrere Gast-Systeme parallel auf einem Rechner laufen, ist eine bessere Hardware-Auslastung möglich. Bisher wurden für wichtige Anwendungen jeweils ein physikalischer Computer verwendet. Das Resultat ist ein größerer Rechnerpark mit entsprechend hohem Aufwand (Wartung, Stromversorgung, Klimaanlage). Betreibt man dagegen einzelne Anwendungen jeweils in einer virtuellen Maschine, sind die Anwendungen auch voneinander entkoppelt und die Hardware wird besser ausgenutzt. Neben der Sicherheit wird auch die Verfügbarkeit erhöht, denn virtuelle Maschinen können bei Hardwareproblemen auf eine andere Hardware übertragen werden. Sie lassen sich komplett sichern und wiederherstellen. Diese Optimierung der Data Center durch Virtualisierungslösungen nennt man Server-Konsolidierung. Die Kernel-based Virtual Machine (KVM) ist eine geeignete Virtualisierungslösung dafür. KVM ist auch Open Source und läuft unter Linux. QEMU und die Kernel-based Virtual Machine (KVM) werden im Wiki http://qemu-buch.de ausführlich beschrieben. Der Inhalt steht unter der GNU Free Documentation License. Die Texte dieses Wikis wurden für dieses Buch angepasst. Dieses Buch ist zugleich ein Arbeitsbuch und ein Nachschlagewerk. Es richtet sich an System-Administratoren, Softwareentwickler, Softwaretester und technisch Interessierte. Durch die vielen Anwendungsbeispiele und die verwendete Lizenz eignet es sich besonders als Schulungsmaterial.


Produktinformation

  • Verlag: Books On Demand
  • 2009
  • 4. Auflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 300 S. 220 mm
  • Seitenzahl: 276
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 170mm x 17mm
  • Gewicht: 488g
  • ISBN-13: 9783837008760
  • ISBN-10: 3837008762
  • Best.Nr.: 23251800
Robert Warnke arbeitet als Systemadministrator (Unix/Linux). Er veröffentlichte Bücher über 3D Studio (Addison-Wesley Verlag) und diverse Artikel über Linux und andere Themen.

Leseprobe zu "QEMU"

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