Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland schafft keinen
Schulabschluss. 2004 verließen 82 000 Schüler die allgemein
bildenden Schulen ohne Abschlusszeugnis. 14 Prozent der jungen
Menschen zwischen 15 und 25 sind ohne Ausbildung. Das hat
gravierende Folgen: Nur selten können sich die Betroffenen ins
Berufsleben und in die Gesellschaft integrieren. Damit entstehen
gesellschaftliche Hypotheken für Jahrzehnte. Eine Berufsausbildung
bleibt der Schlüssel zur Integration benachteiligter Jugendlicher.
Je nach den sozialen, körperlichen oder geistigen Aspekten der
Benachteiligung muss deshalb eine individuelle Förderung möglichst
auf eine Ausbildung hinarbeiten. Jens Arnold nimmt dazu
vergleichend Förderprogramme in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern
unter die Lupe. Er geht dabei auf die speziellen
"Altlasten" des DDR-Erziehungssystems ebenso ein wie auf
eine Konzeption neuer Förderstrukturen in den Modellregionen
Schwerin und Nürnberg.